Meditation, Religion, Selbstverwirklichung

   


Gedanken zu Kirchen

Inhalt:
Gedanken zur katholischen Kirche
Die katholische Kirche verlangt auch heute noch "Ablaßzahlungen"!
Die Finanzierung des Stuttgarter Kirchentages
Die katholische Kirche fördert den Krieg
50 % der Staatsverschuldung der Bundesrepublik Deutschland stammt aus Zuwendungen an die christlichen Kirchen
Der Gerichtsprozess SRF (Self-Realization Fellowship) gegen Ananda




Hier sollen einige ganz private Gedanken des Autors zur Kirchen im allgemeinen und der katholischen Kirche im besonderen ihren Platz finden.

Die katholische Kirche, die wohl mehr auf die Bestrebungen des Paulus als auf die Lehren Jesu zurückgeht, befindet sich in einer schweren Krise. Immer mehr Menschen wenden sich von ihr ab. Zurückzuführen ist das wohl auf mehrere Faktoren:

  • Die Konzentration auf den Glauben an einen nicht näher definierten Gott statt der unmittelbaren Erfahrung Gottes.

    Der heutige Mensch hat mehr denn je das Bestreben, Erfahrungen zu machen. Der Drang zu reisen und andere Länder, Kulturen und Zivilisationen kennenzulernen ist ein Beispiel dafür, mancher schwört sogar darauf, durch Bungee-Jumping, Gleitschirmfliegen oder andere ungewöhnliche Sportarten sehr starke Erfahrungen zu machen. Dieses immer stärker werdende Bestreben steht der heute verbreiteten Lehre der Kirchen diametral gegenüber.

    Der Aussagen der Kirche, dass der alleinige Glaube wichtig sei, kann ich nur begrenzt zustimmen. Die katholische Religion leugnet damit die Herkunft ihrer Lehre, die (zu 99 % bewiesen, siehe das Buch "Jesus lebte in Indien") aus dem fernen Osten kam, der schon immer Methoden geliefert hat, um göttliche Erfahrungen zu machen. Religion hat soviel mit Glauben zu tun, wie Mathematik, Biologie, Physik mit Glauben zu tun hat:

    Zu jedem zielorientierten Handeln ist Anfangs eines nötig: eine mehr oder weniger kurze Phase des Glaubens. So glaubt man, wenn man isst, dass die Speise sättigt oder zumindest einen kulinarischen Genuss verschafft, bevor man die Wirkung tatsächlich erfährt. Wer eine Sprache lernen möchte, muss zuerst glauben, dass es ihm möglich ist, diese zu erlernen und dass der Lehrer in Form einer Personen oder eines Studienkurses dazu fähig ist, ihm dieses beizubringen, und nach einer mehr oder weniger langen Phase des Glaubens zeigt sich die Erfahrung, etwas gelernt zu haben.

    Der Glaube gibt also die Motivation, die nötig ist, um den Anfang zu machen. Wenn jedoch dieser Anfang nicht bald von einer positiven Erfahrung begleitet ist, beginnt der Glaube zu schwinden. Dies ist der Grund, warum heute Religionen und Philosophien, die den Menschen Lehren anbieten, mit deren Hilfe schon nach kurzer Übung ein kleiner Einblick in die unendlichen göttlichen Energien von Freude, Liebe, etc. gelingt, boomen, während auf Rituale und Vorschriften konzentrierte Religionen, die dem Menschen einen Dauerglauben ohne die Möglichkeit, eigene Erfahrungen zu machen, aufzwängen, im Schwinden begriffen sind.

    Yoga und Mediation ist die vom Autor als hochwirksame Methode erfahrene spirituelle Übung, um solche göttlichen Erfahrungen zu machen: bedingungslose Liebe, immer neue Freude, Weisheit, Kraft, Frieden, Ruhe, Licht und Klang.

  • Die Konzentration auf den Kreuzestod als zentrale Botschaft des katholischen Glaubens.

    Heute ist durch detaillierte, wissenschaftliche, neutrale Untersuchungen des Turiner Grabtuchs praktisch bewiesen (siehe das Buch "Jesus lebte in Indien" oder auch die entsprechenden Passagen des Buches Revolution im Christentum), dass Jesus nicht am Kreuz starb (was auch in der Esoterik-Literatur "Essener Erinnerungen" und "Im Lande Kal" zum Ausdruck kommt). Durch ihre Konzentration auf die Erlösungstat Jesus am Kreuz hat sich die katholische Kirche somit selbst ins Abseits manövriert.

    Wenn wir aus fernöstlicher Sicht untersuchen, was das Leiden Jesu am Kreuz bedeutet, so ergibt sich dafür die Möglichkeit der Interpretation, dass Jesus durch sein Leid einen Teil des Karmas seiner engsten Schüler auf sich nahm (wobei diese engsten Schüler nicht diejenigen sein müssen, die mit ihm lebten, sondern auch heutige Menschen sein können, die seinen wahren Lehren mit all ihrer Kraft und Konzentration folgen). Nicht eingeschlossen sind damit Menschen, die als Lippenbekenntnis ihren sonntäglichen Gottesdienst besuchen, oder deren ernsthaftes Bestreben es nicht ist, dass Gott in jeder Stunde ihres Lebens die entscheidende Instanz darstellt.

