Gesundheit

   


Rohkost-Ernährung

Übersicht:
Warum Rohkost?
Körpermerkmale
Religion
Geistige / ethische Aspekte
Natürliche Lebensführung
Natürliches Leben
Natürliche Lebensmittel
Obst und Nahrungsergänzungen
Gemüse
Salate / Kräuter
Getränke








Warum Rohkost?

Müssen wir uns zunächst die Frage stellen, was Rohkost eigentlich ist? Ist Rohkost nur natürliche, pflanzliche Ernährung? Da jeder Mensch durch seine Umgebung, die Umstände, in denen er aufgewachsen ist und lebt sowie nicht zuletzt die Werbung deutlich geprägt ist, ist es hier wohl nötig, diese Aussage genau zu erläutern.

Natürlich  ist alles, was genau so in der Natur vorkommt und artgerechterweise von einer Gattung verzehrt wird in diesem Fall vom Menschen. Da der Mensch von seinem körperlichen Aufbau sowieso nur ein (vom Baum heruntergekommener) Affe ist, ist er rein stammesgeschichtlich dazu prädestiniert, Obst, Gemüse, Nüsse, Salate, Kräuter und Wasser zu sich zu nehmen. Da dieser zum Mensch gewandelte Affe (Charles Darwin) seinen natürlichen Lebensraum der üppigen Vegetation verlassen hat, neigte er zwangsläufig dazu, zum Jäger zu werden und Tiere als Ersatz zu jagen. Es bleibt jedoch, daß die natürlichen Früchte innerhalb seines Lebensraumes, der von ihm wahrgenommen werden kann (ohne moderne Verkehrsmittel), am vortrefflichsten für seine Ernährung geeignet sind. Auch die Südfrüchte sind nicht mehr natürlich, denn sie wurden unreif geerntet, für den Transport mit chemischen Stoffen behandelt und synthetisch nachgereift. Die wesentliche Energie, die Vitamine in Früchten entstehen läßt, ist die Sonne, die nicht nur symbolisch in der Tradition der Menschheit eine lebensspendende Stellung einnimmt. In Ägypten hatte die Sonne neben der lebensspendenden Nilüberschwemmungen einen so hohen Stellenwert, daß sie zur Gottheit erhoben wurde. Wir modernen Menschen mit unserer hochentwickelten Technik glauben, ohne Schaden für unsere Gesundheit natürliche Mechanismen des Wachsens und Reifens außer Kraft setzen zu können. Dem ist gegenüberzustellen, daß die Pharmaindustrie heutzutage nicht nur mit ihrer wirtschaftlichen Macht, sondern mit ihren Produkten ein lebensbestimmender Faktor ist, sie erhebt sich beinahe selbst zur Gottheit, über eine von ihr bereits abhängige Menschheit.

Der Fremdbestimmung durch die Pharmaindustrie zu entkommen, ist nur durch eine natürliche Lebensweise möglich. Es ist für jeden Menschen möglich, an relativ frisches Obst, Gemüse, Salate und Nüsse zu gelangen. Wie streng der einzelne dann die Natürlichkeit nimmt, d. h. ob Sie jeweils nur eine Frucht essen oder verschiedene Früchte kombinieren, ob Sie einen Salat mit Essig und Öl anmachen oder ob Sie ihn pur essen, diese Frage müssen Sie für sich selbst entscheiden. Hier wird wohl auch Ihr Körper Ihnen früher oder später Signale geben, die Ihnen zeigen, was gut für Sie ist - doch dazu später mehr.

Hier nun spätestens drängt sich die Frage auf: Kann man tatsächlich ohne Fleisch, Fisch, Eier, Milch, Kochkost überleben? Lassen Sie mich daher diese Frage unter verschiedenen Aspekten behandeln.


Übersicht

1.  Körpermerkmale

Dieser Abschnitt zeigt die körperlichen Merkmale, die den Menschen eindeutig zum Früchteesser machen. Die Übersicht wurde den Lebenskunde-Studienbriefen entnommen.

Körpermerkmale verschiedener Tierarten
Fleischfresser Allesfresser Grasfresser Menschenaffen & Menschen
Ringförmige Plazenta Plazenta ohne Uterusschleimhaut scheibenförmig Plazenta
Vier Füße Zwei Hände
Zwei Füße
Krallen Hufe Hufe (Paarhufer) Flache Nägel
Laufen auf allen vieren Läuft aufrecht
Haben Schwänze Kein Schwanz
Augen blicken seitwärts Augen nach vorn gerichtet
Porenlose Haut Haut mit Poren Haut mit Poren
(außer Dickhäuter)
Millionen von Poren
Schwach entwickelte Schneidezähne Sehr gut entwickelte Schneidezähne Mahlzähne Gut entwickelte Schneidezähne
Spitze Backenzähne Höckrige Backenzähne Mahlzähne Stumpfe Backenzähne
Gebißaufbau
5 bis 8.1.6.1.5 bis 8
5 bis 8.1.6.1.5 bis 8
Gebißaufbau
8.1.2 bis 3.1.8
8.1.2 bis 3.1.8
Gebißaufbau
6.0.0.0.6
6.1.6.1.6
Gebißaufbau
5.1.4.1.5
5.1.4.1.5
Kleine Speicheldrüsen Gut entwickelte Speicheldrüsen
Speichel und Urin
reagieren sauer
Saurer Speichel und Urin Speichel und Urin
haben alkal. Charakter
Speichel und Urin
reagieren alkalisch
Rauhe Zunge Glatte Zunge
Brustwarzen am Unterleib Milchdrüsen an der Brust
Einfacher, rundlicher Magen Dreigeteilter Magen
(manchmal viergeteilt)
Magen + Zwölffingerdarm
(als zweiter Magen)
Verdauungstrakt hat die dreifache Körperlänge Verdauungstrakt hat die zehnfache Körperlänge Verdauungstrakt differiert, normalerweise zehnfache Körperlänge Verdauungstrakt hat die zwölffache Körperlänge
Glatter Dickdarm Därme glatt und gewunden Dickdarm gewunden

Von seiner ganzen Körperstruktur (schwerpunktartig Kau- und Verdauungsorgane) ist also der Mensch darauf ausgelegt, kein Fleisch und kein Gras zu essen. Vielmehr ist er in allen Merkmalen den Menschenaffen, die sich hauptsächlich von Früchten ernähren, äußerst ähnlich bzw. sogar vollkommen gleich. Auch in seiner physiologischen Ausstattung für ein Fluchtverhalten ähnelt der Mensch mehr den Menschenaffen als sonst irgendeinem anderen Lebewesen. Daß diese Früchte möglichst roh gegessen werden sollten, folgt einfach daraus, daß auch kein Tier kocht, und das Kochen erst für einen relativ kurzen Zeitraum der Evolution bekannt ist (ca. 10.000 - 100.000 Jahre). Wenn Prometheus dem Menschen tatsächlich das Feuer gebracht hat, oder aufgrund welchen Zufalls der Mensch die Erkenntnis gewonnen hatte, das Feuer zum Kochen zu verwenden, ist auch wissenschaftlich noch nicht eindeutig nachgewiesen. Deshalb kann es mit Sicherheit keinen Zweifel daran geben, was die bestimmungsgemäße Nahrung des Menschen ist. Vielmehr muß man die eingangs gestellte Frage umkehren: Kann man so überleben, mit Fleisch, Fisch, Eiern, Milch, Kochkost? - Die Antwort ist eingeschränkt ja. Diese Einschränkung wird dem westlichen Menschen nicht mehr bewußt, da sein Umfeld auf die durch das Essen von Fleisch und gut-bürgerlicher Kost entstehenden Probleme eingestellt ist. Die Medizin (hier Pharmazie) wirbt im Fernsehen für Produkte, die beim übersäuerten Magen helfen, für Leistungsschwäche hilft im Anfangsstadium der Kaffee, in der fortgeschrittenen Belastung das Herztonikum. Folgen in der psychischen Welt sind gesteigerte Aggression oder nur Alpträume. Diese werden zu irgendeinem Zeitpunkt das Arbeitsfeld des Psychologen, in der Endphase des Psychiaters.


