Rohkost-Ernährung
Übersicht:
Warum Rohkost?
Körpermerkmale
Religion
Geistige / ethische Aspekte
Natürliche Lebensführung
Natürliches Leben
Natürliche Lebensmittel
Obst und Nahrungsergänzungen
Gemüse
Salate / Kräuter
Getränke
Müssen wir uns zunächst die Frage stellen, was Rohkost
eigentlich ist? Ist Rohkost nur natürliche, pflanzliche
Ernährung? Da jeder Mensch durch seine Umgebung, die Umstände,
in denen er aufgewachsen ist und lebt sowie nicht zuletzt die
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deutlich geprägt ist, ist es hier wohl nötig, diese Aussage
genau zu erläutern.
Natürlich ist alles, was genau so in der Natur vorkommt
und artgerechterweise von einer Gattung verzehrt wird in diesem Fall
vom Menschen. Da der Mensch von seinem körperlichen Aufbau
sowieso nur ein (vom Baum heruntergekommener) Affe ist, ist er rein
stammesgeschichtlich dazu prädestiniert, Obst, Gemüse,
Nüsse, Salate, Kräuter und Wasser zu sich zu nehmen. Da
dieser zum Mensch gewandelte Affe (Charles Darwin) seinen natürlichen
Lebensraum der üppigen Vegetation verlassen hat, neigte er
zwangsläufig dazu, zum Jäger zu werden und Tiere als Ersatz
zu jagen. Es bleibt jedoch, daß die natürlichen Früchte
innerhalb seines Lebensraumes, der von ihm wahrgenommen werden kann
(ohne moderne Verkehrsmittel), am vortrefflichsten für seine
Ernährung geeignet sind. Auch die Südfrüchte sind
nicht mehr natürlich, denn sie wurden unreif geerntet, für
den Transport mit chemischen Stoffen behandelt und synthetisch
nachgereift. Die wesentliche Energie, die Vitamine in Früchten
entstehen läßt, ist die Sonne, die nicht nur symbolisch in
der Tradition der Menschheit eine lebensspendende Stellung einnimmt.
In Ägypten hatte die Sonne neben der lebensspendenden
Nilüberschwemmungen einen so hohen Stellenwert, daß sie
zur Gottheit erhoben wurde. Wir modernen Menschen mit unserer
hochentwickelten Technik glauben, ohne Schaden für unsere
Gesundheit natürliche Mechanismen des Wachsens und Reifens außer
Kraft setzen zu können. Dem ist gegenüberzustellen, daß
die Pharmaindustrie heutzutage nicht nur mit ihrer wirtschaftlichen
Macht, sondern mit ihren Produkten ein lebensbestimmender Faktor ist,
sie erhebt sich beinahe selbst zur Gottheit, über eine von ihr
bereits abhängige Menschheit.
Der Fremdbestimmung durch die Pharmaindustrie zu entkommen, ist
nur durch eine natürliche Lebensweise möglich. Es ist für
jeden Menschen möglich, an relativ frisches Obst, Gemüse,
Salate und Nüsse zu gelangen. Wie streng der einzelne dann die
Natürlichkeit nimmt, d. h. ob Sie jeweils nur eine Frucht essen
oder verschiedene Früchte kombinieren, ob Sie einen Salat mit
Essig und Öl anmachen oder ob Sie ihn pur essen, diese Frage
müssen Sie für sich selbst entscheiden. Hier wird wohl auch
Ihr Körper Ihnen früher oder später Signale geben, die
Ihnen zeigen, was gut für Sie ist - doch dazu später mehr.
Hier nun spätestens drängt sich die Frage auf: Kann man
tatsächlich ohne Fleisch, Fisch, Eier, Milch, Kochkost
überleben? Lassen Sie mich daher diese Frage unter verschiedenen
Aspekten behandeln.
Übersicht
1. Körpermerkmale
Dieser Abschnitt zeigt die körperlichen Merkmale, die den
Menschen eindeutig zum Früchteesser machen. Die Übersicht
wurde den Lebenskunde-Studienbriefen
entnommen.
Körpermerkmale verschiedener
Tierarten
| Fleischfresser |
Allesfresser |
Grasfresser |
Menschenaffen & Menschen |
| Ringförmige Plazenta |
Plazenta ohne Uterusschleimhaut |
scheibenförmig Plazenta |
| Vier Füße |
Zwei Hände Zwei Füße |
| Krallen |
Hufe |
Hufe (Paarhufer) |
Flache Nägel |
| Laufen auf allen vieren |
Läuft aufrecht |
| Haben Schwänze |
Kein Schwanz |
| Augen blicken seitwärts |
Augen nach vorn gerichtet |
| Porenlose Haut |
Haut mit Poren |
Haut mit Poren (außer Dickhäuter) |
Millionen von Poren |
| Schwach entwickelte Schneidezähne |
Sehr gut entwickelte Schneidezähne |
Mahlzähne |
Gut entwickelte Schneidezähne |
| Spitze Backenzähne |
Höckrige Backenzähne |
Mahlzähne |
Stumpfe Backenzähne |
Gebißaufbau 5 bis 8.1.6.1.5 bis 8 5 bis 8.1.6.1.5 bis 8 |
Gebißaufbau 8.1.2 bis 3.1.8 8.1.2 bis 3.1.8 |
Gebißaufbau 6.0.0.0.6 6.1.6.1.6 |
Gebißaufbau 5.1.4.1.5 5.1.4.1.5 |
| Kleine Speicheldrüsen |
Gut entwickelte Speicheldrüsen |
Speichel und Urin reagieren sauer |
Saurer Speichel und Urin |
Speichel und Urin haben alkal. Charakter |
Speichel und Urin reagieren alkalisch |
| Rauhe Zunge |
Glatte Zunge |
| Brustwarzen am Unterleib |
Milchdrüsen an der Brust |
| Einfacher, rundlicher Magen |
Dreigeteilter Magen (manchmal viergeteilt) |
Magen + Zwölffingerdarm (als zweiter Magen) |
| Verdauungstrakt hat die dreifache Körperlänge |
Verdauungstrakt hat die zehnfache Körperlänge |
Verdauungstrakt differiert, normalerweise zehnfache
Körperlänge |
Verdauungstrakt hat die zwölffache Körperlänge |
| Glatter Dickdarm |
Därme glatt und gewunden |
Dickdarm gewunden |
Von seiner ganzen Körperstruktur (schwerpunktartig Kau- und
Verdauungsorgane) ist also der Mensch darauf ausgelegt, kein Fleisch
und kein Gras zu essen. Vielmehr ist er in allen Merkmalen den
Menschenaffen, die sich hauptsächlich von Früchten
ernähren, äußerst ähnlich bzw. sogar vollkommen
gleich. Auch in seiner physiologischen Ausstattung für ein
Fluchtverhalten ähnelt der Mensch mehr den Menschenaffen als
sonst irgendeinem anderen Lebewesen. Daß diese Früchte
möglichst roh gegessen werden sollten, folgt einfach daraus, daß
auch kein Tier kocht, und das Kochen erst für einen relativ
kurzen Zeitraum der Evolution bekannt ist (ca. 10.000 - 100.000
Jahre). Wenn Prometheus dem Menschen tatsächlich das Feuer
gebracht hat, oder aufgrund welchen Zufalls der Mensch die Erkenntnis
gewonnen hatte, das Feuer zum Kochen zu verwenden, ist auch
wissenschaftlich noch nicht eindeutig nachgewiesen. Deshalb kann es
mit Sicherheit keinen Zweifel daran geben, was die
bestimmungsgemäße
Nahrung des Menschen ist. Vielmehr muß man die eingangs
gestellte Frage umkehren: Kann man so überleben, mit Fleisch,
Fisch, Eiern, Milch, Kochkost? - Die Antwort ist eingeschränkt
ja. Diese Einschränkung wird dem westlichen Menschen nicht mehr
bewußt, da sein Umfeld auf die durch das Essen von Fleisch und
gut-bürgerlicher Kost entstehenden Probleme eingestellt ist. Die
Medizin (hier Pharmazie) wirbt im Fernsehen für Produkte, die
beim übersäuerten Magen helfen, für Leistungsschwäche
hilft im Anfangsstadium der Kaffee, in der fortgeschrittenen
Belastung das Herztonikum. Folgen in der psychischen Welt sind
gesteigerte Aggression oder nur Alpträume. Diese werden zu
irgendeinem Zeitpunkt das Arbeitsfeld des Psychologen, in der
Endphase des Psychiaters.
