Gesundheit

   


Fleisch, ein Stück Lebenskraft??




Video-DVDs mit wichtigen Gesundheits-Informationen finden Sie hier:

Klicken Sie hier für Video-DVDs und Audio-CDs zum Thema vegetarische Ernährung.




Harvey und Marilyn Diamond haben in Ihrem Bestseller "Fit fürs Leben" ein originelles Beispiel erwähnt, das zeigt, dass der Mensch von Natur aus kein Fleischesser ist. Harvey Diamond schreibt dort sinngemäß: Setzen Sie ein kleines Kind mit einem Hasen und einem Apfel in einen Raum. Wenn das Kind den Hasen isst und mit dem Apfel spielt, dann schenke ich Ihnen einen PKW. Ich glaube, dass Harvey wohl nie einen PKW verschenken musste, auch wenn er dieses Angebot möglicherweise schon an Tausende von Eltern gerichtet hat!

Der immer wieder als "Sammler und Jäger" bezeichnete Mensch hat sich die zweite erwähnte Eigenschaft, die des Jägers, wohl nur aus der Not heraus antrainiert. Wenn dieser Vergleich zugelassen wird, dann sammelt der Mensch fast alles, was man sammeln kann: Von Bierdeckeln, Weizengläsern, Briefmarken, Schallplatten, Comic-Heften bis zu Meisterschaftstiteln bei besonders ehrgeizigen Sportlern - vor allem jedoch mit Vorliebe Obst. Oder wer hat nicht schon gesehen, mit welcher Begeisterung sich die Menschen in Deutschland aufmachen, um auf den Erdbeer- und Himbeerplantagen ihre Behälter mit diesen roten Früchten zu füllen? Auffällig ist dabei, dass es kaum jemandem gelingt, bis in die hinteren Reihen vorzudringen, denn die wenigen reifen Früchte im vorderen Bereich ziehen den Blick nahezu magisch an. Und selbst wenn der Sammelkorb bereits übervoll ist, kann sich auf dem Rückweg zum Kassenhaus kaum jemand des weiteren Pflückens und Essens enthalten.

Diesem natürlichen, nahezu unersättlichen Trieb mußte die Fleischindustrie einiges entgegensetzen, und so versuchte die Werbung z.B. mit dem folgenden Satz sehr erfolgreich, Fleischverzehr gesellschaftsfähig zu machen: "Fleisch ist ein Stück Lebenskraft." "Aber nur, solange es lebt." - möchte ich hinzufügen. Wer meint, zusätzliche Kräfte zu bekommen, indem er seiner Ernährung Aas und Leichen hinzufügt, ist wohl ziemlich naiv und gutgläubig der Werbung gegenüber (In einem Beitrag des Rundfunksenders "Bayern 2" vom 16.6.99 wurden Tricks der Werbung, in diesem speziellen Fall der Honig-Werbung erläutert. Der Vorsitzende des deutschen Imkerbundes wies mit deutlichen Worten darauf hin, dass der Informationswert der Prädikate "naturrein", "kaltgeschleudert" und "Imkerhonig" gleich null sei. "Naturrein" ist nichtssagend, da jeder Honig eigentlich rein sein muß (auch wenn nach der Information des Berichts 40 % der Honigsorten als gepanscht angesehen werden müssen). "Kaltgeschleudert" wird jeder Honig, es gibt nur ein Schleuderverfahren, und schließlich gibt es einen "Imkerhonig" nicht, es gibt nur "Bienenhonig" , denn die Bienen produzieren den Honig, nicht der Imker. Aber solche Prädikate haben zum Ziel, den Preis zu heben. Es ist offensichtlich, dass der gutgläubige Käufer auf solche und ähnliche Tricks, eben auch auf Aussagen, die die Verkaufszahlen von Fleischprodukten heben sollen, hereinfallen muß - denn welcher Konsument hat die Zeit, sich über jedes Detail, das in der Werbung als etwas Besonderes herausgestellt wird, zu informieren?). Nur wer noch nie das leichte und angenehme Gefühl nach einer mäßigen Rohkost-Mahlzeit oder einem gut kombinierten vegetarischen Gericht erlebt hat, kann glauben, dass Fleisch, Fisch oder Wurst Kraft verleihen würde.

