Alternative Lebensformen

   


Vision einer vollkommenen Gesellschaft

Ich habe die Vision einer Gesellschaft mit den folgenden Eigenschaften:

  • Arbeit ist auf wenige Stunden in der Woche begrenzt. Die technischen Möglichkeiten bestehen zweifellos dazu bereits, alleine, es fehlt der Wille. (Es bleibt natürlich jedem überlassen, in seiner reichlich vorhandenen Freizeit Sinnvolles und Kreatives zu schaffen.) Diese "Arbeit" verdient den Namen fast nicht, denn durch die Anwendung zeitgemäßer Managementmethoden ist das Hauptziel die Entwicklung jeder Person, die im Unternehmen beschäftigt ist. Davon ausgehend wird eine unglaubliche Motivation und Kreativität freigesetzt, mit der vieles in sehr wenig Zeit erreicht wird.

  • Das Fehlen des täglichen Arbeitsfrusts führt zu niedrigerem Konsum, mit dessen "Sekundärgewinnen" (nach NLP) der frustrierte Arbeiter bisher versucht hat, "Erfüllung" zu finden. Die Erfüllung findet er jetzt in seiner Arbeit und durch die Tätigkeiten in seiner Freizeit.

  • Durch die Abschaffung von Guthabenzinsen (siehe auch unter Silvio Gesell) sinken die Preise um im Schnitt 35 - 40 %, bei Mieten um ca. 70 %, bei öffentlichen Gebühren ebenfalls um mehr als die Hälfte.

  • Eine hohe Ethik in Wirtschaft und Politik führt dazu, dass eine Einkommensteuer von pauschal 10 % ausreicht. Andere Steuern werden als reines Reglementierungsinstrument erhoben (z.B. Öko-Steuer, Tabaksteuer), nicht aus dem Bedürfnis nach zusätzlichen Steuereinnahmen.

  • Dieselbe hohe Ethik ist für eine Wirtschaft verantwortlich, die lebensgerechte statt lebensfeindlicher Technik produziert.

Wer würde nicht von einer solchen Gesellschaft träumen? Warum haben wir diese nicht bereits realisiert, obwohl alle Mittel, alles Wissen dazu vorhanden sind?

Dies mag verschiedene Gründe haben.

  • Viele haben wohl bereits resigniert, wirkliche Veränderungen in der Gesellschaft herbeiführen zu können. Beispiele sind ein Schulsystem, von dem seit langem bekannt ist, dass es die Schüler mehr vom Lernen abhält als sie dazu zu motivieren - ja, eine Studie zeigt sogar, dass das Potential der Schüler pro Jahr um 10 % sinkt; eine Politik, die vor allem an Machterhaltung interessiert ist; ein Wirtschaftssystem, das von den ganz Großen dominiert wird, die – teils noch mit Hilfe staatlicher Subventionen - ihre Gewinne maximieren wollen, während viele kleine Unternehmen ums Überleben kämpfen.

  • Manche haben die Missstände unserer Gesellschaft noch nicht erkannt; Beispiel sind für mich Menschen, die auch nach Jahren unerfüllter Versprechen seitens der Forschung weiterhin an die medizinischen Durchbrüche glauben, statt sich ihrer persönlichen Verantwortung bewusst zu werden.

  • Der wahre Grund dürfte jedoch sein, dass unsere Gesellschaft wohl – wie in vielen Veröffentlichungen, auch mittlerweile verbotenen (!! - das dritte Reich läßt grüßen) wie den "Geheimgesellschaften" von einer kleinen Gruppe von Superreichen und –Mächtigen gesteuert wird (siehe auch unter Psychopolitik). Deren Mittel und Wege, um ihre Macht und ihren Reichtum zu erweitern und zu festigen, reichen bis zum inszenierten Krieg.