Übersicht
2. Religion
Da dieses Buch im westlichen Kulturkreis entstanden ist und
angenommen wird, gehört der größte Teil meiner Leser
einer christlichen Konfession an. Dieses Kapitel wird daher aus der
Sicht der für mich einzigen gültigen Religion,
also von unabhängigen und allgemeingültigen Wahrheiten, die
ich für mich persönlich akzeptieren kann, dargestellt.
Diese können durch geeignete Methoden (hier sind heute vor allem
leider nur mehr in fernöstlichen Lehren dargestellte und
gelehrte Meditationstechniken zu nennen) selbst erfahren werden und
somit unabhängig von den Glaubenssätzen und Dogmen der
verschiedenen Konfessionen. Diese Wahrheiten manifestieren
sich vor allem in dem Gebot der Liebe allem gegenüber, welches
sich praktisch in jeder Konfession finden läßt. Hier wird
nicht begrenzte Sicht der einen oder anderen Konfession betrachtet,
die über die Jahrtausende verändert und verwandelt wurde.
Beispielhaft ist hier die christliche Konfession:
Was Jesus verkündete, war das Reich Gottes, und was kam,
war die Kirche. Alfred Loisy
Jesus, eine als Autorität anerkannte Persönlichkeit,
verkündete transzendente, zu erwartende Erfahrungen auf Dauer.
Die Folge davon war ein sich institutionell verdichtender
Machtkomplex, der ebenso Kriege führte, nach außen und
nach innen, wie sie mit jeder anderen Konfession auch zu finden sind.
Wie Professor Nestle berichtet, der als eine Autorität auf
dem Gebiet der Kirchengeschichte und der Urtexte der Evangelien
angesehen wird, wurde der Text der Heiligen Schrift durch Correctores
nach dem Konzil von Nicäa 325 nach Christus im Sinne
dessen korrigiert, was als strenggläubig richtig betrachtet
wurde. Dabei
wurden vor allem die Stellen entfernt, die den Tierschutz, die
Wiedergeburt sowie Aussagen zur Reinheit der Ernährung sowie
deren Wechselwirkung auf Seele und Geist betreffen. Deshalb werde ich
auch mittels Stellen aus dem Evangelium des vollkommenen Lebens
argumentieren. Dieses wurde kurz vor seiner Übersetzung aus dem
aramäischen Urtext im Jahre 1901 in einem Kloster in Tibet
gefunden wurde. Ebenso wird dieses Buch auf Stellen des
Friedensevangeliums der Essener eingehen, das ca. 2000 Jahre
alt ist. Die
Essener waren eine Gemeinschaft zur Zeit Jesu, mit denen Jesus sehr
vertraut war und bei denen er geraume Zeit lebte.
Sie waren eine kleine Gruppe von Menschen, die eine sehr
natürliche Lebensführung pflegten.
Sie handelten nach dem altbekannten Prinzip: Der Mensch ist, was er
ißt. Dies bedeutete für sie auch, keine erhitzten
oder gefrorenen Nahrungsmittel zu sich zu nehmen. Selbstverständlich
war in ihren Kreisen die Nahrungsaufnahme von Fleisch verpönt.
Wörtlich sagt Jesus über die Ernährung, die wir zu uns
nehmen sollen, in diesem Friedensevangelium folgendes:
Außerdem wird uns in diesem Buch auch klar und deutlich
gesagt, wie wir essen sollen, und wann wir nicht essen sollten:
Kocht nicht, noch mischt alle Dinge miteinander, damit eure
Eingeweide keine dampfenden Sümpfe werden. Denn ich sage euch,
dies ist in den Augen des Herrn abscheulich ... Denn wahrlich, ich
sage euch, wenn ihr alle Arten von Nahrung in eurem Körper
vermischt, dann wird der Friede eures Körpers aufhören, und
ein endloser Krieg wird in euch wüten. Und er wird ausgelöscht
werden ... Und wenn ihr eßt, eßt nie bis zur Völle.
... Atmet tief und lang bei allen euren Mahlzeiten, ... Und
kaut eure Nahrung gut ... Und eßt langsam, als ob es ein Gebet
sei, das ihr dem Herrn widmet ... denn alles, was ihr in Traurigkeit,
oder in Ärger, oder ohne Wunsch eßt, wird Gift in eurem
Körper.
Daß Jesus den Essenern angehörte, wird jedoch von
manchem Kirchenmann bestritten, um nicht zugeben zu müssen, daß
die vegetarische Ernährung von Jesus empfohlen wurde. Die
Tatsache, daß beim Pascha-Mahl ein Mann zum Brunnen ging und
Wasser holte, weist jedoch eindeutig darauf hin, daß dies
stimmt. Denn bei allen anderen Gemeinschaften der damaligen jüdischen
Gesellschaft war das Wasserholen eine Aufgabe der Frau.
Den zweifelnden Anhängern der beiden großen Amtskirchen
muß ein Zitat vorgehalten werden, das in jeder christlichen
Bibel steht:
Und Gott sprach: Sehet da, ich habe euch gegeben alle Pflanzen,
die Samen bringen, auf der ganzen Erde, und alle Bäume mit
Früchten, die Samen bringen, zu eurer Speise.
So steht es im I. Buch Mose, Kapitel 1,
Vers 29. Doch welche Interpretation maßen sich heute die
christlichen Kirchen daraus an! Selbst das Fastengebot am
Freitag ist inzwischen so verwässert, daß kaum noch jemand
daran denkt, am Freitag kein Fleisch mehr zu essen. Noch schlimmer,
man hat sich angewöhnt, daß der Freitag zum Essen toter
Fische verwendet wird. Die Vermehrung in der Bergpredigt (wunderbare
Brotvermehrung, es ist keine Rede von Fischen) muß ideell dafür
wahrscheinlich herangezogen werden. Kein Wunder, denn auch der Klerus
ißt gerne von der Nahrung des Todes (ohne dadurch eine
Erkenntnis zu erlangen) - neuzeitlich moralisch unterstützt von
der Fleischindustrie, die über den Umweg der DGE (Deutsche
Gesellschaft für Ernährung) die ausgewogene Kost
propagiert. Ausgewogene Zusammenstellung ist das Ziel gesunder
Ernährung, jedoch innerhalb der Grenzen, die uns die Natur
gesetzt hat.
Wenn ein Formel-1-Rennwagen ausgewogen betankt (= ernährt)
wird (wenn dieser Vergleich zugelassen wird), nämlich indem er
abwechselnd mit Heizöl, Diesel, Normal, Super verbleit und
unverbleit betankt wird, wird er sehr schnell seine Effizienz
verlieren, denn er ist für den Hochleistungs-Sprit gebaut, der
für diese Sportwagen hergestellt wird.