Übersicht

2.  Religion

Da dieses Buch im westlichen Kulturkreis entstanden ist und angenommen wird, gehört der größte Teil meiner Leser einer christlichen Konfession an. Dieses Kapitel wird daher aus der Sicht der für mich einzigen gültigen Religion, also von unabhängigen und allgemeingültigen Wahrheiten, die ich für mich persönlich akzeptieren kann, dargestellt. Diese können durch geeignete Methoden (hier sind heute vor allem leider nur mehr in fernöstlichen Lehren dargestellte und gelehrte Meditationstechniken zu nennen) selbst erfahren werden und somit unabhängig von den Glaubenssätzen und Dogmen der verschiedenen Konfessionen. Diese Wahrheiten manifestieren sich vor allem in dem Gebot der Liebe allem gegenüber, welches sich praktisch in jeder Konfession finden läßt. Hier wird nicht begrenzte Sicht der einen oder anderen Konfession betrachtet, die über die Jahrtausende verändert und verwandelt wurde. Beispielhaft ist hier die christliche Konfession:

Was Jesus verkündete, war das Reich Gottes, und was kam, war die Kirche. Alfred Loisy

Jesus, eine als Autorität anerkannte Persönlichkeit, verkündete transzendente, zu erwartende Erfahrungen auf Dauer. Die Folge davon war ein sich institutionell verdichtender Machtkomplex, der ebenso Kriege führte, nach außen und nach innen, wie sie mit jeder anderen Konfession auch zu finden sind.

Wie Professor Nestle berichtet, der als eine Autorität auf dem Gebiet der Kirchengeschichte und der Urtexte der Evangelien angesehen wird, wurde der Text der Heiligen Schrift durch Correctores  nach dem Konzil von Nicäa 325 nach Christus im Sinne dessen korrigiert, was als strenggläubig richtig betrachtet wurde. Dabei wurden vor allem die Stellen entfernt, die den Tierschutz, die Wiedergeburt sowie Aussagen zur Reinheit der Ernährung sowie deren Wechselwirkung auf Seele und Geist betreffen. Deshalb werde ich auch mittels Stellen aus dem Evangelium des vollkommenen Lebens   argumentieren. Dieses wurde kurz vor seiner Übersetzung aus dem aramäischen Urtext im Jahre 1901 in einem Kloster in Tibet gefunden wurde. Ebenso wird dieses Buch auf Stellen des Friedensevangeliums der Essener  eingehen, das ca. 2000 Jahre alt ist. Die Essener waren eine Gemeinschaft zur Zeit Jesu, mit denen Jesus sehr vertraut war und bei denen er geraume Zeit lebte.

Sie waren eine kleine Gruppe von Menschen, die eine sehr natürliche Lebensführung pflegten. Sie handelten nach dem altbekannten Prinzip: Der Mensch ist, was er ißt.  Dies bedeutete für sie auch, keine erhitzten oder gefrorenen Nahrungsmittel zu sich zu nehmen. Selbstverständlich war in ihren Kreisen die Nahrungsaufnahme von Fleisch verpönt. Wörtlich sagt Jesus über die Ernährung, die wir zu uns nehmen sollen, in diesem Friedensevangelium folgendes:

Außerdem wird uns in diesem Buch auch klar und deutlich gesagt, wie wir essen sollen, und wann wir nicht essen sollten:

Kocht nicht, noch mischt alle Dinge miteinander, damit eure Eingeweide keine dampfenden Sümpfe werden. Denn ich sage euch, dies ist in den Augen des Herrn abscheulich ... Denn wahrlich, ich sage euch, wenn ihr alle Arten von Nahrung in eurem Körper vermischt, dann wird der Friede eures Körpers aufhören, und ein endloser Krieg wird in euch wüten. Und er wird ausgelöscht werden ... Und wenn ihr eßt, eßt nie bis zur Völle.  ... Atmet tief und lang bei allen euren Mahlzeiten, ... Und kaut eure Nahrung gut ... Und eßt langsam, als ob es ein Gebet sei, das ihr dem Herrn widmet ... denn alles, was ihr in Traurigkeit, oder in Ärger, oder ohne Wunsch eßt, wird Gift in eurem Körper.

Daß Jesus den Essenern angehörte, wird jedoch von manchem Kirchenmann bestritten, um nicht zugeben zu müssen, daß die vegetarische Ernährung von Jesus empfohlen wurde. Die Tatsache, daß beim Pascha-Mahl ein Mann zum Brunnen ging und Wasser holte, weist jedoch eindeutig darauf hin, daß dies stimmt. Denn bei allen anderen Gemeinschaften der damaligen jüdischen Gesellschaft war das Wasserholen eine Aufgabe der Frau.

Den zweifelnden Anhängern der beiden großen Amtskirchen muß ein Zitat vorgehalten werden, das in jeder christlichen Bibel steht:

Und Gott sprach: Sehet da, ich habe euch gegeben alle Pflanzen, die Samen bringen, auf der ganzen Erde, und alle Bäume mit Früchten, die Samen bringen, zu eurer Speise.

So steht es im I. Buch Mose, Kapitel 1, Vers 29. Doch welche Interpretation maßen sich heute die christlichen Kirchen daraus an! Selbst das Fastengebot  am Freitag ist inzwischen so verwässert, daß kaum noch jemand daran denkt, am Freitag kein Fleisch mehr zu essen. Noch schlimmer, man hat sich angewöhnt, daß der Freitag zum Essen toter Fische verwendet wird. Die Vermehrung in der Bergpredigt (wunderbare Brotvermehrung, es ist keine Rede von Fischen) muß ideell dafür wahrscheinlich herangezogen werden. Kein Wunder, denn auch der Klerus ißt gerne von der Nahrung des Todes (ohne dadurch eine Erkenntnis zu erlangen) - neuzeitlich moralisch unterstützt von der Fleischindustrie, die über den Umweg der DGE (Deutsche Gesellschaft für Ernährung) die ausgewogene   Kost propagiert. Ausgewogene Zusammenstellung ist das Ziel gesunder Ernährung, jedoch innerhalb der Grenzen, die uns die Natur gesetzt hat.

Wenn ein Formel-1-Rennwagen ausgewogen   betankt (= ernährt) wird (wenn dieser Vergleich zugelassen wird), nämlich indem er abwechselnd mit Heizöl, Diesel, Normal, Super verbleit und unverbleit betankt wird, wird er sehr schnell seine Effizienz verlieren, denn er ist für den Hochleistungs-Sprit gebaut, der für diese Sportwagen hergestellt wird.