Das Merkwürdige dabei ist: selbst die ganz Mächtigen leiden auch unter den Zuständen, die sie geschaffen haben. Ein Vergleich kam mir bei einer kürzlich nötigen Autobahnfahrt mit meinem VW-Bus (normales Reisetempo: 95 km/h). Den Mächtigen (edle, schnelle Autos) nützt all ihre PS-Stärke nicht viel angesichts von Strassen, die von Kleinen und Langsamen (LKW´s, alte, langsame Autos) bevölkert sind, sie sind bestenfalls ein wenig schneller. So sind auch in der realen Welt die Mächtigen von den von ihnen selbst geschaffenen Zuständen betroffen: möglicherweise wäre diejenige medizinische Behandlungsmethode, diejenige Erfindung, diejenige Bewusstseinstechnologie, die auch sie bräuchten, um ihre Krankheit zu heilen, ihren Lebensstandard zu verbessern, dauerhaft glücklich und zufrieden zu leben, bereits verfügbar – wenn, ja wenn nicht der (Er)-Finder in der dritten Welt mit seinem Überleben kämpfen würde, als Genie in unseren (Ver-)Bildungsanstalten gescheitert ist, oder den Verlockungen der Werbung, des Konsums, der Macht oder des Geldes erlegen wäre. Die Frage ist nun: Gibt es eine Möglichkeit, diese Vision zu erreichen? Und wenn ja, welche?

Dies möchte ich hier zur Diskussion stellen. Wer immer sich daran beteiligen möchte, dessen Beitrag wird hier veröffentlicht. Senden Sie also ein im HTML-Format formatiertes Dokument an: Stephan.Petrowitsch@gmx.de

Ich möchte hier einen Anfang machen:

Man könnte sich an wirklich erfolgreichen, gleichzeitig gewaltlosen Vorbildern ein Beispiel nehmen: der Befreiung Indiens durch den gewaltlosen Widerstand, wie er von Mahatma Gandhi gelehrt wurde. Auch beim Mauerfall können wir ähnliches beobachten. Eine Idee, deren Zeit gekommen ist, ersetzt durch eine große Anzahl konsequent Handelnder eine überkommene Einrichtung.

Wie wäre es nun möglich, das gegenwärtige Geldsystem in ein Zinsfreies zu verwandeln, eine politische und wirtschaftliche Macht zu schaffen mit hohen ethischen Grundsätzen, Möglichkeiten zur Entwicklung in den Unternehmen zu erreichen statt des skrupellosen Versuchs der Gewinnmaximierung, der jedoch meist eine Ausbeutung von Arbeitskräften mit vergleichbar bescheidener Ausbeute darstellt?

  • Der einfachste Punkt wäre derjenige der ethisch hochstehenden Wirtschaft, die den Menschen Möglichkeiten bietet. Alle Arbeitgeber, Firmenchefs, Geschäftsführer, die sich mit dieser Gesellschaftsvision identifizieren, könnten sofort ihr Unternehmen in ein "modernes Unternehmen" verwandeln, und damit auch ihren Marktanteil erhöhen. Eine Erhöhung der Macht und des Einflusses ethischer Menschen wäre die Folge.

  • Der politische Faktor ist schon nicht mehr so einfach. Unter Antaris findet sich ein Politologe, der dieses beabsichtigt; aus seiner Homepage ist jedoch mittlerweile eine starke Resignation herauszuhören (darüberhinaus höre ich aus einem umfangreichen Mail-Wechsel mit ihm Aggressivität, Dogmatik und Gewaltbereitschaft heraus - keine gute Voraussetzung für seine Ziele). Das Problem ist hierbei, dass Politiker sehr schnell angreifbar, erpressbar sind. Während eine große Masse, die ihren Weg geht, kaum aufzuhalten ist, sind einzelne Personen schnell beeinflusst oder beseitigt (siehe John F. Kennedy, ...) Interessant ist, dass nach der Seite Kommisarische Reichs-Regierung seit dem Fall der Mauer die Bundesrepublik Deutschland nicht mehr der legitimierte Vertreter des Deutschen Volkes ist. Vielmehr ist die Rechtslage dergestalt, dass das Deutsche Reich in seinen Grenzen vor dem 2. Weltkrieg weiterbesteht. Was bedeutet dies: Möglicherweise war niemals in der Geschichte die Gelegenheit so günstig, den gesamten Staatsapparat durch einen ethisch Hochstehenden zu ersetzen.

  • Es bleibt die Verwicklung der einzelnen Menschen in die herkömmliche Gesellschaft, angefangen vom Arbeitsplatz über das/die gemietete / gekaufte Haus/Wohnung bis zur Steuerpflicht. Das Arbeitsplatzproblem würde sich wohl relativ schnell durch die Verwirklichung des ersten Punktes erledigen: die modernen Unternehmen würden einer immer größeren Anzahl an Menschen Arbeit bieten können. Die Menschen könnten diesen Vorgang beschleunigen, indem sie ihren nötigen Konsum weitgehend auf diese Unternehmen begrenzen würden.