Analog der Menschen. Wird er ausgewogen ernährt,
nämlich mit Chemie- und Getreidekost, Kochkost, Fleisch, Wurst
und anderen unsinnigen
Dingen, so verliert auch er sehr schnell seine Effizienz, da der
menschliche Körper nur für den Hochleistungs-Sprit
vegetarische Rohkost gebaut ist. Der Versuch der Kompensation,
um die Folgen der so nachteiligen Ernährung zu eliminieren,
bedeutet aufwendige Kuren an sich geschehen zu lassen und Medikamente
einzunehmen. Trotzdem
verfällt der Körper vorzeitig, siecht letztlich synthetisch
am Leben gehalten dahin, bis er aufwendigst einer unnatürlichen
Kompostierung zugeführt wird.
Wir werden letztlich, durch unsere Ernährung bedingt,
tatsächlich früher älter. Viele Berufsgruppen wie z.B.
Flugzeugpiloten, Polizeibeamte, Lehrer an höheren Schulen und
militärische Führungskräfte haben die Möglichkeit,
viele Jahre vor der allgemeinen beruflichen Altersgrenze ganz legal
in Ruhestand zu gehen. Zwei Mediziner drücken dies in
drastischer Weise aus:
Wir sind auf dem besten Weg, die Erde in ein einziges Alters-
und Siecherheim zu verwandeln! Dr. Med. Hass
Der biologische Verfall der Zivilisationsvölker hat ein
Ausmaß und ein Tempo erreicht, wie wir es noch vor einem
Jahrzehnt nicht für möglich hielten! Prof. Dr. med.
Kötschau
Viele Kirchenmänner argumentieren gerne mit dem Satz Nicht
das, was in den Mund hineinkommt, macht den Menschen unrein
(Matthäus, 15, 11), um nicht auf ihre krankmachende Kost
verzichten zu müssen. Im Evangelium des vollkommenen Lebens
das nicht von Correctores verändert werden konnte, hört
sich das jedoch ganz anders an: Nicht allein
unreine Sachen, welche in den Körper eingehen, verunreinigen den
Menschen, als vielmehr die üblen und unreinen Gedanken, welche
sie aus ihren Herzen ausgießen, verunreinigen den inneren
Menschen und ebenso die anderen. Darum beherrscht eure Gedanken und
reinigt eure Herzen und lasset eure Nahrung rein sein.
Nicht nur Jesus hat die vegetarische Rohkost propagiert, auch
Clemens von Alexandrien (150 - 220 n. Chr.), der Stifter der
theologischen Schule von Alexandrien wies darauf hin: Unter den
Nahrungsmitteln sind diejenigen vorzuziehen, welche ohne die
Anwendung des Feuers unmittelbar genossen werden können, denn
sie sind stets bereit und die einfachsten. Demgemäß lebte
der Apostel Matthäus von Samenkörnern, hartschaligen
Früchten und Gemüse ohne Fleisch. Und Johannes, der die
Mäßigkeit im äußersten Grade übte, aß
Blattknospen und wilden Honig.
Doch nicht nur die christlichen Kirchen haben eigentlich von ihrem
Gott die Weisung erhalten, was man essen sollte, auch Hindus,
Buddhisten, Moslems, Anhänger Zarathustras, man kann sagen daß
alle Konfessionen Speisegebote kennen, die meist von der Mehrzahl der
Anhänger möglichst geflissentlich ignoriert werden. Dabei
führt die geistige Entwicklung in erster Linie über einen
gesunden Körper, denn der Spruch, den sogar bereits die Griechen
des Altertums kannten, Gesunder Geist in einem gesunden Körper
beinhaltet mehr Wahrheit, als die meisten Menschen glauben
(wollen).
Ein Sprung in die Neuzeit in ein Land, das noch in Traditionen
verhaftet ist, zeigt, wie konsequent dort die Masse nach den
Überlieferungen zu leben sucht. Selbstverständlich kann man
hier die Armut der Massen als ausschlaggebend anführen. Es
nehmen jedoch die überlieferten Lehren, die nicht nur von den
Armen eingehalten werden, großen Einfluß. Die
Gesetzmäßigkeit des Karmas, sowie der leiblichen
Wiedergeburt wurde zwar nach dem Konzil in Konstantinopel auf
Veranlassung von Kaiser Justinian im Jahre 538 aus den Urschriften
der christlichen Bibel entfernt,
in Indien, der Heimat des Hinduismus, das heute noch den größten
Anteil an Vegetariern unter den zivilisierten Völkern besitzt,
führt das Karma-Gesetz jedoch dazu, daß die meisten
Gläubigen nicht töten oder töten lassen, ein
natürlicher Vegetarismus also. Zahllose Weise Indiens haben auf
die Wichtigkeit des Vegetarismus für Körper, Geist und
Seele hingewiesen, unter anderem Mahatma Gandhi, Ramana Maharishi,
Paramhansa Yogananda, Rabindranath Tagore in Sadhana (Der Weg der
Vollendung), Swami Vivekananda in Bekenntnisse des Hinduismus
sowie die ehemaligen Staatspräsidenten Dr. Rajendra Prasad sowie
Vekanta Giri. Auch in der Bhagavad-Gita, der für die Religion
Indiens repräsentativen heiligen Schrift, findet sich ein
Hinweis auf die vegetarische Rohkost: ... die Gottlosen, die gute
Nahrung um der Gier des Magens willen kochen, sündigen, wenn sie
sie verzehren.
In der Bhagavad-Gita werden die Menschen in drei verschiedene Typen
eingeteilt: Der Tama-Mensch, der geistig am wenigsten weit entwickelt
ist, der Radja-Mensch, der sich von seinen Trieben leiten läßt,
und der Sattwa-Mensch, der in seiner geistigen Entwicklung am
höchsten steht. Zwischen diesen drei Grundtypen gibt es
selbstverständlich eine endlose Zahl an Zwischenstufen, und
jeder Mensch ist in verschiedenen Lebensbereichen unterschiedlich
weit entwickelt sein und steht somit in diesen Bereichen auf
unterschiedlichen Stufen seiner Entwicklung. Die Energiefeld des
Menschen, die Aura, läßt anhand seiner Eigenschaften wie
Farbe, Intensität und Ausdehnung Rückschlüsse auf die
geistige Entwicklung des Menschen zu.
Die bevorzugte Nahrung der jeweiligen Menschentypen steht ebenfalls
in dem heiligen Buch: Dreierlei Nahrung gibt es, die verschiedenen
Menschen genehm ist. Der Sattwa-Mensch liebt Essen, das Lebenskraft,
Stärke und Gesundheit erhöht. Eine solche Ernährung
fördert körperliche und geistige Gesundheit. Sie ist
saftig, beruhigend, frisch und wohlschmeckend. Der Radja-Mensch
bevorzugt bittere, saure, salzige, gepfefferte, brennende Nahrung,
die gesundheitsschädigend, Geist und Körper abträglich
ist. Der Tama-Mensch genießt schales, abgestandenes,
verdorbenes, unreines Essen und ißt gern das, was andere
übriglassen.
Man kann davon ausgehen, daß sich in jeder Konfession
teilweise mehr oder weniger deutliche Speisegebote finden. Der Gott,
der seine ihn Verehrenden liebt, will diese sich ähnlich machen.
Daher gestattet er nur Speisen, die das geistige, d.h. die Evolution
der Gedankenwelt im Menschen fördern. Da dieser Gott rein ist,
in sich geschlossen und in der Vorstellung der Menschen, ist also die
Reinheit der Nahrung ebenso wichtig wie die Sprache, das Gebet mit
dem Gott. Oder besser, die Sprache mit Gott wird durch die Reinheit
der Gedanken überhaupt erst möglich.
Welche Gelegenheit hat der Mensch der heutigen Zeit, in seinen
Alltagsbelastungen oder in dem Freiraum dazwischen, über solche
Dinge nachzudenken? Die Angst, die heutzutage von verschiedensten
Interessengruppen geschürt wird, die Angst vor dem Gott oder den
Göttern, Gebote mißachtet zu haben, steht im Hintergrund.