    (Fast) vergessen ist die wirkliche, zentrale Botschaft von Jesus von Nazareth: Liebe Gott mit all Deiner Kraft und Hingabe, liebe Deinen Nächsten wie Dich selbst.

  • Die Konzentration auf Dogmen und Mysterien.

    Auch für Dogmen und Mysterien wie das Dogma der unbefleckten Empfängnis oder der Unfehlbarkeit des Papstes gilt, was zum angeblichen Kreuzestod Jesu beschrieben ist. Zum Dogma der Unfehlbarkeit des Papstes schreibt Hanjo Lehmann in "Die Truhen des Arcimboldo": "... Und nun sehe ich, wie man dabei ist, unserer Kirche das letzte, unauslöschliche Zeichen der Schande einzubrennen. Welcher vernünftige Mensch wird anders als mit Spott und Verachtung auf eine Kirche blicken können, deren Oberhaupt von sich behauptet, den Willen Gottes zu kennen? ... Welche Dreistigkeit, aber auch: welche Niedertracht! Bald zwei Jahrtausende drängt die römische Kurie nach Macht und Herrschaft über Länder und Völker. Kaiser und Könige erpresst sie, das Volk saugt sie aus für den eigenen Luxus und den Bau babylonischer Kathedralen; soweit der päpstliche Krummstab reicht, zwingt sie mit Feuer und Schwert jedermann die giftige Suppe aus Dogmen und Geboten auf, die sie 'Glauben' nennt. Jahrhundert um Jahrhundert treibt sie mit Lockung und Drohung die Völker zu immer neuen Schlachten und Kriegen - im Namen des Glaubens. Einer gigantischen Spinne gleich streckt sie ihre Fühler in alle vier Himmelsrichtungen, entsendet, 'Mission' genannt, endlose Flotten bewaffneter Schiffe zu Überfällen und Eroberungen in die entlegensten Winkel des Erdballs - im Namen des Glaubens. Ganze Zeitalter hindurch terrorisiert sie das Abendland mit Folter und Scheiterhaufen, denunziert, brennt und mordet unschuldige 'Ketzer' und 'Hexen' - im Namen des Glaubens. Und kaum hat ein stärkeres Zeitalter ihr die Brandfackel aus den Händen geschlagen, da steht das Gezücht auf und erklärt - man greift sich an die Stirn, man fasst es nicht - welch gotteslästerliche Anmassung, welch freche Verhöhnung der Scharen unschuldiger Opfer - erklärt, der Papst sei gottgleich und unfehlbar: wenn er denn spreche und gesprochen habe im Namen des Glaubens."

    Kaum einem ist klar, was die Verabschiedung des Dogmas wirklich bedeutete. Nicht nur, dass damit praktisch alle Verbrechen, die im Namen der katholischen Kirche jemals geschehen sind, als gerechtfertigt anerkannt wurden, sondern so gilt heute, für immer, und hat immer gegolten der "Syllabus errorum", eine Sammlung von Aussagen von Papst Pius IX, von denen hier einige genannt seien (ebenfalls zitiert aus Hanjo Lehmann´s Werk "Die Truhen des Arcimboldo"):

    1. Wenn jemand behauptet, die Kirche habe kein Recht, Gewalt anzuwenden - der sei verflucht.

    2. Wenn jemand behauptet, die Kirche habe nicht das Recht, dogmatisch zu entscheiden, dass die katholische die einzig wahre Religion sei - der sei verflucht.

    3. Wenn jemand behauptet, die Lehre der katholischen Kirche widerstreite dem Wohle und Vorteile der menschlichen Gesellschaft - der sei verflucht.

    4. Wenn jemand behauptet, die Menschen könnten in der Ausübung jedweder Religion den Weg des ewigen Heils finden und die ewige Seligkeit erlangen - der sei verflucht.

    5. Wenn jemand behauptet, es dürfe für Menschen, welche nicht der katholischen Kirche angehören, auf deren ewiges Heil wenigstens gehofft werden - der sei verflucht.

    6. Wenn jemand behauptet, die Dekrete des apostolischen Stuhles und der römischen Kongregationen behinderten den freien Fortschritt der Wissenschaft - der sei verflucht.

    7. Wenn jemand behauptet, die geistliche Gerichtsbarkeit für Kleriker sei sowohl für Zivil- als auch Kriminalstraftaten abzuschaffen - der sei verflucht.

    8. Wenn jemand behauptet,Gott und die Welt seien ein und dasselbe, und Alles sei Gott und habe in sich das eigenste Wesen Gottes - der sei verflucht.

    9. Wenn jemand behauptet, die Philosophie dürfe sich keiner Autorität, auch nicht derjenigen der Kirche unterwerfen - der sei verflucht.

    10. Wenn jemand behauptet, die Philosophie, die Sittenlehre und die bürgerlichen Gesetze könnten und dürften von der kirchlichen Autorität abweichen - der sei verflucht.