  • Schwieriger ist wohl die Verwicklung mit Steuerpflicht und Vermögen. Möglich wäre mit relativ einfachen, legalen Mitteln das Auslagern der persönlichen Vermögenswerte in nicht-zugreifbare rechtliche Konstruktionen, während der persönliche Offenbarungseid mit der bisherigen Vergangenheit bricht. Das Vermögen bleibt, um es sinnvoll zu investieren und damit den Gesellschaftswandel herbeizuführen, die nicht-ethischen Gläubiger gehen leer aus. Auch der künftige Verdienst in modernen Unternehmen wird über diese rechtliche Konstruktion abgewickelt; was bleibt, ist die unnötig hohe Steuerpflicht. Die Frage, die jeder für sich beantworten müsste, wäre: ist dieses Vorgehen ethisch vertretbar? Sprich: heiligt der Zweck die Mittel? (Zu bedenken ist dabei, was (möglicherweise) mit der weiteren Finanzierung nicht-ethischer Gläubiger unterstützt wird: Fehlinformationen, Krieg, Ausbeutung von Natur und Menschen, Verschmutzung der Umwelt, millionenfache Todesfälle durch die Unterdrückung wichtiges medizinischer Informationen, etc.)

Dies ist nur ein schnell erstellter Entwurf, der wohl noch deutlich genauer spezifiziert und ausgearbeitet werden kann. Wer immer ergänzende oder vollkommen andere Ideen hat, ist herzlich eingeladen, mitzuwirken.




Ralf fotodesignteam@aol.com schreibt im Juli 2003 dazu:

Hallo und schönen guten Tag,

ganz nett was ich da so lese, habe den Eindruck, dass viele in diese Richtungen denken.

Wie man das erreichen kann? Ich denke durch Gemeinsamkeit. Wenn vielen erst das alles bewußt wird - man sollte das bewußte Sein ändern. Und vor allem fehlt es enorm an den Informationen. Und dann hat man vielleicht eine Möglichkeit einiges zu ändern, kommt aber an den Punkt wo es der Mithilfe, der Zusammenarbeit bedarf - und daran scheitert es dann.

in diesem Sinne

Ach - ja, ich bin auf der Suche nach Menschen mit dem bewußten Sein, Menschen die erkannt haben was das wahre Leben ist, um mit diesen Menschen großartige Werke für die anderen Menschen zu schaffen. Menschen mit dem Bewußten selbst, die all diese Eigenschaften in sich tragen: Selbstbewußtsein, Herz, Liebe, Wärme, Frieden, Ruhe, Freundlichkeit, Ehrlichkeit, Idealisten, Kreativ, Verständnis, Inspirierend,Optimisten, Visionäre, Wissend, Flexibel, Gierig auf was Neues

Die großen Werke, sind die jetzt schon von Bedeutung? Eine Sache habe ich gerade weitergegeben, und für dieses Werk suche ich eben Menschen wie oben genannt. Der Grundgedanke steht, alles andere ergibt sich, wenn diese Menschen beisammen sind, denn jeder von Ihnen hat soviel Potiential, dass das ganze wie eine Rakete abgeht. Da brauch ich doch keine Ausarbeitung und viele quälende Gedanken. Die Menschen können aus jedem Bereich kommen, das Wissen was sie angesammelt haben die letzten Jahre kann nur dienlich sein.

Meinen Beitrag wolltest Du wissen - zu was? Zu den Werken oder allgemein?

In meinem Umfeld, schätzt man es, dass ich viele Dinge so klar rüber bringen kann, vor allem spielt bei vielen die Angst eine entscheidende Rolle. Es wäre mal der Versuch wert, ob dies auch via Mail machbar wäre. Den Menschen etwas klarer zu machen, wie es sich mit der Angst verhält. Da ich es hier so handhabe, dass es auf Spendenbasis läuft, sprich man gibt das was es einem Wert ist, würde ich das genauso im im Netz machen.

Ich habe da die letzten Tage einen Einfall gehabt, da ich einige andere Dinge zu tun habe, suche ich diesbezüglich jemanden, der das ganze etwas ausbaut und voran bringt. Es geht um das Lachen.

Sonnige Grüße vom Bodensee

Bin für jede Unterstützung unendlich Dankbar




Hans Mack Hans.Mack@web.de schreibt im November 2003 dazu:

Hallo Stephan,

bei einer Internetsuche bin ich auf www.diealternativen.de und dort auf deinen Beitrag gestossen, den ich sehr gut finde.
Du schreibst: Die Frage ist nun: Gibt es eine Möglichkeit, diese Vision zu erreichen? Und wenn ja, welche?