Die Angst, wirklich konsequent Änderungen im Leben vornehmen zu
müssen, ist einfach vordergründig vorhanden. Kennen Sie die
Anstrengungen, die Sie unternehmen müßten, um Ihr Leben in
ein sogenanntes sinnvolles zu wandeln? Wer oder was wäre
hierzu ein Kontrollorgan? Dieses Buch sicher nicht, es kann nur
Anstöße geben, und zur Aufmerksamkeit anregen.
Übersicht
3. Geistige / ethische Aspekte
Ein reiner Körper wird Sie zu größerer geistiger
Kraft und klarerem Denken führen. Das ist, was in Aussicht
gestellt werden kann. Ob Sie diesen reinen Körper erreichen,
hängt von Ihnen ab, wie Sie sich von Ihrem Geist leiten lassen.
Dazu verbietet es der ethische Aspekt jedem klar denkenden Menschen,
sich auf Kosten anderer Lebewesen Krankheiten anzuessen. Denn nichts
anderes bewirkt Fleisch- und Wurstverzehr - den unaufhaltsamen
körperlichen, geistigen und seelischen Verfall. Sie glauben mir
nicht? Sehen Sie bitte, was berühmte und bekannte Menschen der
Weltgeschichte dazu sagen:
Tiefste Wahrheiten und letzte Erkenntnisse sind nur jenen
Menschen zugänglich, die ihren Körperhaushalt auf Ökonomie,
Reinheit und Frische umstellen, am besten durch eine schlichte
Ernährung aus lebensfrischen Speisen. Pythagoras
Hier äußerte ein griechischer Mathematiker, der die
strenge Vorstellungswelt der geometrischen Definitionen konsequent
gefördert hatte, einen geistigen Aspekt seiner Disziplin.
Die Grausamkeit gegen die Tiere und auch die Teilnahmslosigkeit
gegenüber ihren Leiden ist eine der schwersten Sünden des
Menschengeschlechts; sie ist die Grundlage der menschlichen
Verderbtheit! Romain Rolland
Das unfehlbare Kriterium der sittlichen Anlage eines Menschen
ist die Art, wie er Tiere, besonders solche niederer Ordnung,
behandelt. Denn da meint jeder, vor den Gesetzen der Verantwortung
und der Vergiftung sicher zu sein! Karl Heinrich Waggerl
Ich bin (geboren im Jahre 1907) ein sogenannter Vegetarier seit
1881. Seit
mehr als einem Vierteljahrhundert lebe und arbeite ich ohne Fleisch,
Fisch, Geflügel, Tee, Tabak und Alkohol. Hat ein Beefsteakesser
eine höhere Leistungsfähigkeit? Ich glaube, er hat eine
niedere. - Abstinenz - Enthaltsamkeit? In diesem Sinne bin ich kein
Abstinent und kein Asket, sondern Genießer. - Mir riet
allerdings der Arzt einmal: Essen Sie Fleisch, sonst müssen Sie
sterben. Ich tat keines von beiden! George Bernard Shaw
Der Literaturnobelpreisträger setzte sich neben dem Eintreten
für sozialistisch geprägte Ideen vor allem gegen
gesellschaftliche Heuchelei und religiöse Unduldsamkeit ein.
Seine betrachtungsweise des Theaters als moralische Anstalt auch in
diesem Zitat zu erkennen.
Ich bin sowohl Vegetarier wie auch leidenschaftlicher
Antialkoholiker, weil ich so besseren Gebrauch von meinem Gehirn
machen kann. Thomas Edison
So lange es Schlachthöfe gibt, wird es Schlachtfelder
geben. Leo Tolstoi
Wahre menschliche Kultur gibt es erst, wenn nicht nur die
Menschenfresserei, sondern jeder Fleischgenuß als Kannibalismus
gilt! Wilhelm Busch
Gott wünscht, daß wir den Tieren beistehen, wenn sie
der Hilfe bedürfen. Ein jedes Wesen in Bedrängnis hat die
gleichen Rechte auf Schutz! Franz von Assissi
Die Erfahrungen der Tierwelt machte den einfältigen Bruder
Franz zum Heilsförderer der Menschheit.
Liebe die Tiere, liebe jegliches Gewächs und jegliche
Dinge! Wenn Du alles liebst, so wird sich Dir das Geheimnis Gottes in
allen Dingen offenbaren, und Du wirst schließlich alle Welt mit
Liebe umfassen! Dostojewski
Meiner Ansicht nach würde die vegetarische Lebensweise
durch ihren rein körperlichen Einfluß auf das Wesen des
Menschen einen sehr günstigen Einfluß auf das Los der
Menschheit haben. Albert Einstein
Einstein hatte immer nach Begriffszusammenfassungen gesucht. Daß
dieser große Denker hier eine wesentliche Problemlösung
erkennt, dürfte den überzeugen, der in Wilhelm Busch nur
den Humoristen sieht.
Dies ist nur eine kleine Auswahl von Zitaten berühmter
Menschen, die sich vegetarisch ernährt haben. Selbstverständlich
wird in unserer Gesellschaft nicht hervorgehoben, daß
erfolgreiche Athlethen wie z.B. Carl Lewis oder weltbekannte Künstler
wie Tina Turner von vegetarischer Kost leben. Wo wollen Sie selbst
dies einordnen? In Zufälle, oder in die Folge einer konsequenten
Ernährung? Wer will, kann hier den Einfluß vegetarischer
Kost auf Körper, Geist und Seele unbestreitbar erkennen. Denn
nicht nur diese berühmten Menschen haben beste Erfahrungen damit
gemacht, fleischlos zu leben, sondern Sie selbst werden ebenfalls mit
hoher Wahrscheinlichkeit sehr positive Erfahrungen damit machen.
Weltverbesserer, noch dazu selbsternannte, sind in unserer
Gesellschaft heute nicht erwünscht. Möglichkeiten
aufzuzeigen, durch vorbildliches Verhalten, kann ebenfalls Mißgunst
erzeugen, da es die gewaltlose Art der Veränderung beinhaltet.
Menschliche Gemeinschaften, fälschlicherweise oft als die
menschliche Gemeinschaft bezeichnet, reagieren sehr sensibel auf
Veränderungen.
Wenn Sie überzeugt sind und auch die Rohkosternährung
fördern wollen, müssen Sie sich selbst von einem möglichst
hohen Anteil an Rohkost ernähren. Man sollte sich hüten, in
den Verdacht zu kommen, zu denen zu gehören, die gegen den
Autoverkehr demonstrieren wollen und zu der Demonstration zunächst
mit dem Auto anreisen, um zu marschieren.
Zu diesem Abschnitt über die geistigen und ethischen Aspekte
durch die Ernährungsumstellung sollte auch der
Trendbereich der 90'er Jahre betrachtet werden können, der
Umweltschutz, der für die nächsten Jahrzehnte eine der
Hauptaufgaben menschlichen Wirkens darstellt. Umweltschutz sollte
nicht nur um den Menschen geschehen, sondern im Menschen selbst
beginnen. Hügeln (im menschlichen Magen) von verwesenden
Kadaverteilen, die von notgedrungen im menschlichen Körper
selbst kreierten fleischfressenden, feiner gesagt fleischverdauenden,
Bakterien zersetzt werden, vermitteln keine angenehmen Vorstellungen,
fallen aber täglich beim Fleischessenden an. Gerade solche
Menschen neigen dazu, je bedauernswerter die gefressenen Tierleichen
sein mögen (Muscheln, Hummer, Krabben), sich mit feinstem an
Stoff, Parfümen, und Statussymbolen zu umgeben. Umweltschutz
beginnt auch bei diesen elitären
Tierkadaververwertungseinheiten. Schnell überaltet und senil
geworden, beginnen diese Menschen dann, auf sich, ihre erworbenen
Krankheiten und nicht auf die Umwelt, wie schon in früheren
Kapiteln erwähnt, zu achten. Sie bleiben eine Belastung für
die Umwelt, und für die Menschen ihrer Umgebung. Der Autor kann
in den Verdacht, eine solche Person zu sein nicht kommen. Als
jugendlicher Rohkostverwerter hat er genügend Energie, dieses
Buch zu verfassen, und seinem nicht nur akademisch angehauchten Beruf
nachzugehen, wie jedes sogenannte andere wertvolle Mitglied dieser
Gesellschaft auch.