    11. Wenn jemand behauptet, es stehe jedem Mensch frei, jene Religion anzunehmen und zu bekennen, welche er bei dem Lichte seiner Vernunft für die wahre hält - der sei verflucht.

    12. Wenn jemand behauptet, es gebe kein höchstes, allweises und allvorhersehendes, vom Weltall unterschiedenes göttliches Wesen - der sei verflucht.

    13. Wenn jemand behauptet, Gott sei eins mit der Natur, und Gott werde wirklich im Menschen und in der Welt - der sei verflucht.

    14. Wenn jemand behauptet, auch die Dogmen der christlichen Religion seien Gegenstand der natürlichen Wissenschaft oder Philosophie - der sei verflucht.

    15. Wenn jemand behauptet, Gott wirke nicht auf den Menschen und die Welt ein - der sei verflucht.

    16. Wenn jemand behauptet, die göttliche Offenbarung sei unvollkommen und daher einem fortwährenden und unendlichen Fortschritt unterworfen - der sei verflucht.

    17. Wenn jemand behauptet, der Protestantismus sei nichts anderes, als eine verschiedene Form derselben wahren, christlichen Religion, in welcher es möglich ist, Gott ebenso zu gefallen, als in der katholischen Kirche - der sei verflucht.

    18. Wenn jemand behauptet, im Alten und Neuen Testament seien mythische Erfindungen enthalten - der sei verflucht.

    19. Wenn jemand behauptet, die Kirche sei vom Staate, der Staat von der Kirche zu trennen - der sei verflucht.

    Es bedarf kaum der Erwähnung, dass die meisten Menschen, auch diejenigen, die sich Mitglieder der katholischen Kirche nennen, nicht an dieses Dogma glauben, was sich oft an der Kritik festmacht, dass der Papst die Verhütung in der dritten Welt verbietet.

Trotzdem gibt es in der katholischen Kirche und ihren Mitgliedern ein wahres Mysterium: die beharrliche Mitgliedschaft ihrer Anhänger! (Wer das nicht glaube, lese den Erfahrungsbericht einer Frau, die ihre Kindheit in einem katholischen Heim verbringen musste.)

Lassen Sie mich diese provokante Aussage begründen: Nehmen wir als reines Gedankenspiel an, dass sich ein grosser Hersteller von Waffen (als Stellvertreter für die Amtskirche) auf Jesus von Nazareth beruft. Es ist selbstverständlich, dass in diesem Konzern nicht nur Menschen (als Stellvertreter für die linientreuen Priester) arbeiten, die moralisch die Waffenherstellung (als Symbol für die Dogmen und Mythen der Kirche) gutheissen, sondern dass es auch äusserst friedliebende Menschen unter den Angestellten gibt (als Stellvertreter für die Priester, die abseits der Regeln ihrer Kirche versuchen, Liebe und Freude zu den Menschen zu bringen).
Nehmen wir weiter an, dass es Menschen gibt, die diesem Konzern spenden: diejenigen, die die Produktion dieser Waffen für unentbehrlich halten (als Stellvertreter für die Gläubigen, die alles glauben, was die Kirche lehrt), und diejenigen spenden ebenfalls, die zwar die Produktion dieser Waffen verabscheuen, aber viel von Jesus von Nazareth halten, auf den sich der Hersteller beruft, und vielleicht noch einen der Angestellten kennen, die selbst sehr friedliebend sind (als Stellvertreter für die Gläubigen, die eigentlich viel offener, freier denken). Es ist doch äusserst unwahrscheinlich, dass die letzteren einem Waffenhersteller spenden, werden Sie vielleicht sagen! Doch genau dieses geschieht täglich im wirklichen Leben mit den grossen Kirchen: Menschen, die Angst vor den durch ihre Kirche definierten Sekten haben, die Gehirnwäsche und finanzielle Ausnutzung fürchten, spenden monatlich über die Kirchensteuer für eine unendlich reiche Kirche, deren unbewiesene, durch göttliche Erfahrung sogar widerlegbare Dogmen die Menschen in geistiger Unfreiheit und Angst halten. Die Gehirnwäsche der katholischen Kirche ist und war über die Jahrhunderte so gründlich, dass die Menschen in totaler Irrationalität handeln, und gar nicht bemerken, wie viel Schuldbewusstsein und Unfreiheit ihnen von der Kirche eingeimpft wurde (siehe dazu auch Neo-Tech).
Heribert Prantl schreibt in der SZ vom 15.-17.04.06 auf Seite 4 unter der Überschrift "Bürgerrecht im Himmel" dazu (Fettdruck von mir): Der Glaube an das Unerklärbare, an die Auferstehung also, befreie aber von Angst, verkünden die Theologen [...] Angstbefreiung? Das war und ist freilich höchst selten das Kennzeichen der Religionen, weil deren Anführer, Priester, Imame aus der jeweiligen Glaubensgemeinschaft oft eine moralische Zwangsanstalt gemacht haben (und noch immer machen). Viele von ihnen nutzen Angst gern, um die Knechtschaft des Geistes dogmatisch zu verwalten.
Zurück zu dem Thema der finanziellen Unterstützung in Zeiten, in denen viele Menschen sich diese Beträge fast vom Munde absparen müssen: Die mögliche Motivation für diese monatlichen Spenden mag in der fixen Idee liegen, etwas ändern zu können. Dieser Versuch gleicht der Bestrebung, den Waffenhersteller zur wohltätigen Organisation umzufunktionieren, und ist wohl nur mit der Verhaftung der Menschen an Organisationen zu erklären.