Analog der Menschen. Wird er ausgewogen  ernährt, nämlich mit Chemie- und Getreidekost, Kochkost, Fleisch, Wurst und anderen unsinnigen Dingen, so verliert auch er sehr schnell seine Effizienz, da der menschliche Körper nur für den Hochleistungs-Sprit  vegetarische Rohkost gebaut ist. Der Versuch der Kompensation, um die Folgen der so nachteiligen Ernährung zu eliminieren, bedeutet aufwendige Kuren an sich geschehen zu lassen und Medikamente einzunehmen. Trotzdem verfällt der Körper vorzeitig, siecht letztlich synthetisch am Leben gehalten dahin, bis er aufwendigst einer unnatürlichen Kompostierung zugeführt wird.

Wir werden letztlich, durch unsere Ernährung bedingt, tatsächlich früher älter. Viele Berufsgruppen wie z.B. Flugzeugpiloten, Polizeibeamte, Lehrer an höheren Schulen und militärische Führungskräfte haben die Möglichkeit, viele Jahre vor der allgemeinen beruflichen Altersgrenze ganz legal in Ruhestand zu gehen. Zwei Mediziner drücken dies in drastischer Weise aus:

Wir sind auf dem besten Weg, die Erde in ein einziges Alters- und Siecherheim zu verwandeln! Dr. Med. Hass

Der biologische Verfall der Zivilisationsvölker hat ein Ausmaß und ein Tempo erreicht, wie wir es noch vor einem Jahrzehnt nicht für möglich hielten! Prof. Dr. med. Kötschau

Viele Kirchenmänner argumentieren gerne mit dem Satz Nicht das, was in den Mund hineinkommt, macht den Menschen unrein   (Matthäus, 15, 11), um nicht auf ihre krankmachende Kost verzichten zu müssen. Im Evangelium des vollkommenen Lebens   das nicht von Correctores  verändert werden konnte, hört sich das jedoch ganz anders an: Nicht allein unreine Sachen, welche in den Körper eingehen, verunreinigen den Menschen, als vielmehr die üblen und unreinen Gedanken, welche sie aus ihren Herzen ausgießen, verunreinigen den inneren Menschen und ebenso die anderen. Darum beherrscht eure Gedanken und reinigt eure Herzen und lasset eure Nahrung rein sein.

Nicht nur Jesus hat die vegetarische Rohkost propagiert, auch Clemens von Alexandrien (150 - 220 n. Chr.), der Stifter der theologischen Schule von Alexandrien wies darauf hin: Unter den Nahrungsmitteln sind diejenigen vorzuziehen, welche ohne die Anwendung des Feuers unmittelbar genossen werden können, denn sie sind stets bereit und die einfachsten. Demgemäß lebte der Apostel Matthäus von Samenkörnern, hartschaligen Früchten und Gemüse ohne Fleisch. Und Johannes, der die Mäßigkeit im äußersten Grade übte, aß Blattknospen und wilden Honig.

Doch nicht nur die christlichen Kirchen haben eigentlich von ihrem  Gott die Weisung erhalten, was man essen sollte, auch Hindus, Buddhisten, Moslems, Anhänger Zarathustras, man kann sagen daß alle Konfessionen Speisegebote kennen, die meist von der Mehrzahl der Anhänger möglichst geflissentlich ignoriert werden. Dabei führt die geistige Entwicklung in erster Linie über einen gesunden Körper, denn der Spruch, den sogar bereits die Griechen des Altertums kannten, Gesunder Geist in einem gesunden Körper  beinhaltet mehr Wahrheit, als die meisten Menschen glauben (wollen).

Ein Sprung in die Neuzeit in ein Land, das noch in Traditionen verhaftet ist, zeigt, wie konsequent dort die Masse nach den Überlieferungen zu leben sucht. Selbstverständlich kann man hier die Armut der Massen als ausschlaggebend anführen. Es nehmen jedoch die überlieferten Lehren, die nicht nur von den Armen eingehalten werden, großen Einfluß. Die Gesetzmäßigkeit des Karmas, sowie der leiblichen Wiedergeburt wurde zwar nach dem Konzil in Konstantinopel auf Veranlassung von Kaiser Justinian im Jahre 538 aus den Urschriften der christlichen Bibel entfernt, in Indien, der Heimat des Hinduismus, das heute noch den größten Anteil an Vegetariern unter den zivilisierten Völkern besitzt, führt das Karma-Gesetz jedoch dazu, daß die meisten Gläubigen nicht töten oder töten lassen, ein natürlicher Vegetarismus also. Zahllose Weise Indiens haben auf die Wichtigkeit des Vegetarismus für Körper, Geist und Seele hingewiesen, unter anderem Mahatma Gandhi, Ramana Maharishi, Paramhansa Yogananda, Rabindranath Tagore in Sadhana (Der Weg der Vollendung), Swami Vivekananda in Bekenntnisse des Hinduismus  sowie die ehemaligen Staatspräsidenten Dr. Rajendra Prasad sowie Vekanta Giri. Auch in der Bhagavad-Gita, der für die Religion Indiens repräsentativen heiligen Schrift, findet sich ein Hinweis auf die vegetarische Rohkost: ... die Gottlosen, die gute Nahrung um der Gier des Magens willen kochen, sündigen, wenn sie sie verzehren. In der Bhagavad-Gita werden die Menschen in drei verschiedene Typen eingeteilt: Der Tama-Mensch, der geistig am wenigsten weit entwickelt ist, der Radja-Mensch, der sich von seinen Trieben leiten läßt, und der Sattwa-Mensch, der in seiner geistigen Entwicklung am höchsten steht. Zwischen diesen drei Grundtypen gibt es selbstverständlich eine endlose Zahl an Zwischenstufen, und jeder Mensch ist in verschiedenen Lebensbereichen unterschiedlich weit entwickelt sein und steht somit in diesen Bereichen auf unterschiedlichen Stufen seiner Entwicklung. Die Energiefeld des Menschen, die Aura, läßt anhand seiner Eigenschaften wie Farbe, Intensität und Ausdehnung Rückschlüsse auf die geistige Entwicklung des Menschen zu. Die bevorzugte Nahrung der jeweiligen Menschentypen steht ebenfalls in dem heiligen Buch: Dreierlei Nahrung gibt es, die verschiedenen Menschen genehm ist. Der Sattwa-Mensch liebt Essen, das Lebenskraft, Stärke und Gesundheit erhöht. Eine solche Ernährung fördert körperliche und geistige Gesundheit. Sie ist saftig, beruhigend, frisch und wohlschmeckend. Der Radja-Mensch bevorzugt bittere, saure, salzige, gepfefferte, brennende Nahrung, die gesundheitsschädigend, Geist und Körper abträglich ist. Der Tama-Mensch genießt schales, abgestandenes, verdorbenes, unreines Essen und ißt gern das, was andere übriglassen.

Man kann davon ausgehen, daß sich in jeder Konfession teilweise mehr oder weniger deutliche Speisegebote finden. Der Gott, der seine ihn Verehrenden liebt, will diese sich ähnlich machen. Daher gestattet er nur Speisen, die das geistige, d.h. die Evolution der Gedankenwelt im Menschen fördern. Da dieser Gott rein ist, in sich geschlossen und in der Vorstellung der Menschen, ist also die Reinheit der Nahrung ebenso wichtig wie die Sprache, das Gebet mit dem Gott. Oder besser, die Sprache mit Gott wird durch die Reinheit der Gedanken überhaupt erst möglich.