Ich finde dass alleine diese Frage schon ein Teil der Antwort wäre, wenn sie allgemein bekannt und verfügbar gestellt werden würde.

Ich meine damit, dass ein Ideenwettbewerb zu einer Alternative fehlt und dringend nötig wäre, in der dann all die verschiedenen Ideen zu einer besseren Welt, die in Schubladen verrotten oder von Lobbyisten blockiert werden synergetisch zusammenwirken und an einer gemeinsamen Verknüpfung arbeiten.

Diese oft absurde Welt, die von Angst und Gewalt gesteuert wird ("das System"), ist komplex und auch eine funktionierende "Anderswelt" (ein "alternatives ästhetisches System") müsste komplex sein, d.h. es müsste eine Vielzahl von Lösungsideen auf verschiedenen Ebenen (sozial, pädagogisch, Architektur, Psyche/Selbstbild-Weltbild, Freizeit-Arbeits-Modell, Energietechnik...) miteinander verknüpfen.

Da aber diese Lösungen zu dem gegebenem System in einer Art Widerspruch stehen, entsteht ein Absorptionsprozess ("Tropfen auf dem heissen Stein"), wenn diese Alternative ohne Schutz in der "normalen" Realität aufgebaut wird. Ich plädiere hier also dafür, diese Projekte in einem geschütztem "Laboratorium" aufzubauen.
In diesem Bereich müssten unter anderem auch alternative soziale Regeln gelten, die aber ihrerseits ohne Zwang bzw. Heuchelei lebbar sein müssten.
Auch wäre es aus obigen Gründen wohl nötig, ein ganzes Gelände, zumindest eine art Dorf (mit einer Mauer drum herum) verfügbar zu haben und dies verteuert das Ganze schon erheblich. Dass der Staat für praktische Friedensforschung kaum zahlt, dürfte bekannt sein. Wer investiert schon in Visionen und Utopien, wenn das Geld schon fehlt, um das vorherrschende System (mit seinem Bürokratenapparat, Gefängnissen, Rüstung...) einigermassen tragbar aufrecht zu halten.
Es gibt zwar schon Alternativen (z.B. das ZEGG oder Tamera), meiner Meinung treten die jedoch auf der Stelle durch ihre Flucht vor äusserer und innerer Kritik, anstatt diese zur Verbesserung dankbar zu nutzen

Wir bräuchten also eine Art Stiftung Warentest, eine wirkliche Wissenschaftlichkeit, die solche Ideen aus verschiedenen Alternativbereichen auf ihre Tauglichkeit testet und die darüberhinaus Lösungen auflistet und breit und öffentlich verfügbar publiziert. Jedoch zuallererst bräuchten wir eine Instanz des Ideenwettbewerbs, die neue Ideen belohnt und "ansaugt", anstatt wie es bisher allgemein üblich ist ignoriert oder gar bekämpft.
Dabei ist zu bedenken, dass auch die richtig guten Ideen (wie beim Brainstorming üblich) am Anfang immer verrückt klingen, da sie eben neu sind.
Nebenbei bemerkt gibt es kein normal (wie ein Blick in die Zeitung zeigt), da die seltsamsten Verrücktheiten uns oft als völlig normal verkauft werden.

Ich arbeite als Kabarettist und Schauspiellehrer und beschäftige mich auch mit Philosophie und praktischer Friedensforschung.
Ich arbeite nebenbei an der Verknüpfung von 2 Fachbereichen: der Schauspielkunst und der aktuellen Kommunikationswissenschaft (Konstruktivismus) und möchte ein diesbezügliches praktisches Friedensforschungsprojekt starten. "Projekt Realtheater" (siehe www.radikaler-konstruktivismus.de). Mit diesem Projekt sehe ich eine reale Möglichkeit diese Friedensvision zu erreichen! - Deshalb meine Antwort hier auf deine Frage: Gibt es eine Möglichkeit, diese Vision zu erreichen? Und wenn ja, welche?
Mir ist durchaus bewusst, dass alleine die Behauptung so etwas zu sehen und völlig ernsthaft das Gelingen für möglich zu halten völlig durchgeknallt klingt - allerdings sicher kann natürlich auch ich erst sein, wenn es dieses Projekt schon gäbe und wenn es sich mit positivem Ausgang als machbar erweist. Bis dahin bleibt es natürlich eine Hypothese. Tja, und ich ärgere mich, dass niemand sich für diesbezügliche neue Ideen interessiert oder gar Gelder dafür locker macht... aber deshalb arbeite ich ja auch als Kabarettist...