Dieses beharrliche "Spenden" - immerhin werden monatlich zusätzlich 8 % der Einkommensteuer der Gläubigen vom Staat (!!) über die Kirchensteuer an die Kirche weitergeleitet - ist wohl auch das, was die katholische Kirche wirklich interessiert: GELD! In meinem letzten Urlaub habe ich in einer Kirche in Rothenburg ob der Tauber folgenden Prospekt gefunden, dessen Titelbild Sie hier sehen:

Ist es nicht offensichtlich? Vordergründig geht es der Kirche um die Lehre, deren zentraler Punkt irrigerweise im Kreuzestod gesehen wird - im Hintergrund sehen wir jedoch die wahre Motivation des katholischen Konzerns: Geld!

Es soll hier nicht der Eindruck erweckt werden, dass der Autor dieser Zeilen kirchenfeindlich eingestellt ist. Vielmehr schätzt auch er seltenen die sozialen Errungenschaften, die durch die kirchliche Unterstützung (selten in Form von Geld, häufiger in Form von Arbeit) erreicht wurden in den vergangenen Jahrhunderten. Allerdings ist den Kirchenoberen die Einsicht zu wünschen, die Swami Kriyananda, auch bekannt unter seinem bürgerlichen Namen J. Donald Walters, Schüler des indischen Meditationsmeisters Paramhansa Yogananda, zum Thema der von ihm gegründeten spirituellen Gemeinschaften "Ananda" zeigt. In Ananda Assisi, einer Gemeinschaft nahe der mittelitalienischen Stadt des berühmten Heiligen Franz von Assisi, sagte er, dass er Ananda sofort schliessen würde, wenn er bemerken würde, dass nicht mehr das Wohl des Einzelnen wichtiger wäre als das Wohl von Ananda. Ananda´s Motto zu diesem Thema ist: "Menschen sind wichtiger als Dinge (Organisationen)". Eigentlich selbstverständlich, trotzdem nur selten realisiert...

Links:

Religion bei JoConrads: Die Gottesvorstellung der katholischen Kirche und ihre aktuellen Grausamkeiten
Badhofer: Infos über die Beeinflussung der Menschen durch die christlichen Rituale; ein sehr philosophischer Text über Physik und Gott
Pius 9.: Seite zur Seligsprechung Pius des 9.




Die katholische Kirche verlangt auch heute noch "Ablaßzahlungen"!

Da ich mit Freunden in Etappen den Jakobsweg in Richtung Santiago di Compostela gehe, habe ich im Juni 2003 eine interessante Geschichte erfahren, die mir ein "Mitpilger" erzählt hat.

Ein Freund dieses "Mitpilgers" war in der Nähe von Santiago di Compostela in Urlaub, wo das Grab des heiligen Jakobus vermutet wird. Kurzerhand machte er sich auf, um zu dem etwa 100 km entfernten Pilgerziel zu fahren. Dort - in der Kathedrale - wollte er, da er nun einmal da war, sich den Segen "abholen". Der Priester jedoch fragte ihn, ob er denn zu Fuß gekommen sei. Nachdem er diese verneinte und zugab, mit seinem Auto angereist zu sein, deutete der Priester unmißverständlich zu einem Opferstock.

Erschreckend, dass auch heute noch die äußere Handlung in der katholischen Kirche das ist, was zählt, und nicht die innere Einstellung! Offensichtlich ist diese Institution immer noch geistig im Mittelalter stecken geblieben!

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Oft wird behauptet, die Kirchen würden schon alleine durch ihr soziales Engagement auch aus eigener Kraft viel für die Allgemeinheit tun. Der folgende Bericht aus Atheismus lässt daran Zweifel aufkommen:

Finanzierung des Stuttgarter Kirchentages 1999

20,6 Millionen Mark hat der Evangelische Kirchentag 1999 in Stuttgart gekostet. Hinsichtlich der Finanzierung kann man sich auch hier wieder auf die bewährte kirchliche Finanzierungs-Faustregel verlassen, daß nach Abzug der Teilnehmer- bzw. Nutzerentgelte der Staat den Großteil der verbleibenden Kosten trägt. Beim Stuttgarter Kichentag hat die öffentliche Hand mehr als zwei Drittel der verbleibenden Kosten getragen; über 40 Prozent der Gesamtkosten.

atheismus.de meint: Selbst, wenn man den "Werbeeffekt" des Kirchentages für Stuttgart und Baden-Württemberg berücksichtigt, so kann es nicht sein, daß der zu weltanschaulicher Neutralität verpflichtete Staat einen derart hohen Anteil an der Finanzierung einer ausdrücklich religiösen Veranstaltung übernimmt.