Welche Gelegenheit hat der Mensch der heutigen Zeit, in seinen Alltagsbelastungen oder in dem Freiraum dazwischen, über solche Dinge nachzudenken? Die Angst, die heutzutage von verschiedensten Interessengruppen geschürt wird, die Angst vor dem Gott oder den Göttern, Gebote mißachtet zu haben, steht im Hintergrund. Die Angst, wirklich konsequent Änderungen im Leben vornehmen zu müssen, ist einfach vordergründig vorhanden. Kennen Sie die Anstrengungen, die Sie unternehmen müßten, um Ihr Leben in ein sogenanntes sinnvolles  zu wandeln? Wer oder was wäre hierzu ein Kontrollorgan? Dieses Buch sicher nicht, es kann nur Anstöße geben, und zur Aufmerksamkeit anregen.


Übersicht

3.  Geistige / ethische Aspekte

Ein reiner Körper wird Sie zu größerer geistiger Kraft und klarerem Denken führen. Das ist, was in Aussicht gestellt werden kann. Ob Sie diesen reinen Körper erreichen, hängt von Ihnen ab, wie Sie sich von Ihrem Geist leiten lassen. Dazu verbietet es der ethische Aspekt jedem klar denkenden Menschen, sich auf Kosten anderer Lebewesen Krankheiten anzuessen. Denn nichts anderes bewirkt Fleisch- und Wurstverzehr - den unaufhaltsamen körperlichen, geistigen und seelischen Verfall. Sie glauben mir nicht? Sehen Sie bitte, was berühmte und bekannte Menschen der Weltgeschichte dazu sagen:

Tiefste Wahrheiten und letzte Erkenntnisse sind nur jenen Menschen zugänglich, die ihren Körperhaushalt auf Ökonomie, Reinheit und Frische umstellen, am besten durch eine schlichte Ernährung aus lebensfrischen Speisen. Pythagoras

Hier äußerte ein griechischer Mathematiker, der die strenge Vorstellungswelt der geometrischen Definitionen konsequent gefördert hatte, einen geistigen Aspekt seiner Disziplin.

Die Grausamkeit gegen die Tiere und auch die Teilnahmslosigkeit gegenüber ihren Leiden ist eine der schwersten Sünden des Menschengeschlechts; sie ist die Grundlage der menschlichen Verderbtheit! Romain Rolland

Das unfehlbare Kriterium der sittlichen Anlage eines Menschen ist die Art, wie er Tiere, besonders solche niederer Ordnung, behandelt. Denn da meint jeder, vor den Gesetzen der Verantwortung und der Vergiftung sicher zu sein! Karl Heinrich Waggerl

Ich bin (geboren im Jahre 1907) ein sogenannter Vegetarier seit 1881. Seit mehr als einem Vierteljahrhundert lebe und arbeite ich ohne Fleisch, Fisch, Geflügel, Tee, Tabak und Alkohol. Hat ein Beefsteakesser eine höhere Leistungsfähigkeit? Ich glaube, er hat eine niedere. - Abstinenz - Enthaltsamkeit? In diesem Sinne bin ich kein Abstinent und kein Asket, sondern Genießer. - Mir riet allerdings der Arzt einmal: Essen Sie Fleisch, sonst müssen Sie sterben.  Ich tat keines von beiden! George Bernard Shaw

Der Literaturnobelpreisträger setzte sich neben dem Eintreten für sozialistisch geprägte Ideen vor allem gegen gesellschaftliche Heuchelei und religiöse Unduldsamkeit ein. Seine betrachtungsweise des Theaters als moralische Anstalt auch in diesem Zitat zu erkennen.

Ich bin sowohl Vegetarier wie auch leidenschaftlicher Antialkoholiker, weil ich so besseren Gebrauch von meinem Gehirn machen kann. Thomas Edison

So lange es Schlachthöfe gibt, wird es Schlachtfelder geben. Leo Tolstoi

Wahre menschliche Kultur gibt es erst, wenn nicht nur die Menschenfresserei, sondern jeder Fleischgenuß als Kannibalismus gilt! Wilhelm Busch

Gott wünscht, daß wir den Tieren beistehen, wenn sie der Hilfe bedürfen. Ein jedes Wesen in Bedrängnis hat die gleichen Rechte auf Schutz! Franz von Assissi

Die Erfahrungen der Tierwelt machte den einfältigen Bruder Franz zum Heilsförderer der Menschheit.

Liebe die Tiere, liebe jegliches Gewächs und jegliche Dinge! Wenn Du alles liebst, so wird sich Dir das Geheimnis Gottes in allen Dingen offenbaren, und Du wirst schließlich alle Welt mit Liebe umfassen! Dostojewski

Meiner Ansicht nach würde die vegetarische Lebensweise durch ihren rein körperlichen Einfluß auf das Wesen des Menschen einen sehr günstigen Einfluß auf das Los der Menschheit haben. Albert Einstein

Einstein hatte immer nach Begriffszusammenfassungen gesucht. Daß dieser große Denker hier eine wesentliche Problemlösung erkennt, dürfte den überzeugen, der in Wilhelm Busch nur den Humoristen sieht.

Dies ist nur eine kleine Auswahl von Zitaten berühmter Menschen, die sich vegetarisch ernährt haben. Selbstverständlich wird in unserer Gesellschaft nicht hervorgehoben, daß erfolgreiche Athlethen wie z.B. Carl Lewis oder weltbekannte Künstler wie Tina Turner von vegetarischer Kost leben. Wo wollen Sie selbst dies einordnen? In Zufälle, oder in die Folge einer konsequenten Ernährung? Wer will, kann hier den Einfluß vegetarischer Kost auf Körper, Geist und Seele unbestreitbar erkennen. Denn nicht nur diese berühmten Menschen haben beste Erfahrungen damit gemacht, fleischlos zu leben, sondern Sie selbst werden ebenfalls mit hoher Wahrscheinlichkeit sehr positive Erfahrungen damit machen.

Weltverbesserer, noch dazu selbsternannte, sind in unserer Gesellschaft heute nicht erwünscht. Möglichkeiten aufzuzeigen, durch vorbildliches Verhalten, kann ebenfalls Mißgunst erzeugen, da es die gewaltlose Art der Veränderung beinhaltet. Menschliche Gemeinschaften, fälschlicherweise oft als die menschliche Gemeinschaft bezeichnet, reagieren sehr sensibel auf Veränderungen.

Wenn Sie überzeugt sind und auch die Rohkosternährung fördern wollen, müssen Sie sich selbst von einem möglichst hohen Anteil an Rohkost ernähren. Man sollte sich hüten, in den Verdacht zu kommen, zu denen zu gehören, die gegen den Autoverkehr demonstrieren wollen und zu der Demonstration zunächst mit dem Auto anreisen, um zu marschieren.

Zu diesem Abschnitt über die geistigen und ethischen Aspekte durch die Ernährungsumstellung sollte auch der Trendbereich der 90'er Jahre betrachtet werden können, der Umweltschutz, der für die nächsten Jahrzehnte eine der Hauptaufgaben menschlichen Wirkens darstellt. Umweltschutz sollte nicht nur um den Menschen geschehen, sondern im Menschen selbst beginnen. Hügeln (im menschlichen Magen) von verwesenden Kadaverteilen, die von notgedrungen im menschlichen Körper selbst kreierten fleischfressenden, feiner gesagt fleischverdauenden, Bakterien zersetzt werden, vermitteln keine angenehmen Vorstellungen, fallen aber täglich beim Fleischessenden an. Gerade solche Menschen neigen dazu, je bedauernswerter die gefressenen Tierleichen sein mögen (Muscheln, Hummer, Krabben), sich mit feinstem an Stoff, Parfümen, und Statussymbolen zu umgeben. Umweltschutz beginnt auch bei diesen elitären Tierkadaververwertungseinheiten. Schnell überaltet und senil geworden, beginnen diese Menschen dann, auf sich, ihre erworbenen Krankheiten und nicht auf die Umwelt, wie schon in früheren Kapiteln erwähnt, zu achten. Sie bleiben eine Belastung für die Umwelt, und für die Menschen ihrer Umgebung. Der Autor kann in den Verdacht, eine solche Person zu sein nicht kommen. Als jugendlicher Rohkostverwerter hat er genügend Energie, dieses Buch zu verfassen, und seinem nicht nur akademisch angehauchten Beruf nachzugehen, wie jedes sogenannte andere wertvolle Mitglied dieser Gesellschaft auch.

