Gesundheit

   


Der Mythos Milch







Der größte Mythos in der Ernährung (zumindest in den westlichen Ländern) rankt sich um das Thema Milch. Zweifellos benötigt der Mensch Milch - aber nur Milch seiner eigenen Art, so wie jedes andere Lebewesen auch. Ebenfalls benötigt er nur so lange Milch, wie er es von der Brust seiner Mutter erhält und verlangt. Nebenbei bemerkt, ist vor allem auch der körperliche Kontakt zwischen Mutter und Kind ein äußerst wichtiger Aspekt im Leben jedes Menschen, und vermittelt dem Kind Sicherheit, Geborgenheit und Liebe. Wie kann da eine Mutter glauben, dass die Ernährung ihres Kindes durch Produkte aus der Flasche ersetzt werden könnte? Wären sich diese Frauen der Wichtigkeit ihrer Rolle im menschlichen Zusammenleben bewußt, würde die Rolle der Hausfrau und Mutter eine deutliche Aufwertung bekommen. Wenn sich die Mutter der ihr von der Natur zugedachten Position entsprechend verhält, wäre auch so manches frühkindliche Trauma, das im Falle des zu frühen Entzugs der Mutterbrust zu der Entwicklung dessen führt, was in der Psychologie als "oraler Typ" bezeichnet wird, vermeidbar. Dies heißt nicht, dass hier ein Plädoyer gegen die Gleichberechtigung geführt werden soll, sondern nur, dass es hier für das Kleinkind absolut keinen Ersatz für die Mutter gibt (Der Leser möge mir diese kleine Abschweifung zum eigentlichen Thema "Mythos Milch" entschuldigen; zu diesem Thema finden sich in dem Buch von Jean Liedloff "Auf der Suche nach dem verlorenen Glück" wahre Offenbarungen.).

Zurück zum Thema Milch: Erhält der Säugling Milch anderer Art, so ist die Zusammensetzung dieser Milch für diese spezifische Art optimal, aber nicht für den menschlichen Säugling. So soll z.B. die Kuh wesentlich schneller wachsen und muß - im Verhältnis zum Körpergewicht - wesentlich weniger Gehirnmasse aufbauen. Ob diese Wirkung beim Menschen ebenfalls eintritt, wurde meines Wissens noch nicht untersucht, die Tatsache bleibt jedoch bestehen, dass zumindest die Möglichkeit besteht, dass auch beim Menschen dadurch Größenwachstum statt Gehirnwachstum hervorgerufen wird - Fakt ist, dass die Menschen in den letzten Jahrhunderten und vor allem Jahrzehnten zunehmend größer werden. Ob sich damit auch gleichzeitig die zweite Wirkungsweise zeigt, die aus der artspezifischen Zusammensetzung der Kuhmilch herrührt, vermindertes Gehirnwachstum, sei dahingestellt. Da die Gehirnleistung nicht unbedingt mit der Größe des Gehirns zusammenhängen, sondern mit der Dichte der Verschaltung zwischen den einzelnen Neuronen, ist eine solche Fragestellung kaum endgültig zu beantworten, auch unter dem Aspekt, dass es sich als äußerst schwierig erweisen dürfte, ausgewogene Vergleichsgruppen für eine Untersuchung zu finden. Es ist jedenfalls nicht von der Hand zu weisen, dass theoretisch eine solche Gefahr besteht; die Entscheidung, sich auf dieses unsichere Terrain menschlicher Ernährung zu begeben, bleibt schließlich jedem Menschen selbst vorbehalten.

Ein wesentliches Übel beim Milchverzehr liegt darüberhinaus in der unnatürlichen Verarbeitung, der Homogenisierung und Pasteurisierung. Zwei Ärzte aus Connecticut, Dr. K. A. Oster und Dr. D. Ross, haben vor einiger Zeit den sogenannten XO-Faktor entdeckt, der eine wesentliche Rolle bei Herzinfarkten spielt. Nach den beiden Ärzten enthält das Milchfett das Enzym Xanthine Oxidase (XO). Durch die Homogenisierung wird die Milch in mikroskopisch kleine Kügelchen zerlegt, was dem Enzym XO erlaubt, durch die Wände des Verdauungskanals in die Blutbahn zu gelangen, statt natürlicherweise durch die Magensäure neutralisiert und ausgeschieden zu werden. Die Ärzte erklärten das Trinken homogenisierter Milch als gefährlicher als Zigarettenrauchen (siehe Wandmaker: "Willst Du gesund sein? Vergiss den Kochtopf!", S. 66.).