Der Stuttgarter Kirchentag 1999
Gesamtkosten 20,6 Mio. 100 %
Teilnehmerbeiträge 7,9 Mio. 38 %
EKD 4,0 Mio. 19 %
Land Baden-Württemberg 4,3 Mio. 21 %
Stadt Stuttgart 3,2 Mio. 16 %
Bundesregierung 1,2 Mio. 6 %
Nach: idea-spektrum 25/1999, S.6

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Die katholische Kirche fördert den Krieg!

August 2003, Urlaub am Chiemsee, eine Taufe in Kloster Seeon. Der Pfarrer spricht davon, dass die Taufe den Täufling in die Gemeinschaft der Christen aufnehmen würde, und alle Christen gleich seien.
Da hört man eigentlich leicht drüber, deshalb nochmals: und alle Christen gleich seien.
Mit diesem Satz hat er so leicht dahingesagt, was Ursache für viele Kriege ist: die vermeintliche Ungleichheit (im "Wert" - was immer das sein soll) verschiedener Menschenrassen. Bis zur Exkommunizierung dieses Pfarrers dürfen wir davon ausgehen, dass die geäußerte Meinung auch Lehre der katholischen Kirche ist - wurde doch ein katholischer Pfarrer auf dem ökumenischen Kirchentag in Berlin nach der Teilnahme an einem evangelischen Abendmahl umgehend exkommuniziert.





50 % der Staatsverschuldung der Bundesrepublik Deutschland resultiert aus Zuwendungen an die christlichen Kirchen

Die Zahlen hierzu stammen aus einem wirklich bahnbrechenden Buch, nämlich "Finanzen und Vermögen der Kirchen in Deutschland" von dem Politiologen Dr. Carsten Frerk. Dr. Frerk kam auf einen jährlichen Subventionsumfang an die beiden christlichen Großkirchen von 19,8 Milliarden Euro (ca. 39 Mrd. DM). Abzuziehen ist allerdings eine Eigenleistung der Kirchen für das öffentliche Sozialwesen von rund 0,7 Mrd Euro, also etwa 8% der 8,5 Mrd. Euro Kirchensteuereinnahmen.
Aber auch Dr. Frerk bietet nur einen Querschnitt auf der Basis des Jahres 2000, nicht einen Längsschnitt über die letzten 30 Jahre.

Nun ist folgendes festzustellen: Früher erhielten die Kirchen wesentlich weniger Staatssubventionen; das hat sich erst in den 70er und 80er Jahren gesteigert - übrigens ebenso wie die Kirchensteuereinnahmen. Andererseits muss man aber auch die Zinsen der dadurch sich summierenden Staatsschulden in Rechnung stellen, die im langjährigen Durchschnitt bei 7 bis 8 Prozent liegen (derzeit natürlich deutlich darunter).
Nach einer Hochrechnung des BfG (Bundes für Geistesfreiheit) von 1991 kommt man schon damals auf eine Gesamtsumme seit 1960 von rund 300 Milliarden DM, um die das Staatsdefizit ohne die Kirchensubventionen niedriger wäre. Inzwischen wären das incl. Zinsen ca. 800 Mrd. DM, aber das ist nur ein Schätzwert.
Legt man allerdings Dr. Frerks Zahlen zugrunde (und die sind wohl realistischer, zumal sie von den Kirchen im Prinzip nicht bestritten wurden) dann ist mindestens von 1,2 Billionen, eher sogar von 1,5 Billionen Euro auszugehen, um die die Staatsverschuldung niedriger wäre - vorausgesetzt allerdings, der Bund, Länder und Gemeinden hätten das Geld nicht anderweitig ausgegeben. Und dann müsste man auch einen weiteren Faktor in unbekannter Höhe berücksichtigen: Deutschlands Kirchen hätten dann natürlich wesentlich sparsamer gewirtschaftet und viele (auf Umwegen Steuern einbringende) Investitionen oder Ausgaben nicht getätigt. Doch auch dann bliebe ein Brocken im Bereich von rund einer Billion Euro. Dies entspricht 12.500 Euro pro Kopf der Bevölkerung, 625 Euro Zinsen (bei 5 %) sind pro Jahr und Kopf der Bevölkerung alleine für die Subventionen an die christlichen Kirchen zu bezahlen!
Insgesamt lässt sich daher der Schluss ziehen, dass der Umfang der heutigen Staatsverschuldung höchstens halb so hoch wäre, wenn die Kirchen nicht von diesen vielfältigen materiellen Privilegien profitiert hätten, die in ihrem Ausmaß weltweit einmalig sind. Anders ausgedrückt: Die Kirchen sind auch schuld daran, wenn heute Sozialleistungen gekürzt werden, wenn Kinder in unmenschlicher Weise Wissen in den Kopf gestopft wird (das selbständige Denken zu lernen wird dabei schon seit Jahrzehnten "vergessen"), wenn geplant wird, dass Rentner nicht mehr in allen Fällen die nötige medizinische Versorgung erhalten, wenn die Menschen zuviel arbeiten müssen, und damit Familien und Freundschaften zerstört werden! Es geht eben nicht "nur" um Geld, sondern dieses Thema beeinflusst das gesamte Leben!