Der Umweltschutz vom Körper bis in seine nähere
Peripherie bedeutet, auch ein ausgewogenes Haushalten mit den durch
das Essen erworbenen Kräften, um die persönliche Gesundheit
mit Erfolg zu sichern. Unsere gesellschaftlichen
Verständigungsprämissen Macht, Gewalt und Sex, auf die
viele wirtschaftliche und persönliche Beziehungen reduziert
werden, sorgen für keine anhaltende Sicherheit des Bestandes der
menschlichen Spezies. Umweltschutz bedeutet unter anderem den
Verzicht auf Macht über Zerstörenden, Verzicht auf die
Gewalt des Tötens, auch Verzicht auf die Sexualität im
Übermaß als Energievernichter.
So wurde z.B. die Einführung des Katalysators als großartige
Maßnahme zum Umweltschutz gepriesen - leider erwies sich, daß
dies nur eine großartige Maßnahme war, um die Gewinne zu
vermehren; ein echter Umweltschutzeffekt jedoch nicht damit verbunden
war. Im Gegenteil, die Gase, die den Katalysator verlassen, sind
weitaus giftiger, als alles, was vorher aus einem Auspuff geströmt
war, wie G. Ulmer in Wie gefährlich ist der Katalysator?
darlegt. Seit Einführung des Kat's ist in den USA die
Lungenkrebsrate bei Automechanikern um das 10-fache gestiegen. Die
Bemühungen des Umweltschutzes führen jedoch oft zu
Irritationen. Ein Gegeneffekt zur propagierten Absicht stellt sich
überdies noch ein. Überzeugt, nun mit dem Katalysator
umweltfreundlicher Auto zu fahren, tritt der einzelne
skrupelloser in das Gaspedal, die Masse fährt besten Gewissens
noch mehr mit dem Auto als vorher. Die Menge der Schadstoffe und der
schädlichen Einwirkungen erhöht sich damit, der Umsatz der
beteiligten Industrieunternehmen ebenfalls.
Was der Mensch in seinem Magen nicht vermag, beginnt er nun als
Umweltschutzmaßnahme in seinem Umfeld unter dem Schlagwort
Mülltrennung. Auch diese Maßnahme dient nur der Beruhigung
des Gewissens von Obrigkeit und der breiten Masse der Bevölkerung.
In vielen Fällen werden die vom einzelnen Bürger aufwendig
sortierten Abfälle zu Kleindeponien in vor sich hin verrottenden
Containerplätzen mit dem Auto transportiert. Um der sinnvollen
Trennung wegen wird Energie verschwendet. Das oft versprochene
Recycling würde dann zu aufwendig werden und findet deshalb nie
statt.
Der einziger Ausweg aus der Müllmisere ist eine komplette
Änderung des Konsumverhaltens der Bevölkerung. Eine
wirkliche Umweltschutzmaßnahme ist vorbeugend nur dadurch
gegeben, daß überflüssige Produkte vermieden oder
durch Produkte, die einen wesentlich geringeren Produktionsaufwand
erfordern, ersetzt werden.
Der Grund für die Umweltverschmutzung ist der Mensch
selbst. Die Vergiftung seines Geistes, Die Verwüstung seiner
Seele. Phil Bosmans
So ist es folgerichtig, daß sich mit der
Ernährungsumstellung auf Rohkost dann automatisch ein
zunehmendes Bewußtsein für den Umweltschutz in Ihrem
Denken bildet. Vielleicht ist dies auf die - ob bewußte oder
unbewußte - Assoziation der Lebensmittel mit unserer Umwelt
zurückzuführen; denn bei Obst, Gemüse und Salaten
fragt sich fast jeder, auch der Normalesser, ob es gespritzt oder mit
Kunstdünger erzeugt wurde, ob es neben Hauptstraßen
gepflanzt und geerntet wurde, und welche Schadstoffe sonst eventuell
noch darin sein könnten. Mit diesem Erkennen ist verbunden, daß
jeder aus seinem Selbsterhaltungstrieb heraus versuchen wird, die
Umwelt möglichst zu schonen, um eine relativ schadstoffreie Kost
zu sich nehmen zu können. Bei der sogenannten Normalkost kümmert
sich - trotz gesetzlicher Vorschriften der Deklaration von
Schadstoffen für den Körper auf der Packung - kaum jemand
darum, welche negativen Wirkungen die chemischen Zusätze auf den
Körper ausüben. Kein Wunder, daß hier niemand mehr an
die Beziehung zwischen Umwelt(verschmutzung) und Ernährung
denkt, denn weder Nudeln noch Pizza oder Fleisch lassen irgendeinen
Gedanken an die Natur aufkommen.
Übersicht
Ist es möglich, Ihre Vorstellungswelt mit dem Inhalt dieses
Zitates in Einklang zu bringen? Um sich um die Dinge kümmern zu
können, ohne die unser Leben ohne Sinn und Ziel bleibt, ist es
nötig, den Boden zu bereiten, also den Körper gesund, rein
und leistungsfähig zu machen oder zu erhalten. Welche
Lebensmittel diese Zielsetzung fördern, und welche Umstände
zu einer natürlichen Lebensführung gehören, sollte auf
den folgenden Seiten gezeigt werden.
Sollten Sie eine Beschränktheit in dem aufgeführten
sehen, so mögen Sie über Ihre Kritik hinaus sich aufgerufen
fühlen, weitere Möglichkeiten und Ergänzungen einer
natürlichen, gesunden Ernährung zu finden. Dem Leser sei
zugestanden, in seiner Erfahrungswelt Alternativen zu kennen, die dem
Autor verschlossen geblieben sind. Wüßte man es nicht, wer
würde dann in einer Kokosnuß der harten Schale wegen den
erfrischenden, vitaminreichen Saft der Kokosmilch vermuten? Wer noch
dazu genauer beobachtet, weiß seine körperlichen und
geistigen Reaktionen auf ein natürliches Essen einzuschätzen.
In der Allgemeinkost ist dem Beobachter in seiner Egozentrik nur
folgendes bekannt: Wenn er, wie er meint, gut und scharf, Fleisch,
Fisch oder Meeresfrüchte in sich hineingeschlungen hat,
zeigt sich der Anschein von Wohlbehagen durch Trägheit solange,
bis beim männlichen Esser die Vehemenz des Verdauungsaktes bis
an die Prostata heranreicht und er sich nun als Essenz des Gelages
dem sexuellen Nachspiel hingeben kann. Ein geistiges Gespräch
mit den Essenspartnern, bis es soweit ist, zeugt in der
abendländischen Gesellschaft von Niveau.
Die Frage drängt sich auf, nicht nur unter diesem Aspekt, auf
was der Normalesser bei der Umstellung auf gesunde Ernährung
verzichten muß. Er verzichtet darauf, an einem kollektiven
Unsinn teilzunehmen und auf die damit verbundene Anerkennung
innerhalb des Kollektivs. Er wird zum Außenseiter, nicht aus
Vernunftgründen, sondern einer scheinbaren Eigenart wegen, die
intensiv hinterfragt wird. Der Hausarzt als bedeutendes regulatives
Wesen wird zunächst akzeptiert, bis die Empfehlung kommt, den
Arzt und somit die Therapie zu wechseln, und wieder normal - mit
welcher Pharmazie auch immer begleitet - Fleisch zu essen.