Als besonders gefährliche Milchsorte innerhalb der Gruppe der "Milcharten" kann die H-Milch bezeichnet werden.
Die H-Milch wird unter hohem Druck auf eine Metallplatte geschleudert, wodurch aus den eiweißumhüllten Fettkügelchen von 3 Mikron Durchmesser der Frischmilch, die die Darmwand nicht ohne komplizierten Abbauprozeß passieren können, solche von 1 Mikron Durchmesser werden, die ohne wesentlichen Abbau passieren. Dadurch bleibt die Xanthinoxidase erhalten, die in den Arterien den Schutzstoff Plasmalogen zerstört. So entstehen an den Arterieninnenwänden ultrafeine Löcher, die der Körper mit Fett u. Kalksalzen auffüllt. Die Innenfläche der Arterien, die spiegelglatt sein sollte, wird unregelmäßig, der Blutdruck steigt und vor allem wird das Blut verwirbelt und kann gerinnen. Thrombose, Herzinfarkt und Schlaganfall sind die Folgen. Daher trägt H-Milch maßgeblich bei zur Haupttodesursache der Industrienationen.
Literatur: Deutsches Ärztemagazin, Heft 39/Sept. 1996

Milch enthält einen für den Menschen sehr hohen Anteil an Protein in Form von Kasein. Zur Verdauung von Kasein benötigt man das Enzym Lab, von dem im menschlichen Verdauungstrakt leider nur kleine Mengen zur Verfügung stehen, was die Verdauung natürlich erschwert. Außerdem benötigt die Laktose der Milch (Milchzucker) das Enzym Laktase zur Verdauung, was zumeist nur Babys und Kleinstkinder besitzen. Die Produktion dieses Enzyms wird meist im frühen Kindesalter eingestellt.

Das angeblich so äußerst wichtige Kalzium der Milch, das auch der sich immer weiter ausbreitenden Volkskrankheit Osteoporose entgegenwirken soll, ist zumindest in der Werbung der Milchfabrikanten unentbehrlich. Die Wirklichkeit jedoch zeigt, dass bei Völkern, die keine Milch zu sich nehmen, die Osteoporose nahezu unbekannt ist. Vielmehr steht Osteoporose wohl in indirekt proportionalem Zusammenhang mit der Menge der Eiweißaufnahme - je mehr Eiweiß jemand zu sich nimmt, desto höher die Wahrscheinlichkeit, Osteoporose zu bekommen (siehe Dr. med. Winfried Beck in der Zeitschrift "Fit für Leben" Nr. 5/1995, S. 14.).

Das oben erwähnte Beispiel der Völker, die keinen Milchverzehr kennen, zeigt, dass offensichtlich Milch dem Körper Kalzium entzieht, statt es ihm zur Verfügung zu stellen, wie es uns die Werbung weismachen möchte. 99 % des Kalziums der Kuhmilch wird wenige Stunden nach dem fragwürdigen Genuß im Urin des Menschen wiedergefunden. Zudem übersäuert die Milch den Körper, und um Säure zu neutralisieren, entzieht der Körper seinen Zähnen und seinem Skelett Kalzium mit allen bekannten negativen Folgen. Um es nochmals deutlich auszudrücken: Alle uns bekannten Fakten beweisen, dass Milchverzehr dafür sorgt, dass dem Körper Kalzium entzogen wird!!

Wer jedoch glaubt, auf Milch nicht verzichten zu können, sollte zumindest versuchen, Rohmilch zu bekommen. Die meisten Untersuchungen mit Milch finden mit gekochter, pasteurisierter und homogenisierter Milch statt. So kann man zumindest hoffen, dass Rohmilch einige Nachteile der veränderten Milch nicht hat und somit weit besser ist als oben dargestellt. Besser bekömmlich als Kuhmilch ist Milch vom Schaf oder der Ziege. Auf jeden Fall ist es empfehlenswert, Milch nicht als Getränk, sondern als vollständiges Nahrungsmittel ansehen, so wie es im frühkindlichen Stadium jeder Tierart verwendet wird, und es somit immer alleine zu sich zu nehmen.

Als guter Kompromiss für Menschen, die glauben, unbedingt Milchprodukte zu sich nehmen zu müssen, hat sich Süßmolkepulver erwiesen, dem viele für den Körper nur schlecht verträgliche Stoffe der Milch entzogen wurden. Diese wird mit Wasser angerührt, und kann gerade bei Problemen mit der Verdauung oder bei Mangelerscheinungen, die durch schlechte Auswertung der Nahrung entstehen, Abhilfe bringen. Allerdings gibt es hier wieder große Unterschiede in der Qualität - die trainierten Geschmacksnerven eines sich natürlich Ernährenden zeigen ihm, womit die vierbeinigen "Produzenten" der Molke gefüttert wurden: mit Silo-Kost, mit dem Gras überdüngter und artenarmer Wiesen oder mit dem Gras naturbelassener Wiesen, wie es heute in Deutschland oft nur noch im Voralpenland üblich ist.









Weiter bei: Rohkost.
Zurück zu Home