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Kaum zu glauben, dass andere Kirchen, die sich noch dazu als offen und erfahrungsorientiert in der Öffentlichkeit präsentieren, Fehler und Schwächen zeigen, die - genauso wie in der katholischen Kirche - am Besten vor ihren Mitgliedern geheimgehalten werden und sehr an die katholische Kirche, in der Vorgehensweise sogar an etwas erinnert, das - möglicherweise fälschlicherweise - an Scientology erinnern lässt (siehe dazu auch den Hinweis bzgl. L. Ron Hubbard unten) (Die folgenden Informationen sind nach bestem Wissen und Gewissen recherchiert worden, können jedoch fehlerhaft sein, da ich weder in die SRF noch in Ananda sowie die Gerichtsprozesse den tiefen Einblick habe, um 100 %ige Richtigkeit garantieren zu können. Es geht jedoch vor allem um das Prinzip, nicht um die Richtigkeit einzelner Details.)

Besonders betrübt mich die Tatsache, dass es sich um diejenige Organisation handelt, die mein Guru Paramhansa Yogananda ins Leben gerufen hat: die SRF (Self-Realization-Fellowship).

Eine der wichtigsten Visionen von Paramhansa Yogananda war immer die Einheit aller Religionen. Als man ihn befragte, ob er eine neue Religion gründen wolle, sagte er, dies sei nicht eine neue Religion, sondern nur ein neuer Ausdruck der Religion. Denn es gibt nur eine wahre Religion, so wie es nur eine Wahrheit geben kann.

Nachdem Swami Kriyananda, der Vizepräsident der SRF, in den sechziger Jahren - wohl aus persönlichen Animositäten - aus der SRF entfernt wurde, gründete er die "Ananda"-Gemeinschaft, beginnend mit Ananda Village, heute besteht Ananda aus sechs Gemeinschaften in den USA und einer in Europa. Anfangs ermunterte Swami Kriyananda sogar die Menschen, die durch ihn und Ananda von Yogananda und seinen Lehren erfuhren, dazu, mit der SRF in Kontakt zu treten und die Studienbriefe bzw. Lehrbriefe zu bestellen.
Die Umbenennung in "Ananda Church of Self-Realization" (zu deutsch: "Ananda - Kirche der Selbstverwirklichung") war für die SRF der offizielle Anlass, Prozesse gegen Ananda anzustreben (inoffiziell war es wohl eher so, dass die SRF-Obrigen Swami Kriyananda seinen "Erfolg" nicht gönnten, den dieser - nebenbei bemerkt - nicht als seinen persönlichen Erfolg betrachtet, sondern als Erfolg für das Werk seines Gurus Yogananda.

Die SRF überrollte in den letzten Jahren und Jahrzehnten Ananda mit einer wahren Prozesslawine. Die Verwendung des Begriffes "Self-Realization" wollte die SRF genauso untersagen wie das Recht, Bilder und Schriften von Yogananda zu verbreiten. Wie anmassend die SRF diesen Prozess führte, lässt sich auch an der Strategie festmachen, dass sogar zeitweise argumentiert wurde, Yogananda hätte seine Schriften sozusagen als "Auftragnehmer" der SRF erstellt. Dass sich dieses Denken in der SRF mittlerweile sehr breit gemacht hat, zeigt ein Vergleich mit der ursprünglichen Ausgabe der "Autobiographie eines Yogi", einer der wichtigsten Schriften von Yogananda, wo die SRF viele Stellen so verfälscht hat, dass "SRF" steht, wo sich die Textstelle auf Yogananda bezieht.

Etwa 6 Millionen Dollar musste Ananda mittlerweise in seine Verteidigung und das Recht, Yoganandas Lehren zu verbreiten, an reinen Prozesskosten investieren; die SRF hat sogar 40 Millionen Dollar ausgegeben für den Dauerbeschuss an Prozessen.

Dabei hat die SRF die Strategie, die angeblich von L. Ron Hubbard, dem Scientology-Gründer empfohlen wurde (sinngemäss: Wenn Du einen Gegner nicht schlagen kannst, prozessiere solange gegen ihn, bis ihm das Geld ausgeht. - Diese Variante ist in Amerika unter gewissen Umständen möglich, wo der Prozesssieger NICHT seine Prozesskosten vom Verlierer erstattet bekommt. - wer die Seiten über Psychopolitik durchliest, zweifelt daran, dass wirklich L. Ron Hubbard diese Strategie entwickelt oder empfohlen hat!), sogar noch verfeinert: so gingen alle wesentlichen Anklagepunkte verloren, Ananda bekam so gut wie immer recht. Dann erfolgten plötzlich von privater Seite mit Unterstützung bzw. Beratung der Anwälte, die die SRF über all die Jahre vertreten hatten, Angriffe gegen Swami Kriyananda.

Einge Fakten, die mir 2001 in Ananda erzählt wurden, zeigen bestürzende Parallelen zum Christentum:

  • Nie sagte Yogananda, dass die Folgepräsidenten der SRF erleuchtet seien - die SRF jedoch behauptet dies und erwartet damit bedingungsloses Folge-leisten - wie die Lehre der Unfehlbarkeit des Papstes im katholischen Christentum.