Sie gewinnen Unerwartetes, das jetzt nicht so beschrieben werden
kann, da Sie als gegebenenfalls Fleischessender keine analogen
Begriffe der Beschreibung kennen können.
Wie will man einem Fisch erklären können, was Luft
ist, wenn er sein Element des Wassers noch nie verlassen hat: In der
Luft gibt es auch Fische, deren Flossen man Flügel nennt, und
das Herumschweben in diesem Element als Fliegen bezeichnet wird. Die
Luft strömt nicht durch Kiemen, darum werden die Fische auch
Vögel genannt. Die Menschen, die in der Luft nicht schwimmen
können, jedoch große Sprünge machen, bezeichnet man
als Leute, die in diesem Element ganz zu Hause sind: Man sagt zu
Ihnen Luftikusse. Mehr kann man über die Luft nicht sagen, da
die Wesen, die in der Luft leben, vom Wasser kaum etwas wissen.
Daß es einen Minister für Gesundheit gibt, ist
anerkannt, um was er sich alles zu kümmern hat, findet nicht
immer Zustimmung. Die Bezeichnung Bundeskrankheitsministerium
wäre
angebrachter, wenn man bedenkt, daß dort eigentlich nur die
Ströme von Krankheitskosten gelenkt oder umgeleitet werden.
Nutznießer dieser Kostenschlangen sind Ärzte und
Pharmazieunternehmen, die im heftigen Widerstreit an den Ufern dieser
immer mehr mäandrierenden Kostenlawinen lagern. Da es hier nur
um Verteilung geht, um Kosten und krankheitserhaltende Substanzen
(zugestanden, die körperlichen Belastungen wechseln bei Einnahme
von Medikamenten, und es bleibt immer interessant, dem Herrn Doktor
zu erzählen, daß es hier nicht mehr schmerzt und dort umso
heftiger), so hat man sich daran gewöhnt, daß nach der
freundlichen Werbestimme die mahnende folgt: Zu Risiken und
Nebenwirkungen lesen Sie die Packungsbeilage und Fragen Sie Ihren
Arzt oder Apotheker. Damit wird akzeptiert, daß es
Risiken gibt, und für die Nebenwirkungen hat der Apotheker das
nächste Mittel.
Daß dieses System in sich gut funktioniert, zeigen die
ständig steigenden Ausgaben für dieses sogenannte
Gesundheitswesen. Zur Kostendämpfung trägt jeder bei, d.h.
es wird noch teurer.
Die Wissenschaft trägt dazu bei, daß von einer gesunden
Lebensführung weggeforscht wird. Zurück zur Natur wäre
eine zu einfache, unwissenschaftliche Erkenntnis, die nicht einmal
eines Magistergrades würdig wäre. Da wir uns an
Mangelerkrankungen schon so gewöhnt haben, finden wir es
gerechtfertigt, daß daran erheblich herumgeforscht wird. Es
kann einen Menschen nichts schöneres passieren, als daß
seine Erkrankung Gegenstand von wissenschaftlichen Forschungen sein
kann. Ob dies den Krebserkranten entschädigt, der grundsätzlich
in einer Universitätsklinik eine Forschungsnummer erhält,
bleibt fraglich.
Es ist für einen Menschen der Jetztzeit - mit ihrer
ungeheuer gesteigerten Zivilisation - beschämend zu wissen, daß
diese furchtbaren Krankheiten, die Mangelkrankheiten, so leicht zu
vermeiden sind. Dr. med. K. Fr. von Kügelgen
Übersicht
4. Natürliches Leben
Eine idealisierte Welt aufzubauen ist innerhalb einer Generation
kaum möglich. Dem Jesuitenorden, der dies in Lateinamerika
versucht hatte, wurden sogar vom Vatikan diese Aktivitäten
untersagt. Wenn dieses Leben schwieriger ist, indem man diese Last
auf sich nimmt, so ist damit auch verbunden, daß es schöner
und reichhaltiger sein muß. Der um dieses Leben Bemühte
schockiert sein Umfeld durch klare Wort und noch eindeutigeres
Handeln, was immer für die anderen unvermutet erscheint. Ein
natürliches Leben, das sich in dieser synthetischen Welt noch
zurechtfindet, ist Vorwurf und Anklage für das unechte und somit
verlogene Existieren der übrigen Menschen. Den natürlich
Lebenden belastet es nicht, daß andere nach dem Ursprung seiner
Kräfte fragen, nach der Quelle seiner Schlagfertigkeit
sinnieren, die intuitiven, meist richtigen Reaktionen befremdend
bestaunen. Wenn der natürlich Lebende unter Beweis stellt, daß
er der Masse weit überlegen ist, meist durch eine sportliche
Leistung, so wird er schnell zum Idol. Seine Lebensweise jedoch, die
dazu geführt hat, ein Idol zu werden, bleibt im Verborgenen.
Schnell weiß Klatsch und Tratsch über das Idol zu
berichten, daß er - wie alle Prominenten - ein Mensch mit den
üblichen Lastern der Masse behaftet ist.
Natürlich Leben heißt auch, in unvorstellbarer
Bescheidenheit konsequent zu leben. Unvorstellbar deshalb, weil sich
sein Ego mit der Natur so verbindet, daß es tatsächlich
unauffällig wird. Diesen Gewinn kann nur werten, wer ihn
errungen hat. Die Hürden auf diesem Weg kommen unerwartet und
sind oft in sich selbst enthalten. Vielleicht ist hier ein Vergleich
angebracht: Was kann ein völlig ungebildeter Mensch, von der
Meinungsbildung öffentlicher und privater Medien verzerrt,
inhaltlich in einem allegorischen oder mystischen Kunstwerk
entdecken? Nicht einmal sich selbst.
Übersicht
5. Natürliche Lebensmittel
5.1 Obst und Nahrungsergänzungen
Als wichtiges Lebensmittel für den Menschen ist natürlich
an der Sonne gereiftes Obst zu nennen, der Supersprit für
unseren Körper. Für Obst benötiget Ihr Körper nur
minimalsten Verdauungsaufwand (ca. 10 % der gesamten in dem
jeweiligen Lebensmittel enthaltenen Energie), so daß für
andere Vorgänge im Körper genügend Energie vorhanden
ist. Hier ist vor allem die Ausscheidung von Giftstoffen zu nennen,
die bei reiner Obstkost sehr gründlich funktioniert. Nur durch
Fasten und zielgerichtete Atemtechnik können Gifte noch
schneller ausgeschieden werden.
Natürlich an der Sonne gereiftes Obst bedeutet, daß man
seine Auswahl auf die nähere, ohne moderne Verkehrsmittel
erkennbare Umgebung, also den natürlichen Lebensraum des
Menschen, beschränkt. Vor allem sollte man in Deutschland auf
keinen Fall Zitrusfrüchte essen, da diese unreif geernteten
Früchte durch ihre Säure und auch saure Verdauung den
Kalziumvorrat des Körpers angreifen und dadurch häufig
Zahnprobleme hervorrufen.
Nur im reifen Zustand wirken sie basisch und belasten dadurch den
Kalziumhaushalt des Körpers nicht. Es ist zu empfehlen,
Zitrusfrüchte ausschließlich dort zu essen, wo sie
wachsen, und auch dort sollte man die Menge möglichst gering
halten.