Gruss

Hans

www.hans-mack.de




Jörg Erdmann geratop2000@t-online.de schreibt im Juli 2004 dazu:

Lieber Stephan Petrowitsch,

Diese von Ihnen angesprochene Vision ist meiner Meinung nach eine Realität, die jeder für sich persönlich entscheiden muss, kann und sollte. Die Grenze des natürlich angeborenen Egoismus ist von diesem Staat willkürlich manipuliert worden und "Sozialismus" ist gestohlene Selbstverantwortung. Selbstverantwortung aber ist ein Geburtsrecht. Und damit ergibt sich die Antwort auf eine reale Vision. Sie lautet ganz einfach "Ausstieg". Ähnlich wie der von Anne Donath.
Ich bin schon ein paarmal auf ihren Seiten gewesen und habe sie auch zu meinen "Favoriten" hinzugefügt. Da ich Informationen und Wissen zu meinem persönlichen Selbstschutz anwende, bin ich zu dem Schluss gekommen, dass nicht nur Andersdenkende mir gar nicht schaden können, sondern dieser ganze Staat nicht, will er nicht selbst straffällig werden. (Die Tatsachen dazu lassen wir hier einmal dahingestellt.) Ich bin auch von meiner letzten Beziehung deshalb mit "Wahn" und "Extrem" bezeichnet worden. Denke aber, dass dies halb so schlimm ist, solange ich ja nicht alleine so denke und unter Umständen, oder besser zum Glück, mit dieser Einstellung auch noch Geld verdienen kann ohne jemandem zu schaden. Nein, ganz im Gegenteil.
Um das Ganze ein wenig verständlicher zu machen: Warum betrachtet nicht einfach jeder diesen Staat als einen riesigen Verein mit über 80 Millionen Mitgliedern. Mit allen Strukturen die ein Verein so hat. Über den Vorsitzenden, den Kassenwart ect. pp. Was aber macht ein Mitglied, der mit seinem Verein nicht mehr zufrieden ist, der keine Angebote mehr bekommt, wo die Beiträge zu hoch sind und wo man den Vorsitzenden nicht einfach abwählen kann, weil er sich mehr und mehr als überflüssig erweist? Ja, ich gehe sogar noch weiter: Wo sogar die "Satzung" überarbeitet werden müsste, eben weil sie den Bedürfnissen der Mitglieder nicht mehr gerecht ist, die Rahmenbedingungen ständig verschlechtert ohne plausible Alternativen oder akzeptable Lösungen zu bieten und nur der Individualität und der persönlichen Förderung schadet? (In unserem Staate gibt es noch nicht einmal so eine "Satzung"). Die Ausführungen könnten hier noch viel weiter gehen und jeder weiss was ich meine. Die Antwort aber ist doch ziemlich einfach: Dieses Mitglied tritt aus diesem Verein einfach aus! Und genau das ist für jeden möglich. Er muss sich nur mit seiner eigenen Vision anfreunden. Denn seine "Angst" die ihn vielleicht davon abhalten könnte, lässt sich ganz einfach in den Griff bekommen, eben mit dem "Wissen", wohlgemerkt "Wissen": Ich befinde mich in einem Verein und kann jederzeit austreten.
Wenn alle darüber nachdenken, das dieser "Verein" seine Aufgaben nicht mehr erfüllen kann, dann wird er überflüssig und damit hätte sich die Vision erfüllt. Ich höre jetzt schon die "Ja-Aber-Sager". Nein, es ist falsch, das führt keinesfalls zur Anarchie. Denn dann sind wir unseren Geburtsrechten wieder ein Stück näher. Dem Geburtsrecht auf Autonomie und Selbstbestimmung. Was die Ordnung angeht, darüber brauchen wir uns keine Sorgen zu machen. Das steht uns auch gar nicht zu. Denn das ist schon geregelt und kann nicht noch besser geregelt werden. Das übernimmt die Natur.

(Anm. des Autors von www.diealternativen.de: Der Satz "Er muss sich nur mit seiner eigenen Vision anfreunden." gefällt mir besonders gut. Nicht umsonst heißt mein im September erscheinendes Buch, das man hier bestellen kann, "Die Kraft gelebter Visionen".


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