  • Der für alle selbstverständliche Nachfolger des ersten Präsidenten nach Yogananda, Rajarsi Janakananda, wäre eigentlich Dr. Lewis gewesen, der erste Schüler Yoganandas. Die Befürworter von Daya Mata schrieben jedoch, Yogananda hätte gesagt, es sollte ein Entsagender Präsident werden - wofür kein Nachweis zu finden ist. Daja Mata kam aus einer sehr dogmatisch-religiösen Richtung, wie viele der Menschen, die zu ihrer Zeit nach Ananda kamen. Als jemand Yogananda zu Daja Mata und führenden Positionen befragte (sie war zu Lebzeiten lediglich Sekretärin in der SRF), äusserte dieser sinngemäss: "Naja, sie hat ihr eigenes Kreuz zu tragen."

  • Fast alle Bücher von Yogananda wurden durch die SRF nur verlegt, weil es Schwarz-Kopien gab

  • Die Copyrights der "Autobiographie eines Yogi" vermachte Yogananda der theosophischen Gesellschaft, nie wurde irgendein Copyright der SRF übergeben

  • Yogananda sagte, er gründet keine Sekte, nur einen neuen Ausdruck von Religion; Tara Mata, die spätere Vizepräsidentin der SRF, bezeichnete die SRF als Sekte

  • Yogananda gab die Kriya-Einweihung sehr einfach und leicht, die SRF machte eine komplizierte, langwierige Sache daraus (in diesem Punkt hat sich auch Ananda angeschlossen)

  • Yogananda sagte, die Menschen können in ihrer Religion bleiben; die SRF sagte, wer die Kriya-Einweihung möchte, muss aus seiner Kirche austreten (in USA ist dies anders als in Deutschland)

So weit handelt es sich nur um die Details. Die Folgen sind unübersehbar:

  1. Millionen von DM wurden sinnlos verschwendet. Insgesamt kommt man auf ca. 100 Mio. DM. Wieviel hätte mit diesem Geld bewirkt werden können, in der Verbreitung der wertvollen Lehren Yoganandas, aber auch in der Linderung von Not. Amma z.B. baut zur Zeit Häuser für Obdachlose Inder, für diesen Betrag wären 20.000 Häuser entstanden und hätten vielen notleidenden Menschen in Indien Unterkunft und eine Lebensvision geboten.

  2. Wer immer von diesem Sachverhalt erfährt, ist vollkommen fassungslos. Somit werden die Lehren Yoganandas in ein sehr schlechtes Licht gerückt, denn die heutigen Schüler sind diejenigen, die diese repräsentieren.

  3. Es wurde eine unglaubliche Energie von Hass, Neid und Missgunst in die Welt gesetzt. Wer weiss, wie stark unsere Energien das beeinflussen, was um uns herum passiert, wundert sich nicht über die Katastrophen, wenn sogar Menschen, die sich spirituell nennen, ihre eigenen Grundsätze nicht kennen und leben.

  4. Kürzlich versuchte ich, das Buch "Only Love" (deutsch: "Nur Liebe") der SRF-Präsidentin Sri Daya Mata zu lesen. Derjenige, der das Vorwort erstellte, schrieb davon, wie sehr er Daya Mata schätzt, die bedingungslose Liebe auch Vertretern anderer Religionen entgegenbringt; an dieser Stelle war es mir nicht möglich, weiterzulesen ob solcher Lügen und Heucheleien. Genause geht es mir mit den Briefen, die ich von der SRF bekomme - wenn Daya Mata von der Liebe, die man Andersgesinnten entgegenbringen soll, schreibt.

Wie könnte nun eine Änderung eintreten?

  1. Die SRF müsste Ananda mit allen Rechten anerkennen, die ein persönlich autorisierter Schüler wie Swami Kriyananda und von ihm autorisierte Personen haben, sowie alle Gerichtsprozesse einstellen.

  2. Die SRF müsste Ananda den finanziellen Schaden ersetzen.

  3. Die SRF müsste alle ihre Mitglieder über ihre Vorgehensweise gegenüber Ananda und die Unkosten, die daraus entstanden sind, genau und ehrlich unterrichten.

  4. Die Verantwortlichen der SRF müssten ihren Mitgliedern, die in gutem Glauben in den vergangenen Jahren Geld an die SRF gespendet haben, bis zur Höhe des finanziellen Schadens (Prozesskosten von SRF und Ananda) dieses Geld rückerstatten, oder der SRF dieses Geld durch eigene Bemühungen zur Verfügung stellen, damit damit sinnvolle Projekte durchgeführt und unterstützt werden könnten.

Ein Schreiben des Autors, das mit Schneeballeffekt viele andere gleich- oder ähnlichlautende Briefe an die SRF hervorrufen sollte, verhallte ungehört. Vielmehr will die SRF ihren Kreuzzug immer noch aufrechterhalten, und die negative Energie weiter stärken, die sie durch ihre Taten erzeugt.

Es bleibt somit nur die Möglichkeit der Aufklärung, so dass möglichst viele Menschen ihre Energien in eine positive Richtung lenken und nicht einer Organisation schenken, deren oberflächlich gutes Werk von genauso negativen Aspekten im Untergrund begleitet ist wie die vieler anderer organisierter Kirchen.