Durch die Ausbreitung der menschlichen Zivilisation auf Gebiete,
die nicht die für eine vielseitige und gesunde Ernährung
erforderliche ganzjährige Vielfalt an Lebensmitteln bietet,
entsteht vor allem im Winter für den Rohköstler ein
ernstzunehmendes Beschaffungsproblem. Das Obst und Gemüse, das
erhältlich ist, ist nicht nur unreif geerntet, sondern meist auf
ausgelaugten Böden gewachsen und deshalb nicht mehr so
nährstoff- und vitaminreich, wie es erforderlich ist - neueste Forschungen zeigen
einen Verlust von wichtigen Inhaltsstoffen um bis zu 92 %, wie die folgende Tabelle zeigt!!
| Nahrungsmittel |
Nährstoff |
1985 |
2000 |
Differenz |
| Apfel |
Vitamin C |
5 mg / 100 g |
1 mg / 100 g |
- 80 % |
| Banane |
Vitamin B6 Folsäure |
330 mg / 100 g 23 mg / 100 g |
22 mg / 100 g 3 mg / 100 g |
- 92 % - 84 % |
| Bohne |
Calzium Vitamin B6 Magnesium Folsäure |
56 mg / 100 g 140 mg / 100 g 100 % 100 % |
34 mg / 100 g 55 mg / 100 g 85 % 16 % |
- 38 % - 61 % - 15 % - 84 % |
| Broccoli |
Calzium Folsäure Magnesium |
100 % 47 mg / 100 g 100 % |
34 % 23 mg / 100 g 75 % |
- 66 % - 52 % - 25 % |
| Erdbeere |
Vitamin C |
60 mg / 100 g |
13 mg / 100 g |
- 67 % |
| Fenchel |
Beta Karotin |
100 % |
20 % |
-80 % |
| Karotte |
Magnesium |
21 mg / 100 g |
9 mg / 100 g |
- 57 % |
| Kartoffel |
Calzium Magnesium |
14 mg / 100 g 100 % |
4 mg / 100 g 77 % |
- 72 % - 23 % |
| Orange |
Vitamin C |
100 % |
12 % |
- 88 % |
| Spinat |
Vitamin B 6 Vitamin C Magnesium |
100 % 100 % 100 % |
41 % 42 % 32 %
|
- 59 % - 58 % - 68 % |
Der menschliche Körper hat unter optimalen Voraussetzungen an Umwelt
und Umfeld einen sehr niedrigen Bedarf an hochwertigen
Nahrungsmitteln, in der heutigen Welt wird dieser Bedarf jedoch durch
zunehmende Mengen an Giftstoffen und Streßfaktoren für den
Menschen um ein Vielfaches gesteigt. Dieser gesteigerte Bedarf ist
oftmals nicht durch eine Steigerung der Menge oder Qualität
natürlicher Lebensmittel zu decken. Deshalb kann trotz einer
gesunden Lebensführung und Ernährung ein Mangel an
Vitaminen und Enzymen auftreten; Antioxidantien, die der Bedrohung
der Gesundheit unseres Körpers durch die freien Radikale
entgegenwirken. Die Folge: trotz des uns üppig zur Verfügung stehenden
Essens sind viele Menschen heute mangelernährt!! Unglaublich, angesichts vieler
rundlicher Figuren, die uns heute begegnen, aber doch wahr!
Eine Ergänzung unserer Ernährung durch ein Konzentrat,
das folgende Bedingungen erfüllt, ist in den meisten Fällen
angebracht. (Zu beachten ist dabei: auch dieses Konzentrat geht natürlich
über die natürliche Ernährungssperre, den Ernährungsinstinkt, hinweg!)
Die zur Produktion des Konzentrats herangezogenen Obst-
und Gemüsesorten sollten an der Sonne gereift und im optimalen
Reifezustand geernet werden. Daneben sollte der Anbau
selbstverständlich ohne die Verwendung künstlicher
Düngemittel und dem Einsatz von Insektiziden, Pestiziden sowie
Herbiziden erfolgen. Bei der Herstellung des Konzentrates sollte ein
relativ niedriger Temperaturbereich nicht überschritten werden,
um vor allem den Erhalt der sehr temperaturempfindlichen Vitamine und
Enzyme möglichst vollständig zu gewährleisten. Das
Konzentrat sollte selbstverständlich ohne künstliche
Konservierungsstoffe bereitgestellt werden, die enthaltenen
Nährstoffe sollten eine möglichst hohe Bioverfügbarkeit
aufweisen. Das Produkt Juice Plus+, das von der Firma NSA vertrieben
wird, erfüllt die oben aufgeführten Anforderung sehr gut
und kann somit zur Deckung eines eventuell auftretenden Mangels
eingesetzt werden.
Eine andere Möglichkeit der Nahrungsergänzung bietet die Alge "Spirulina", die
neben einer unglaublichen Vielfalt an Vitaminen, Enzymen und Mineralien auch noch viele
Aminosäuren beinhaltet. Ein Vergleichstest mit und ohne Spirulina im Krafttraining (bei
Kieser) ergab für mich persönlich, dass mit einem täglichen Teelöffel Spirulina-Pulver
die Gewichte um ca. 10 % höher lagen als ohne..
Eine dritte Möglichkeit der Nahrungsergänzung bietet Aloe Vera von Forever
Living Products (FLP), einer seit Jahrhunderten bewährten Heilpflanze. Hier finden
Sie weitere Informationen, wenn Sie hier klicken.
Es gibt sicherlich eine weitere, breite Palette an Ernährungsergänzungen, die im
Einzelfall sinnvoll sein können. Da ich dabei jedoch nicht aus persönlicher Erfahrung
sprechen kann, möchte ich mich dazu auch nicht äußern!
Übersicht
5.2 Gemüse
Durch Gemüse, das möglichst nur aus biologischem Anbau
stammen sollte, werden dem Körper viele Mineralien und Elemente
zugeführt, die in einer reinen Obstrohkost nur in sehr kleinen
Mengen vorkommen. Vor allem das Gemüse wie auch Salate sollten
aus biologischem Anbau sein, denn während Obst durch den Baum
oder Strauch viele Giftstoffe wieder in den Stamm und Boden
zurückführen kann, bleiben beim Gemüse die Giftstoffe
in der Pflanze selbst, so daß Sie hier gesteigerten Wert auf
eine natürliche Anbauart legen sollten.
Ein qualifizierter biologischer Anbau an einer stark befahrenen
Straße oder nahe ähnlichen Schadstoffquellen ist sehr wohl
einem herkömmlichen, mit Kunstdünger, Insektiziden und
Pestiziden arbeitenden Gärtner überlegen. Das wesentlichste
für die Pflanze ist eine gesunde, alle nötigen Nährstoffe
liefernde Humusschicht.
Wenn die Pflanze dadurch alle benötigten Stoffe in einer
hervorragenden Qualität zur Verfügung gestellt bekommt,
baut sie keine Schadstoffe in ihre Zellstruktur ein, so daß
trotz der ständigen Berieselung mit Giften eine gute Qualität
der Lebensmittel sichergestellt ist.
Übersicht
5.3 Salate, Kräuter
Das Vorbild unserer nächsten Verwandten im Tierreich, der
Menschenaffen, zeigt uns, daß bei Fehlen von Obst und Gemüse
auf Wildkräuter zurückgegriffen wird, die unseren
gezüchteten Salaten deutlich überlegen sind. Sie werden
schnell merken, daß Wildkräuter einen sehr schnellen
Sättigungseffekt bewirken, wie Sie ihn mit Salat wohl kaum so
schnell erreichen können. Diese sogenannten Unkräuter
zeigen ihre Lebenskraft einfach dadurch, daß sie nur sehr
schwer auszurotten sind, während unsere Salate gehegt und
gepflegt werden müssen, damit man einen vernünftigen Ertrag
erhält.
Übersicht
5.4 Getränke
Das einzige Getränk, das dem Rohkost-Gedanken voll
entspricht, ist das Wasser. Doch gerade beim Wasser gehen viele
Meinungen stark auseinander. Das Motto der Rohkost lautet: So
natürlich wie möglich! . Dies kann man in fast jedem
Rohkostbuch nachlesen, von Wandmaker über Konz bis zu Burger.
