| |
Lebensgarten Steyerberg
Der Lebensgarten Steyerberg ist eine Dorfgemeinschaft (in der juristischen
Form eines gemeinnützigen Vereins). Der Verein hat 66 aktive Mitglieder
(Stand Herbst 2000) und etliche Fördermitglieder. Grundlage unseres
Zusammenlebens an diesem Ort ist der Wunsch, ein harmonisches Zusammenleben
miteinander und mit der umgebenden Natur zu entwickeln.
In unserer Vereinssatzung haben wir darüberhinaus weitere konkrete
Ziele definiert:
-
die Anwendung und Verbreitung natürlicher
Ernährungsweisen und ganzheitlicher Heilmethoden,
-
die Entwicklung und Verbreitung von ökologischen
Modellen, in denen Pflanzen, Tiere und Menschen in einander sich fördernder
Weise auf begrenztem Raum zusammenleben,
-
die Entwicklung, Erprobung und Verbreitung
baubiologischer Werkstoffe und deren Anwendung durch ortsgebundenes Handwerk
und künstlerische Gestaltung,
-
die Entwicklung von Techniken und
Herstellungsmethoden, die den umweltbewußten Umgang mit Rohstoffen und
Energie fördern,
-
die Anwendung und Darstellung von Musik, Theater und
anderen Formen der bildenden Kunst, deren Integration in Heilweisen sowie
die Schulung in Weisen unmittelbarer innerer Verständigung,
-
die Ausbildung von Siedlungsgemeinschaften, die sich
auf der Grundlage weitgehender Selbstversorgung, Gegenseitigkeitshilfe und
Selbsthilfe entwickeln und jeden Einzelnen auch in seiner Individualität
achten,
-
die Schulung in Selbsterkenntnis durch Meditation.
Alle Gewinne des Vereins reinvestieren wir in die
Weiterentwicklung der Gemeinschaft, z. B. den Ausbau des zentralen
Gemeinschaftsgebäudes, die Verschönerung des Geländes, Energiesparmaßnahmen
usw..
Wer hat den Lebensgarten gegründet?
Einer der allerersten Initiatoren war Christian Benzin, der das gesamte
Gelände 1983 zusannen mit seiner Mutter und seinem Bruder Rolf kaufte, um
daraus eine Ferienhaussiedlung zu machen. Inspiriert durch einen Aufenthalt
in der Findhorn-Gemeinschaft in Schottland, entschied er sich aber bald zur
Zusammenarbeit mit einer Gruppe von Menschen, die die Absicht hatten, eine
Gemeinschaft auf der Basis von Ökologie, Spiritualität, Toleranz und
Kreativität zu gründen. Wichtige Mitglieder dieser Gruppe waren Christoph
Hatlapa (Rechtsanwalt und Zen-Lehrer), Katrin Fischer-Kreutzer, Margrit und
Declan Kennedy (beide Professoren für Architektur mit besonderem Interesse
an Permakultur) und die Brüder Christian und Rolf Benzin. Bis auf Christian
und Rolf leben alle noch im Lebensgarten.
Wovon leben die Bewohner des Lebensgartens Steyerberg?
Es gibt zur Zeit keine gemeinsame Ökonomie, d. h. im Lebensgarten ist jeder/jede
für seinen/ihren Lebensunterhalt selbst verantwortlich.
Zur Zt. gibt es ca. 35 Arbeitsplätze innerhalb der Gemeinschaft
(einschliesslich der Seminarleiter, die auch ausserhalb arbeiten). 25
LebensgärtnerInnen arbeiten ausserhalb (vom Krankengymnasten bis zur
Architektur-Professorin, der medizinische und soziale Bereich überwiegt).
Der Rest hat andere Einkommensquellen.
Gibt es bei Euch irgendwelche Gurus oder Chefs?
Nein, gibt es bei uns nicht! Wir haben keine Gurus oder Chefs und auch kein
gemeinsames Glaubensbekenntnis.
Wir achten alle spirituellen Wege, da wir gauben, daß es viele Wege zu Gott
gibt. In der Gemeinschaft unterstützen wir Menschen darin, spirituelle
Qualitäten in unsere und ihre tägliche Arbeit und unser gemeinsames
Miteinander einfließen zu lassen.
Alle Entscheidungen, welche die Gemeinschaft betreffen, werden im
Lebensgarten durch die Versammlung der aktiven MitgliederInnen getroffen.
Diese Versammlung findet mindestens einmal im Monat statt. Wir streben, bei
allen wichtigen Entscheidungen Konsens an. Ausführendes Organ der
Gemeinschaft ist der Vereins-Vorstand, der aus 6 bis 8 Mitgliedern des
Vereins besteht.
Was ist das Lebensgarten Seminar-Programm?
In unserem halbjährlich erscheinenden Seminarprogramm bieten wir Seminare
und Ausbildungen an zu Themen wie Zen-Meditation, Selbsterfahrung, TaiChi,
Musik-Therapie und Singen, Schamanismus, Blütenessenzen, Lebendiges Lernen
(Suggestopädie), Streitmittlung (Mediation) u. a.. Die Länge der
Veranstaltungen variiert von Wochenendseminaren bis hin zu Ausbildungen über
30 Tage.
Was ist der ökologische Aspekt des Lebensgartens?
Bei der Renovierung der Gemeinschaftsgebäude und auch in den meisten
privaten Häusern haben wir soweit als möglich baubiologische Produkte
(Lacke, Zellulose-Flocken usw.) verwandt. Ein Mitglied des Lebensgartens
nutzte die durch diesen Baustoffbedarf erworbene Sachkenntnis zur Gründung
eines Fachgeschäfts für baubiologische Produkte.
Weiterhin betreiben wir in unserem zentralen Gemeinschaftsgebäude
zwei Warmwasser-Solaranlagen, zwei Solaranlagen zur Stromproduktion mit
daran angeschloßener Solartankstelle und ein Blockheizkraftwerk, einer
öffentlichen Ausstellung dazu (finanziert von der Ikea-Stiftung). Diese
Anlage besteht aus einem gasbetriebenen, stationären Verbrennungs-Motor, der
gleichzeitig Strom und Heizwärme produziert.
Seid ihr Teil eines Netzwerks o. ä.?
Wir sind ein Teil des
"Global Eco-Village Network",
welches durch die dänische Stiftung Gaia Trust zum
Zwecke des weltweiten Infomationsaustauschs zwischen Ökodörfern (und an
diesem Thema interessierten Menschen) ins Leben gerufen wurde. Außerdem
stehen wir im Austausch mit etlichen Gemeinschaften in Deutschland und der
ganzen Welt.
Homepage vom "Lebensgarten Steyerberg"
Zurück zu Home
|
|
|