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Multi-Level-Marketing (MLM), Network-Marketing, Strukturvertrieb
Diese Bezeichnungen beschreiben eine Vertriebsform, die durch Firmen wie
Amway, NSA, und viele andere bekannt geworden ist, auch im Finanzbereich ist
diese Form des Vertriebs z.B. bei der HMI oder dem Deutschen Atlas
eingesetzt worden. Der Strukturvertrieb ist gekennzeichnet durch:
Verzicht auf Werbeausgaben. Ziel soll es sein, statt der Unterstützung
der Medienkonzerne die eigenen Mitarbeiter ("Strukkis") mit den gesparten
Werbekosten zu entlohnen.
Organisation in Form eines Schneeballsystems: Jeder verkauft Produkte und
versucht, weitere Verkäufer anzuwerben. An dieser "Downline" ist er zu einem
bestimmten Prozentsatz beteiligt.
Negativ in die Schlagzeilen kommt das MLM dadurch, dass (einer oder mehrere
der folgenden Punkte zutreffen):
Die Verkäufer einen bestimmten Lagerbestand halten müssen, der - wenn die
Produkte schlecht verkäuflich sind, was sich teilweise durch hohe Preise
ergibt - oft im Keller vor sich hingammelt.
Schlecht ausgebildete Mitarbeiter (besonders in wissensintensiven
Bereichen wie dem Finanzvertrieb, wo z.B. bei der OVB oder beim AWD branchenfremde Mitarbeiter
nach einer oder zwei Abendschulungen Bekannte und Verwandte zum Abschliessen von Verträgen
motivieren sollen) Produkte verkaufen.
Die Strukkis ihren Bekannten- und Verwandtenkreis abklappern sollen, um
den dort herrschenden Vertrauensvorschuss zum Verkauf von Produkten zu
benutzen.
Hochstehende Strukkis drängen ihre "Downline" dazu, grosse Lagerbestände
aufzunehmen, da sie dadurch verdienen und höhere Verdienststufen erklimmen
können.
Die Aussicht auf schnelles, leichtverdientes Geld, das den normalen
Verdienst des durchschnittlichen arbeitenden Menschen übersteigen soll, wird
propagiert, nicht jedoch auf die zahlreichen Mühen, Rückschläge, etc.
hingewiesen.
Neben dieser negativen Punkte gibt es auch einige Vorteile des
Strukturvertriebs:
Das Konkurrenzdenken fällt weitgehend weg, da man jedem Strukki in der
eigenen "Downline" alle Hilfen zur Verfügung stellt, da man auch an dessen
Bemühungen verdient.
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Je nach Unternehmen sind die Produkte wirklich zu einem guten Preis
verfügbar.
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Manche Unternehmen vertreiben die Produkte durch die Strategie, dass der
Kunde das Produkte für eine gewisse Zeitspanne testen darf.
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Wer die vielen Rückschläge wegsteckt, die dieses Geschäft mit sich
bringt, und wirklich ehrlich, fleissig und ausdauernd für ein Unternehmen
mit guten Produkten (materielle oder immaterielle) arbeitet, kann sich ein
selbständiges "Unternehmen" aufbauen, das dauerhaft gute Einkünfte abwirft.
(Auch derjenige kann hier den (schnellen) Reichtum schaffen, der skrupellos
Kunden und "Downline" pusht, drängt, und ausbeutet. Ob er damit glücklich
wird, kann mit Sicherheit bezweifelt werden!)
Fazit:
Diese Vertriebsform, die einen äusserst schlechten Ruf geniesst, ist stark
von dem Vertreter dieses Geschäfts, dem man begegnet, abhängig, sowie dem
Unternehmen, dessen Produkte vermarktet werden. Es gilt, genau zu
selektieren, sowohl als Kunde als auch als "Strukki" - aber das gilt wohl
bei jedem Kauf, jedem Unternehmen, dem man seine Arbeitskraft zur Verfügung
stellt.
Informationen zu diesem Geschäft:
Die MLM Goldmine - Was ist MLM? Wie verdient man damit auf Dauer Geld?
MLM-News:
Hilfreiche Informationen und Unterstützungen, um in diesem Geschäft erfolgreich zu
werden.
Noni / Morinda: Zusammenfassung der recherchierten
Informationen über einen Vertrieb eines tahitianischen angeblichen "Wundersaftes".
BVB: Finanz-Strukturvertrieb mit fragwürdiger
Ausbildung
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