Der Umweltschutz vom Körper bis in seine nähere Peripherie bedeutet, auch ein ausgewogenes Haushalten mit den durch das Essen erworbenen Kräften, um die persönliche Gesundheit mit Erfolg zu sichern. Unsere gesellschaftlichen Verständigungsprämissen Macht, Gewalt und Sex, auf die viele wirtschaftliche und persönliche Beziehungen reduziert werden, sorgen für keine anhaltende Sicherheit des Bestandes der menschlichen Spezies. Umweltschutz bedeutet unter anderem den Verzicht auf Macht über Zerstörenden, Verzicht auf die Gewalt des Tötens, auch Verzicht auf die Sexualität im Übermaß als Energievernichter.

So wurde z.B. die Einführung des Katalysators als großartige Maßnahme zum Umweltschutz gepriesen - leider erwies sich, daß dies nur eine großartige Maßnahme war, um die Gewinne zu vermehren; ein echter Umweltschutzeffekt jedoch nicht damit verbunden war. Im Gegenteil, die Gase, die den Katalysator verlassen, sind weitaus giftiger, als alles, was vorher aus einem Auspuff geströmt war, wie G. Ulmer in Wie gefährlich ist der Katalysator?   darlegt. Seit Einführung des Kat's ist in den USA die Lungenkrebsrate bei Automechanikern um das 10-fache gestiegen. Die Bemühungen des Umweltschutzes führen jedoch oft zu Irritationen. Ein Gegeneffekt zur propagierten Absicht stellt sich überdies noch ein. Überzeugt, nun mit dem Katalysator umweltfreundlicher  Auto zu fahren, tritt der einzelne skrupelloser in das Gaspedal, die Masse fährt besten Gewissens noch mehr mit dem Auto als vorher. Die Menge der Schadstoffe und der schädlichen Einwirkungen erhöht sich damit, der Umsatz der beteiligten Industrieunternehmen ebenfalls.

Was der Mensch in seinem Magen nicht vermag, beginnt er nun als Umweltschutzmaßnahme in seinem Umfeld unter dem Schlagwort Mülltrennung. Auch diese Maßnahme dient nur der Beruhigung des Gewissens von Obrigkeit und der breiten Masse der Bevölkerung. In vielen Fällen werden die vom einzelnen Bürger aufwendig sortierten Abfälle zu Kleindeponien in vor sich hin verrottenden Containerplätzen mit dem Auto transportiert. Um der sinnvollen Trennung wegen wird Energie verschwendet. Das oft versprochene Recycling würde dann zu aufwendig werden und findet deshalb nie statt.

Der einziger Ausweg aus der Müllmisere ist eine komplette Änderung des Konsumverhaltens der Bevölkerung. Eine wirkliche Umweltschutzmaßnahme ist vorbeugend nur dadurch gegeben, daß überflüssige Produkte vermieden oder durch Produkte, die einen wesentlich geringeren Produktionsaufwand erfordern, ersetzt werden.

Der Grund für die Umweltverschmutzung ist der Mensch selbst. Die Vergiftung seines Geistes, Die Verwüstung seiner Seele. Phil Bosmans

So ist es folgerichtig, daß sich mit der Ernährungsumstellung auf Rohkost dann automatisch ein zunehmendes Bewußtsein für den Umweltschutz in Ihrem Denken bildet. Vielleicht ist dies auf die - ob bewußte oder unbewußte - Assoziation der Lebensmittel mit unserer Umwelt zurückzuführen; denn bei Obst, Gemüse und Salaten fragt sich fast jeder, auch der Normalesser, ob es gespritzt oder mit Kunstdünger erzeugt wurde, ob es neben Hauptstraßen gepflanzt und geerntet wurde, und welche Schadstoffe sonst eventuell noch darin sein könnten. Mit diesem Erkennen ist verbunden, daß jeder aus seinem Selbsterhaltungstrieb heraus versuchen wird, die Umwelt möglichst zu schonen, um eine relativ schadstoffreie Kost zu sich nehmen zu können. Bei der sogenannten Normalkost kümmert sich - trotz gesetzlicher Vorschriften der Deklaration von Schadstoffen für den Körper auf der Packung - kaum jemand darum, welche negativen Wirkungen die chemischen Zusätze auf den Körper ausüben. Kein Wunder, daß hier niemand mehr an die Beziehung zwischen Umwelt(verschmutzung) und Ernährung denkt, denn weder Nudeln noch Pizza oder Fleisch lassen irgendeinen Gedanken an die Natur aufkommen.


Übersicht

Natürliche Lebensführung

Ist es möglich, Ihre Vorstellungswelt mit dem Inhalt dieses Zitates in Einklang zu bringen? Um sich um die Dinge kümmern zu können, ohne die unser Leben ohne Sinn und Ziel bleibt, ist es nötig, den Boden zu bereiten, also den Körper gesund, rein und leistungsfähig zu machen oder zu erhalten. Welche Lebensmittel diese Zielsetzung fördern, und welche Umstände zu einer natürlichen Lebensführung gehören, sollte auf den folgenden Seiten gezeigt werden.

Sollten Sie eine Beschränktheit in dem aufgeführten sehen, so mögen Sie über Ihre Kritik hinaus sich aufgerufen fühlen, weitere Möglichkeiten und Ergänzungen einer natürlichen, gesunden Ernährung zu finden. Dem Leser sei zugestanden, in seiner Erfahrungswelt Alternativen zu kennen, die dem Autor verschlossen geblieben sind. Wüßte man es nicht, wer würde dann in einer Kokosnuß der harten Schale wegen den erfrischenden, vitaminreichen Saft der Kokosmilch vermuten? Wer noch dazu genauer beobachtet, weiß seine körperlichen und geistigen Reaktionen auf ein natürliches Essen einzuschätzen. In der Allgemeinkost ist dem Beobachter in seiner Egozentrik nur folgendes bekannt: Wenn er, wie er meint, gut und scharf, Fleisch, Fisch oder Meeresfrüchte  in sich hineingeschlungen hat, zeigt sich der Anschein von Wohlbehagen durch Trägheit solange, bis beim männlichen Esser die Vehemenz des Verdauungsaktes bis an die Prostata heranreicht und er sich nun als Essenz des Gelages dem sexuellen Nachspiel hingeben kann. Ein geistiges Gespräch mit den Essenspartnern, bis es soweit ist, zeugt in der abendländischen Gesellschaft von Niveau.

Die Frage drängt sich auf, nicht nur unter diesem Aspekt, auf was der Normalesser bei der Umstellung auf gesunde Ernährung verzichten muß. Er verzichtet darauf, an einem kollektiven Unsinn teilzunehmen und auf die damit verbundene Anerkennung innerhalb des Kollektivs. Er wird zum Außenseiter, nicht aus Vernunftgründen, sondern einer scheinbaren Eigenart wegen, die intensiv hinterfragt wird. Der Hausarzt als bedeutendes regulatives Wesen wird zunächst akzeptiert, bis die Empfehlung kommt, den Arzt und somit die Therapie zu wechseln, und wieder normal - mit welcher Pharmazie auch immer begleitet - Fleisch zu essen.