Während den größten Teil des Jahres Wasser für
Rohköstler relativ unwichtig ist, stellt sich für viele
Rohköstler - gerade in der heißen Jahreszeit - auch die
Frage: Welches Wasser soll ich trinken? . Auch diejenigen, die
generell erst Mittags die erste Mahlzeit des Tages zu sich nehmen,
trinken gerne am Vormittag Wasser.
Die meisten Rohkostliteraten geben dazu die Auskunft, daß im
Wasser möglichst überhaupt keine Stoffe mehr vorhanden sein
sollen, also werden Destillation und Umkehrosmose empfohlen. Könnte
hier vielleicht - wie so oft - einer gedacht hat und viele
abgeschrieben haben? Schon Henry Ford sagte: Denken ist die
härteste Arbeit, die es gibt. Das ist wahrscheinlich auch der
Grund, warum sich so wenig Menschen damit befassen. Es ist zwar
nicht so, wie die schulmedizinischen Gegner des Trinkens von
destilliertem Wasser behaupten, daß damit die Körperzellen
platzen würden - denn diese können in ihrer Kurzsichtigkeit
wieder einmal Laborversuche und den menschlichen Körper nicht
auseinanderhalten. Jedoch gibt es andere Gründe, die gegen den
dauerhaften Konsum solchen Wassers sprechen.
Im folgenden sind die vier zum Trinken verbreitetsten Wasser-Arten
gegenübergestellt und jeweils die Vor- und Nachteile davon
aufgezeigt.
destilliertes Wasser bzw. mit Umkehrosmose gereinigtes
Wasser: So natürlich wie möglich - das kann ja wohl
nicht bedeuten, reines H2O zu sich zu nehmen. Der
Urmensch dürfte wohl mit ziemlicher Sicherheit aus Bächen
und Flüssen, Pfützen, etc. getrunken haben, und dies ist
mineralhaltiges Wasser. Es bestand ja keine Gefahr, daß weiter
oben ein Landwirt Insektizide spritzt oder eine Chemiefirma ihre
Abfallstoffe über den Wasserlauf entsorgt. Auch herrscht
allgemein die Ansicht vor, daß diese anorganischen
Mineralien, die im Wasser vorhanden sind, vom Körper
nicht aufgenommen werden können - eine These, die wohl einfach
nicht haltbar ist. Denn jeder kann an sich selbst erproben,
daß
mineralhaltiges Wasser im Sommer nach Extrembelastungen schneller zu
einem Erholungseffekt führt als reines Wasser. Auch isotonische
Getränke, zeigen, daß die Mineralien im Wasser vom
Körper
aufgenommen werden können.
Wie man unschwer erkennen kann, ist dies also keineswegs eine
natürliche Art, Trinkwasser herzustellen. Als Folge davon sind
Stoffwechselprobleme bei vielen Menschen durch langanhaltenden
Konsum solchen Wassers verbreitet. Außerdem sind diese
Methoden vom Umweltschutzgedanken keinesfalls akzeptabel.
Während
bei der Destillation eine große Menge Energie vergeudet wird,
um reines Wasser zu erzeugen, werden bei der Umkehrosmose mehrere
Liter Wasser benötigt, um einen Liter reines Trinkwasser zu
erzeugen.
Mineralwasser, Tafelwasser: In einem Test der Sendung
Extra im privaten Fernsehsender RTL wurden 61 stille
Mineralwässer getestet, und in nicht weniger als 13 davon
wurden krankmachende Keime entdeckt, nur 60 % waren als rein zu
bezeichnen. Dies ist nicht verwunderlich, wenn man weiß,
daß
Mineralwasser nur einmal pro Jahr kontrolliert werden muß, und
manche Wässer bis zu einem halben Jahr stehen, bis sie zum
Verbraucher gelangen - genügend Zeit für die Keime, sich
zu vermehren. Desweiteren darf Mineralwasser nicht verändert
werden, so daß langfristig immer mehr und mehr Chemikalien und
Giftstoffe, die z.B. durch die Landwirtschaft in den Boden gelangt
sind, bis zu den Mineralwasserbrunnen durchsickern und somit die
Belastung solcher Wässer immer mehr zunehmen wird. Nur
Tafelwasser darf nach der deutschen Trinkwasserverordnung
verändert
werden, und dies wird auch praktiziert, wie das Beispiel BonAqua
zeigt: dabei handelt es sich um mit Aktivkohle gereinigtes
Kölner Stadtwasser, das aus dem Rhein gewonnen wird.
Außerdem ist die Verwendung von Flaschenwasser
äußerst
unökologisch: denn jede Flasche wird mit im Schnitt 7 Litern
Trinkwasser gereinigt, Reinigungsmittel wird gebraucht,
Flaschenverschlüsse und Etiketten müssen entsorgt werden,
Heizöl zum Erhitzen des Spülwassers wird verbraucht, und
Mineralwasser wird oft über weite Entfernungen transportiert.
Darf es so weitergehen, daß dieser Unsinn weiterhin
praktiziert wird, wenn die Menschheit noch eine kleine Chance zum
Überleben haben möchte? Wir müssen jetzt
beginnen, umweltfreundlich zu Handeln, um etwas zu ändern, denn
die Erde kann sehr wohl ohne den Menschen auskommen, aber wir nicht
ohne die Erde!
Energetisierte Wasserarten: Bei dieser Sorte Wasser
handelt es sich um Verfahren wie das Grander-System, levitiertes
Wasser, das Plocher-System, und andere. Die Firmen behaupten,
daß
durch ihre Behandlung des Wassers dieses eine hohe Schwingung
bekommen würde, rechtsdrehend würde, oder
ähnliches, und damit eine für den Körper sehr
positive Information mitbekäme. Leider ist Wasser ein
relativ schlechter Informationsträger, was sich schon daran
zeigt, daß es nicht in der Homöopathie verwendet wird -
vielmehr wird dort Alkohol oder Milchzucker als
Informationsträger
verwendet. Bei allen der genannten Verfahren bleiben außerdem
alle Giftstoffe im Wasser.
Aktivkohlefilter: Eine umweltschonende und einfache
Art, der natürlichen Filterung durch verschiedene Gesteins- und
Bodenschichten nachempfunden, um möglichst natürliches
Wasser zu erhalten, ist die Filterung mittels Aktivkohle.
Aktivkohle filtert organische Stoffe wie z.B. Insektizide,
Pestizide, Herbizide, Chlor, Silikate und Phosphate, mit denen unser
Leitungswasser in zunehmendem Maße verschmutzt ist, zu einem
sehr hohen Prozentsatz aus dem Wasser. Oft werden auch Schwermetalle
bzw. bei sehr kalkhaltigem Wasser ein Teil des Kalks entfernt.
Anforderungen an solche Filtersysteme sind vor allem eine hohe
Qualität der Aktivkohle, sowie eine Filterung in geschlossenen
Systemen. Ein Zusatz kleiner Mengen Silber verhindert Keimwachstum
im Filter. Filtersysteme, die auf der Basis von Aktivkohle arbeiten,
bieten mit einem Preis pro Liter ab einem Pfennig eine sehr
preiswerte und umweltschonende Möglichkeit, hochwertiges
Trinkwasser zu erhalten.
Wenn Sie noch etwas anderes als nur pures Wasser trinken wollen,
können Sie evtl. etwas frisch gepreßten Saft hinzugeben,
allerdings sollten Sie dies dann bald trinken, da sonst der
Oxidationsprozeß die meisten Vitamine vernichtet. Auch gegen
puren frisch gepreßten Saft ist nicht allzuviel zu sagen -
außer daß dadurch die natürliche Ernährungssperre
aufgehoben wird, die normalerweise dafür sorgt, daß Sie
nicht zu viel eines Stoffes zu sich nehmen.
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