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Multi-Level-Marketing (MLM), Network-Marketing, Strukturvertrieb

Diese Bezeichnungen beschreiben eine Vertriebsform, die durch Firmen wie Amway, NSA, und viele andere bekannt geworden ist, auch im Finanzbereich ist diese Form des Vertriebs z.B. bei der HMI oder dem Deutschen Atlas eingesetzt worden. Der Strukturvertrieb ist gekennzeichnet durch:



  1. Verzicht auf Werbeausgaben. Ziel soll es sein, statt der Unterstützung der Medienkonzerne die eigenen Mitarbeiter ("Strukkis") mit den gesparten Werbekosten zu entlohnen.

  2. Organisation in Form eines Schneeballsystems: Jeder verkauft Produkte und versucht, weitere Verkäufer anzuwerben. An dieser "Downline" ist er zu einem bestimmten Prozentsatz beteiligt.

Negativ in die Schlagzeilen kommt das MLM dadurch, dass (einer oder mehrere der folgenden Punkte zutreffen):

  1. Die Verkäufer einen bestimmten Lagerbestand halten müssen, der - wenn die Produkte schlecht verkäuflich sind, was sich teilweise durch hohe Preise ergibt - oft im Keller vor sich hingammelt.

  2. Schlecht ausgebildete Mitarbeiter (besonders in wissensintensiven Bereichen wie dem Finanzvertrieb, wo z.B. bei der OVB oder beim AWD branchenfremde Mitarbeiter nach einer oder zwei Abendschulungen Bekannte und Verwandte zum Abschliessen von Verträgen motivieren sollen) Produkte verkaufen.

  3. Die Strukkis ihren Bekannten- und Verwandtenkreis abklappern sollen, um den dort herrschenden Vertrauensvorschuss zum Verkauf von Produkten zu benutzen.

  4. Hochstehende Strukkis drängen ihre "Downline" dazu, grosse Lagerbestände aufzunehmen, da sie dadurch verdienen und höhere Verdienststufen erklimmen können.

  5. Die Aussicht auf schnelles, leichtverdientes Geld, das den normalen Verdienst des durchschnittlichen arbeitenden Menschen übersteigen soll, wird propagiert, nicht jedoch auf die zahlreichen Mühen, Rückschläge, etc. hingewiesen.

Neben dieser negativen Punkte gibt es auch einige Vorteile des Strukturvertriebs:

  1. Das Konkurrenzdenken fällt weitgehend weg, da man jedem Strukki in der eigenen "Downline" alle Hilfen zur Verfügung stellt, da man auch an dessen Bemühungen verdient.

  2. Je nach Unternehmen sind die Produkte wirklich zu einem guten Preis verfügbar.

  3. Manche Unternehmen vertreiben die Produkte durch die Strategie, dass der Kunde das Produkte für eine gewisse Zeitspanne testen darf.

  4. Wer die vielen Rückschläge wegsteckt, die dieses Geschäft mit sich bringt, und wirklich ehrlich, fleissig und ausdauernd für ein Unternehmen mit guten Produkten (materielle oder immaterielle) arbeitet, kann sich ein selbständiges "Unternehmen" aufbauen, das dauerhaft gute Einkünfte abwirft. (Auch derjenige kann hier den (schnellen) Reichtum schaffen, der skrupellos Kunden und "Downline" pusht, drängt, und ausbeutet. Ob er damit glücklich wird, kann mit Sicherheit bezweifelt werden!)

Fazit:

Diese Vertriebsform, die einen äusserst schlechten Ruf geniesst, ist stark von dem Vertreter dieses Geschäfts, dem man begegnet, abhängig, sowie dem Unternehmen, dessen Produkte vermarktet werden. Es gilt, genau zu selektieren, sowohl als Kunde als auch als "Strukki" - aber das gilt wohl bei jedem Kauf, jedem Unternehmen, dem man seine Arbeitskraft zur Verfügung stellt.




Informationen zu diesem Geschäft:

Die MLM Goldmine - Was ist MLM? Wie verdient man damit auf Dauer Geld?


MLM-NewsMLM-News: Hilfreiche Informationen und Unterstützungen, um in diesem Geschäft erfolgreich zu werden.

Noni / Morinda: Zusammenfassung der recherchierten Informationen über einen Vertrieb eines tahitianischen angeblichen "Wundersaftes".

BVB: Finanz-Strukturvertrieb mit fragwürdiger Ausbildung


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