Sie gewinnen Unerwartetes, das jetzt nicht so beschrieben werden kann, da Sie als gegebenenfalls Fleischessender keine analogen Begriffe der Beschreibung kennen können.

Wie will man einem Fisch erklären können, was Luft ist, wenn er sein Element des Wassers noch nie verlassen hat: In der Luft gibt es auch Fische, deren Flossen man Flügel nennt, und das Herumschweben in diesem Element als Fliegen bezeichnet wird. Die Luft strömt nicht durch Kiemen, darum werden die Fische auch Vögel genannt. Die Menschen, die in der Luft nicht schwimmen können, jedoch große Sprünge machen, bezeichnet man als Leute, die in diesem Element ganz zu Hause sind: Man sagt zu Ihnen Luftikusse. Mehr kann man über die Luft nicht sagen, da die Wesen, die in der Luft leben, vom Wasser kaum etwas wissen.

Daß es einen Minister für Gesundheit gibt, ist anerkannt, um was er sich alles zu kümmern hat, findet nicht immer Zustimmung. Die Bezeichnung Bundeskrankheitsministerium  wäre angebrachter, wenn man bedenkt, daß dort eigentlich nur die Ströme von Krankheitskosten gelenkt oder umgeleitet werden. Nutznießer dieser Kostenschlangen sind Ärzte und Pharmazieunternehmen, die im heftigen Widerstreit an den Ufern dieser immer mehr mäandrierenden Kostenlawinen lagern. Da es hier nur um Verteilung geht, um Kosten und krankheitserhaltende Substanzen (zugestanden, die körperlichen Belastungen wechseln bei Einnahme von Medikamenten, und es bleibt immer interessant, dem Herrn Doktor zu erzählen, daß es hier nicht mehr schmerzt und dort umso heftiger), so hat man sich daran gewöhnt, daß nach der freundlichen Werbestimme die mahnende folgt: Zu Risiken und Nebenwirkungen lesen Sie die Packungsbeilage und Fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker.  Damit wird akzeptiert, daß es Risiken gibt, und für die Nebenwirkungen hat der Apotheker das nächste Mittel.

Daß dieses System in sich gut funktioniert, zeigen die ständig steigenden Ausgaben für dieses sogenannte Gesundheitswesen. Zur Kostendämpfung trägt jeder bei, d.h. es wird noch teurer.

Die Wissenschaft trägt dazu bei, daß von einer gesunden Lebensführung weggeforscht wird. Zurück zur Natur wäre eine zu einfache, unwissenschaftliche Erkenntnis, die nicht einmal eines Magistergrades würdig wäre. Da wir uns an Mangelerkrankungen schon so gewöhnt haben, finden wir es gerechtfertigt, daß daran erheblich herumgeforscht wird. Es kann einen Menschen nichts schöneres passieren, als daß seine Erkrankung Gegenstand von wissenschaftlichen Forschungen sein kann. Ob dies den Krebserkranten entschädigt, der grundsätzlich in einer Universitätsklinik eine Forschungsnummer erhält, bleibt fraglich.

Es ist für einen Menschen der Jetztzeit - mit ihrer ungeheuer gesteigerten Zivilisation - beschämend zu wissen, daß diese furchtbaren Krankheiten, die Mangelkrankheiten, so leicht zu vermeiden sind. Dr. med. K. Fr. von Kügelgen


Übersicht

4.  Natürliches Leben

Eine idealisierte Welt aufzubauen ist innerhalb einer Generation kaum möglich. Dem Jesuitenorden, der dies in Lateinamerika versucht hatte, wurden sogar vom Vatikan diese Aktivitäten untersagt. Wenn dieses Leben schwieriger ist, indem man diese Last auf sich nimmt, so ist damit auch verbunden, daß es schöner und reichhaltiger sein muß. Der um dieses Leben Bemühte schockiert sein Umfeld durch klare Wort und noch eindeutigeres Handeln, was immer für die anderen unvermutet erscheint. Ein natürliches Leben, das sich in dieser synthetischen Welt noch zurechtfindet, ist Vorwurf und Anklage für das unechte und somit verlogene Existieren der übrigen Menschen. Den natürlich Lebenden belastet es nicht, daß andere nach dem Ursprung seiner Kräfte fragen, nach der Quelle seiner Schlagfertigkeit sinnieren, die intuitiven, meist richtigen Reaktionen befremdend bestaunen. Wenn der natürlich Lebende unter Beweis stellt, daß er der Masse weit überlegen ist, meist durch eine sportliche Leistung, so wird er schnell zum Idol. Seine Lebensweise jedoch, die dazu geführt hat, ein Idol zu werden, bleibt im Verborgenen. Schnell weiß Klatsch und Tratsch über das Idol zu berichten, daß er - wie alle Prominenten - ein Mensch mit den üblichen Lastern der Masse behaftet ist.

Natürlich Leben heißt auch, in unvorstellbarer Bescheidenheit konsequent zu leben. Unvorstellbar deshalb, weil sich sein Ego mit der Natur so verbindet, daß es tatsächlich unauffällig wird. Diesen Gewinn kann nur werten, wer ihn errungen hat. Die Hürden auf diesem Weg kommen unerwartet und sind oft in sich selbst enthalten. Vielleicht ist hier ein Vergleich angebracht: Was kann ein völlig ungebildeter Mensch, von der Meinungsbildung öffentlicher und privater Medien verzerrt, inhaltlich in einem allegorischen oder mystischen Kunstwerk entdecken? Nicht einmal sich selbst.


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5.  Natürliche Lebensmittel

5.1  Obst und Nahrungsergänzungen

Als wichtiges Lebensmittel für den Menschen ist natürlich an der Sonne gereiftes Obst zu nennen, der Supersprit  für unseren Körper. Für Obst benötiget Ihr Körper nur minimalsten Verdauungsaufwand (ca. 10 % der gesamten in dem jeweiligen Lebensmittel enthaltenen Energie), so daß für andere Vorgänge im Körper genügend Energie vorhanden ist. Hier ist vor allem die Ausscheidung von Giftstoffen zu nennen, die bei reiner Obstkost sehr gründlich funktioniert. Nur durch Fasten und zielgerichtete Atemtechnik können Gifte noch schneller ausgeschieden werden.

Natürlich an der Sonne gereiftes Obst bedeutet, daß man seine Auswahl auf die nähere, ohne moderne Verkehrsmittel erkennbare Umgebung, also den natürlichen Lebensraum des Menschen, beschränkt. Vor allem sollte man in Deutschland auf keinen Fall Zitrusfrüchte essen, da diese unreif geernteten Früchte durch ihre Säure und auch saure Verdauung den Kalziumvorrat des Körpers angreifen und dadurch häufig Zahnprobleme hervorrufen. Nur im reifen Zustand wirken sie basisch und belasten dadurch den Kalziumhaushalt des Körpers nicht. Es ist zu empfehlen, Zitrusfrüchte ausschließlich dort zu essen, wo sie wachsen, und auch dort sollte man die Menge möglichst gering halten.