Sai Baba hat eine Geschichte erzählt, dass ihm der Teufel begegnet sei, der ihm sagte: "Deine Anhänger werden bald alle mir gehören. Sie beginnen sich zu organisieren".
Was heisst das für die SRF und Ananda? Während die SRF die Anweisung Yoganandas "Nur Liebe kann meinen Platz einnehmen" auf das gröbste missachtet hat und starre und dogmatische Regelungen Yogananda´s Stelle eingenommen haben, ist Ananda für eine gewisse Unorganisiertheit, wie es vielen Menschen scheint, bekannt, eine Unorganisiertheit, die viel Platz für Menschlichkeit, Flexibilität und Kreativität lässt, eine Unorganisiertheit, die viele Menschen auf unsichtbare Art und Weise zu vielen positiven Veränderungen und enormem spirituellen Wachstum in ihrer Persönlichkeit führt.

Es ist durchaus anzunehmen, dass auch Ananda die Lehren Yoganandas nicht zu 100 % "richtig" lehrt bzw. lebt, genausowenig wie die SRF. Meiner Meinung nach ist eine spirituelle Lehre immer persönlich anzupassen; was für den einen passt, muss noch lange nicht für den anderen passen. Was für jemanden passt, kann nur dieser selbst oder ein erleuchteter Meister feststellen. So findet jeder seinen Weg, indem er feststellt, was ihm persönlich hilft, die SELBST-Verwirklichung (nicht die SRF-Verwirklichung oder die Ananda-Verwirklichung oder die Yogananda-Verwirklichung) zu erreichen.

So hatte z.B. Yogananda wie der gesamte Yoga-Weg auf die Gefahr von Hypnose hingewiesen. Am Anfang des 20. Jahrhunderts verstand man unter Hypnose die Bühnen- oder Showhypnose, für die der Hypnotiseur geeignete Testpersonen aus dem Publikum auswählte, die in eine sehr tiefe Art von Trance, jenseits der Bewußtheit, gingen. Heute dagegen wird für die therapeutische Hypnose ein tiefer Entspannungszustand verstanden bei vollem Bewußtsein. Der solchermaßen "Hypnotisierte" ist etwa so konzentriert wie bei einem spannenden Film, ist sich jedoch bewußt. So ist es fraglich, ob Yogananda bzw. der Yoga-Weg im allgemeinen auch gegen diese Art von Hypnose so negativ eingestellt ist, wie es in den Schriften erwähnt wurde - ist es doch unsere "normaler" Bewußtseinszustand zu einem Großteil unserer Tageszeit.

Heutige Meister weisen oft darauf hin, dass Jesus nicht am Kreuz gestorben sei - was in Übereinstimmung mit diversen wissenschaftlichen Untersuchungen, auch des Turiner Grabtuchs steht. Yogananda dagegen sprach davon, Jesus sei am Kreuz gestorben. Wenn er nun ein erleuchteter Meister ist, müsste er dieses wissen. Andererseits: in der ersten Hälfte des zwanzigsten Jahrhunderts wäre diese Nachricht einer Sensation gleichgekommen, und wäre seiner Mission wahrscheinlich nicht sehr dienlich gewesen - während heute kein Hahn danach kräht.

Dies meine ich damit, wenn ich schreibe, jeder muss für sich selbst aus den Lehren seines Meisters das herausfinden, was für ihn passt. Denn zum einen sieht man am Streit SRF <-> Ananda, dass sich der heutige Schüler eines bereits verstorbenen Meisters wie Paramhansa Yogananda auf KEINE der veröffentlichten Aussagen verlassen kann - selbst wenn diese von den offiziellen "Vertretern" der Lehre in bestem Wissen und Gewissen getroffen werden. Das Ego dieser Menschen, die eingeschränkte Sichtweise jedes Nicht-Erleuchteten färbt diese nach Gutdünken. (Bei einem Unternehmertag habe ich diesbzgl. einen wahrlich erschreckenden Versuch erlebt: von 30 Unternehmern und Managern konnten nur 2 einen einfachen, deutschen Satz, der aus 6 Wörtern bestand, richtig lesen - diese beiden kannten den Versuch bereits. Die anderen 28 lasen das, was sie erwarteten, was dort stehen sollte.)

Eines ist somit sicher: der Zwist zeigt einem Suchenden auf, dass nichts dessen, was über Yogananda und seine Lehren veröffentlicht ist, sicher ist. Jeder muss seinen eigenen Weg finden, seine eigenen Schwerpunkte setzen. Während früher viel Wert auf die tägliche, ausgedehnte Meditation gelegt wurde, könnte es z.B. sein, dass heute die bewußte Arbeit an sich selbst - z.B. über die Beachtung der Yamas und Niyamas - einen weit höheren Stellenwert einnimmt, angesichts der Tatsache, dass in unserer Welt ein immer höherer Grad an Bewußtheit nötig ist, um sein Leben unbeeinflußt von der zahlreichen, irreführenden Berichterstattung und Propaganda in den Medien zu leben.



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