Durch die Ausbreitung der menschlichen Zivilisation auf Gebiete, die nicht die für eine vielseitige und gesunde Ernährung erforderliche ganzjährige Vielfalt an Lebensmitteln bietet, entsteht vor allem im Winter für den Rohköstler ein ernstzunehmendes Beschaffungsproblem. Das Obst und Gemüse, das erhältlich ist, ist nicht nur unreif geerntet, sondern meist auf ausgelaugten Böden gewachsen und deshalb nicht mehr so nährstoff- und vitaminreich, wie es erforderlich ist - neueste Forschungen zeigen einen Verlust von wichtigen Inhaltsstoffen um bis zu 92 %, wie die folgende Tabelle zeigt!!

Nahrungsmittel Nährstoff 1985 2000 Differenz
Apfel Vitamin C 5 mg / 100 g 1 mg / 100 g - 80 %
Banane Vitamin B6
Folsäure
330 mg / 100 g
23 mg / 100 g
22 mg / 100 g
3 mg / 100 g
- 92 %
- 84 %
Bohne Calzium
Vitamin B6
Magnesium
Folsäure
56 mg / 100 g
140 mg / 100 g
100 %
100 %
34 mg / 100 g
55 mg / 100 g
85 %
16 %
- 38 %
- 61 %
- 15 %

- 84 %
Broccoli Calzium
Folsäure
Magnesium
100 %
47 mg / 100 g
100 %
34 %
23 mg / 100 g
75 %
- 66 %
- 52 %
- 25 %
Erdbeere Vitamin C 60 mg / 100 g 13 mg / 100 g - 67 %
Fenchel Beta Karotin 100 % 20 % -80 %
Karotte Magnesium 21 mg / 100 g 9 mg / 100 g - 57 %
Kartoffel Calzium
Magnesium
14 mg / 100 g
100 %
4 mg / 100 g
77 %
- 72 %
- 23 %
Orange Vitamin C 100 % 12 % - 88 %
Spinat Vitamin B 6
Vitamin C
Magnesium
100 %
100 %
100 %
41 %
42 %
32 %
- 59 %
- 58 %
- 68 %

Der menschliche Körper hat unter optimalen Voraussetzungen an Umwelt und Umfeld einen sehr niedrigen Bedarf an hochwertigen Nahrungsmitteln, in der heutigen Welt wird dieser Bedarf jedoch durch zunehmende Mengen an Giftstoffen und Streßfaktoren für den Menschen um ein Vielfaches gesteigt. Dieser gesteigerte Bedarf ist oftmals nicht durch eine Steigerung der Menge oder Qualität natürlicher Lebensmittel zu decken. Deshalb kann trotz einer gesunden Lebensführung und Ernährung ein Mangel an Vitaminen und Enzymen auftreten; Antioxidantien, die der Bedrohung der Gesundheit unseres Körpers durch die freien Radikale entgegenwirken. Die Folge: trotz des uns üppig zur Verfügung stehenden Essens sind viele Menschen heute mangelernährt!! Unglaublich, angesichts vieler rundlicher Figuren, die uns heute begegnen, aber doch wahr!

Eine Ergänzung unserer Ernährung durch ein Konzentrat, das folgende Bedingungen erfüllt, ist in den meisten Fällen angebracht. (Zu beachten ist dabei: auch dieses Konzentrat geht natürlich über die natürliche Ernährungssperre, den Ernährungsinstinkt, hinweg!) Die zur Produktion des Konzentrats herangezogenen Obst- und Gemüsesorten sollten an der Sonne gereift und im optimalen Reifezustand geernet werden. Daneben sollte der Anbau selbstverständlich ohne die Verwendung künstlicher Düngemittel und dem Einsatz von Insektiziden, Pestiziden sowie Herbiziden erfolgen. Bei der Herstellung des Konzentrates sollte ein relativ niedriger Temperaturbereich nicht überschritten werden, um vor allem den Erhalt der sehr temperaturempfindlichen Vitamine und Enzyme möglichst vollständig zu gewährleisten. Das Konzentrat sollte selbstverständlich ohne künstliche Konservierungsstoffe bereitgestellt werden, die enthaltenen Nährstoffe sollten eine möglichst hohe Bioverfügbarkeit aufweisen. Das Produkt Juice Plus+, das von der Firma NSA vertrieben wird, erfüllt die oben aufgeführten Anforderung sehr gut und kann somit zur Deckung eines eventuell auftretenden Mangels eingesetzt werden.

Eine andere Möglichkeit der Nahrungsergänzung bietet die Alge "Spirulina", die neben einer unglaublichen Vielfalt an Vitaminen, Enzymen und Mineralien auch noch viele Aminosäuren beinhaltet. Ein Vergleichstest mit und ohne Spirulina im Krafttraining (bei Kieser) ergab für mich persönlich, dass mit einem täglichen Teelöffel Spirulina-Pulver die Gewichte um ca. 10 % höher lagen als ohne..

Eine dritte Möglichkeit der Nahrungsergänzung bietet Aloe Vera von Forever Living Products (FLP), einer seit Jahrhunderten bewährten Heilpflanze. Hier finden Sie weitere Informationen, wenn Sie hier klicken.

Es gibt sicherlich eine weitere, breite Palette an Ernährungsergänzungen, die im Einzelfall sinnvoll sein können. Da ich dabei jedoch nicht aus persönlicher Erfahrung sprechen kann, möchte ich mich dazu auch nicht äußern!


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5.2  Gemüse

Durch Gemüse, das möglichst nur aus biologischem Anbau stammen sollte, werden dem Körper viele Mineralien und Elemente zugeführt, die in einer reinen Obstrohkost nur in sehr kleinen Mengen vorkommen. Vor allem das Gemüse wie auch Salate sollten aus biologischem Anbau sein, denn während Obst durch den Baum oder Strauch viele Giftstoffe wieder in den Stamm und Boden zurückführen kann, bleiben beim Gemüse die Giftstoffe in der Pflanze selbst, so daß Sie hier gesteigerten Wert auf eine natürliche Anbauart legen sollten.

Ein qualifizierter biologischer Anbau an einer stark befahrenen Straße oder nahe ähnlichen Schadstoffquellen ist sehr wohl einem herkömmlichen, mit Kunstdünger, Insektiziden und Pestiziden arbeitenden Gärtner überlegen. Das wesentlichste für die Pflanze ist eine gesunde, alle nötigen Nährstoffe liefernde Humusschicht. Wenn die Pflanze dadurch alle benötigten Stoffe in einer hervorragenden Qualität zur Verfügung gestellt bekommt, baut sie keine Schadstoffe in ihre Zellstruktur ein, so daß trotz der ständigen Berieselung mit Giften eine gute Qualität der Lebensmittel sichergestellt ist.


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5.3  Salate, Kräuter

Das Vorbild unserer nächsten Verwandten im Tierreich, der Menschenaffen, zeigt uns, daß bei Fehlen von Obst und Gemüse auf Wildkräuter zurückgegriffen wird, die unseren gezüchteten Salaten deutlich überlegen sind. Sie werden schnell merken, daß Wildkräuter einen sehr schnellen Sättigungseffekt bewirken, wie Sie ihn mit Salat wohl kaum so schnell erreichen können. Diese sogenannten Unkräuter  zeigen ihre Lebenskraft einfach dadurch, daß sie nur sehr schwer auszurotten sind, während unsere Salate gehegt und gepflegt werden müssen, damit man einen vernünftigen Ertrag erhält.


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5.4  Getränke

Das einzige Getränk, das dem Rohkost-Gedanken voll entspricht, ist das Wasser. Doch gerade beim Wasser gehen viele Meinungen stark auseinander. Das Motto der Rohkost lautet: So natürlich wie möglich! . Dies kann man in fast jedem Rohkostbuch nachlesen, von Wandmaker über Konz bis zu Burger. Während den größten Teil des Jahres Wasser für Rohköstler relativ unwichtig ist, stellt sich für viele Rohköstler - gerade in der heißen Jahreszeit - auch die Frage: Welches Wasser soll ich trinken? . Auch diejenigen, die generell erst Mittags die erste Mahlzeit des Tages zu sich nehmen, trinken gerne am Vormittag Wasser.

Die meisten Rohkostliteraten geben dazu die Auskunft, daß im Wasser möglichst überhaupt keine Stoffe mehr vorhanden sein sollen, also werden Destillation und Umkehrosmose empfohlen. Könnte hier vielleicht - wie so oft - einer gedacht hat und viele abgeschrieben haben? Schon Henry Ford sagte: Denken ist die härteste Arbeit, die es gibt. Das ist wahrscheinlich auch der Grund, warum sich so wenig Menschen damit befassen. Es ist zwar nicht so, wie die schulmedizinischen Gegner des Trinkens von destilliertem Wasser behaupten, daß damit die Körperzellen platzen würden - denn diese können in ihrer Kurzsichtigkeit wieder einmal Laborversuche und den menschlichen Körper nicht auseinanderhalten. Jedoch gibt es andere Gründe, die gegen den dauerhaften Konsum solchen Wassers sprechen.

Im folgenden sind die vier zum Trinken verbreitetsten Wasser-Arten gegenübergestellt und jeweils die Vor- und Nachteile davon aufgezeigt.

  • destilliertes Wasser bzw. mit Umkehrosmose gereinigtes Wasser: So natürlich wie möglich - das kann ja wohl nicht bedeuten, reines H2O zu sich zu nehmen. Der Urmensch dürfte wohl mit ziemlicher Sicherheit aus Bächen und Flüssen, Pfützen, etc. getrunken haben, und dies ist mineralhaltiges Wasser. Es bestand ja keine Gefahr, daß weiter oben ein Landwirt Insektizide spritzt oder eine Chemiefirma ihre Abfallstoffe über den Wasserlauf entsorgt. Auch herrscht allgemein die Ansicht vor, daß diese anorganischen  Mineralien, die im Wasser vorhanden sind, vom Körper nicht aufgenommen werden können - eine These, die wohl einfach nicht haltbar ist. Denn jeder kann an sich selbst erproben, daß mineralhaltiges Wasser im Sommer nach Extrembelastungen schneller zu einem Erholungseffekt führt als reines Wasser. Auch isotonische Getränke, zeigen, daß die Mineralien im Wasser vom Körper aufgenommen werden können.

    Wie man unschwer erkennen kann, ist dies also keineswegs eine natürliche Art, Trinkwasser herzustellen. Als Folge davon sind Stoffwechselprobleme bei vielen Menschen durch langanhaltenden Konsum solchen Wassers verbreitet. Außerdem sind diese Methoden vom Umweltschutzgedanken keinesfalls akzeptabel. Während bei der Destillation eine große Menge Energie vergeudet wird, um reines Wasser zu erzeugen, werden bei der Umkehrosmose mehrere Liter Wasser benötigt, um einen Liter reines Trinkwasser zu erzeugen.

  • Mineralwasser, Tafelwasser: In einem Test der Sendung Extra  im privaten Fernsehsender RTL wurden 61 stille Mineralwässer getestet, und in nicht weniger als 13 davon wurden krankmachende Keime entdeckt, nur 60 % waren als rein zu bezeichnen. Dies ist nicht verwunderlich, wenn man weiß, daß Mineralwasser nur einmal pro Jahr kontrolliert werden muß, und manche Wässer bis zu einem halben Jahr stehen, bis sie zum Verbraucher gelangen - genügend Zeit für die Keime, sich zu vermehren. Desweiteren darf Mineralwasser nicht verändert werden, so daß langfristig immer mehr und mehr Chemikalien und Giftstoffe, die z.B. durch die Landwirtschaft in den Boden gelangt sind, bis zu den Mineralwasserbrunnen durchsickern und somit die Belastung solcher Wässer immer mehr zunehmen wird. Nur Tafelwasser darf nach der deutschen Trinkwasserverordnung verändert werden, und dies wird auch praktiziert, wie das Beispiel BonAqua  zeigt: dabei handelt es sich um mit Aktivkohle gereinigtes Kölner Stadtwasser, das aus dem Rhein gewonnen wird.

    Außerdem ist die Verwendung von Flaschenwasser äußerst unökologisch: denn jede Flasche wird mit im Schnitt 7 Litern Trinkwasser gereinigt, Reinigungsmittel wird gebraucht, Flaschenverschlüsse und Etiketten müssen entsorgt werden, Heizöl zum Erhitzen des Spülwassers wird verbraucht, und Mineralwasser wird oft über weite Entfernungen transportiert. Darf es so weitergehen, daß dieser Unsinn weiterhin praktiziert wird, wenn die Menschheit noch eine kleine Chance zum Überleben haben möchte? Wir müssen jetzt beginnen, umweltfreundlich zu Handeln, um etwas zu ändern, denn die Erde kann sehr wohl ohne den Menschen auskommen, aber wir nicht ohne die Erde!

  • Energetisierte Wasserarten: Bei dieser Sorte Wasser handelt es sich um Verfahren wie das Grander-System, levitiertes Wasser, das Plocher-System, und andere. Die Firmen behaupten, daß durch ihre Behandlung des Wassers dieses eine hohe Schwingung  bekommen würde, rechtsdrehend  würde, oder ähnliches, und damit eine für den Körper sehr positive Information  mitbekäme. Leider ist Wasser ein relativ schlechter Informationsträger, was sich schon daran zeigt, daß es nicht in der Homöopathie verwendet wird - vielmehr wird dort Alkohol oder Milchzucker als Informationsträger verwendet. Bei allen der genannten Verfahren bleiben außerdem alle Giftstoffe im Wasser.

  • Aktivkohlefilter: Eine umweltschonende und einfache Art, der natürlichen Filterung durch verschiedene Gesteins- und Bodenschichten nachempfunden, um möglichst natürliches  Wasser zu erhalten, ist die Filterung mittels Aktivkohle. Aktivkohle filtert organische Stoffe wie z.B. Insektizide, Pestizide, Herbizide, Chlor, Silikate und Phosphate, mit denen unser Leitungswasser in zunehmendem Maße verschmutzt ist, zu einem sehr hohen Prozentsatz aus dem Wasser. Oft werden auch Schwermetalle bzw. bei sehr kalkhaltigem Wasser ein Teil des Kalks entfernt. Anforderungen an solche Filtersysteme sind vor allem eine hohe Qualität der Aktivkohle, sowie eine Filterung in geschlossenen Systemen. Ein Zusatz kleiner Mengen Silber verhindert Keimwachstum im Filter. Filtersysteme, die auf der Basis von Aktivkohle arbeiten, bieten mit einem Preis pro Liter ab einem Pfennig eine sehr preiswerte und umweltschonende Möglichkeit, hochwertiges Trinkwasser zu erhalten.

Wenn Sie noch etwas anderes als nur pures Wasser trinken wollen, können Sie evtl. etwas frisch gepreßten Saft hinzugeben, allerdings sollten Sie dies dann bald trinken, da sonst der Oxidationsprozeß die meisten Vitamine vernichtet. Auch gegen puren frisch gepreßten Saft ist nicht allzuviel zu sagen - außer daß dadurch die natürliche Ernährungssperre aufgehoben wird, die normalerweise dafür sorgt, daß Sie nicht zu viel eines Stoffes zu sich nehmen.


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