"Wer einen Ochsen schlachtet, ist eben als der einen Mann erschläge."
Jesaja 66

Wie soll durch das Essen von Totem Lebendiges entstehen? Um die Menschen vom Gegenteil zu überzeugen, hat die Nahrungsmittelindustrie Milliarden DM an Werbegeldern ausgegeben - und in weiten Teilen der Bevölkerung mit großem Erfolg. Diese armen Menschen glauben auch zum größten Teil noch, "Genießer" zu sein - dabei ist das einzige, das dem Fleisch Geschmack verleiht, die exquisite Würzung. Was eine Ernährung, deren Schwerpunkt auf Fleischprodukten liegt, im Körper des Menschen anrichtet, kann man jeden Tag sehen, an Menschen, die sich Rheuma, Gicht und andere Folgekrankheiten angegessen haben.

"Wahrlich, ich sage euch, der, der tötet, tötet sich selbst und wer vom Fleisch erschlagener Tiere isst, isst vom Körper des Todes. Denn in seinem Blut wird jeder Tropfen ihres Blutes sich in Gift umwandeln ... Tötet nicht, noch esset das Fleisch eurer unschuldigen Beute, wenn ihr nicht Sklaven des Satans werden wollt."
Jesus Christus im "Friedensevangelium der Essener"

Vor und während des Schlachtungsprozesses schüttet der Körper des Tieres Hormone aus, die Angst, Stress und Aggressivität hervorrufen. Diese nimmt der Mensch mit auf. Aggressivität, Stressanfälligkeit, Depressionen, etc. sind weitverbreitete Symptome in unserer Gesellschaft, und die Übernahme der Ängste und Botenstoffe im Körper des Tieres durch den Verzehr dieses toten Körpers durch den Menschen tragen möglicherweise ihren Teil zu diesen Phänomenen bei.

"Jedes Verbrechen ist lediglich eine Auslösung von Gewalttaten, die im Tiertöten beginnt."
A. Buschmann

Viele Menschen sehen sich selbst bzw. die Menschen im allgemeinen als "Krone der Schöpfung" an. Diese "Krone der Schöpfung" hat unsere Erde sehr nahe an den Rande des ökologischen Kollaps gebracht. Sie hat in der Vergangenheit durch Kriege und Verbrechen viel Leid über die Menschen gebracht, ein Atomkrieg war in Zeiten des kalten Krieges nie ganz auszuschließen - was das Aus für jegliches hochentwickelte Leben auf der Erde hätte bedeuten können. Wer dieses bedenkt, und sich schon einmal einen Stall einer Massentierhaltung angesehen hat, ist sich unweigerlich bewußt, dass dies eine sehr fragwürdige "Krone" ist.

Diese merkwürdige, eingebildete Sicht mag bei vielen Menschen, die darüber noch nie nachgedacht haben, daher rühren, dass den Tieren jegliche Intelligenz abgesprochen wird. Zu welche erstaunlichen Intelligenzleistungen und welchen tiefen Gefühlen Tiere fähig sind, dazu bringt nicht nur Christian Opitz viele Beispiele, auch die neueste wissenschaftliche Forschung sieht die Grenzen zwischen Mensch und Tier im Bezug auf die Gehirnleistung immer mehr verschwimmen. Viele Tiere bringen Kunststücke zustande, zu denen manche Kinder zwischen 5 und 10 Jahren nicht imstande sind. Wer würde aber ein Kind essen, nur weil es bestimmte Intelligenztests nicht besteht?

Zu welchen Grausamkeiten manche Menschen in der Tiermast - vor allem in Massenzuchtbetrieben - fähig sind, dessen sind sich die meisten Menschen gar nicht bewußt. So werden Schweinen vorsorglich die Zähne gezogen, da sich die Schweine bei sehr enger Käfighaltung durch die daher auftretenden Verhaltensstörungen gegenseitig totbeißen würden; das Abschneiden der sehr empfindlichen Schwänze gehört ebenfalls zum Alltag der Massentierhaltung. Solche "Operationen" geschehen natürlich meistens ohne Betäubung, denn diese würden Geld kosten. Bei der Kälberzucht wird darauf geachtet, dass die Nahrung des Kalbes so wenig Eisen wie möglich enthält. Dadurch bekommt das Kalb Anämie und das Fleisch wird hell und zart - alles nur, damit sogenannte "Gourmets" kein dunkles, rotes Fleisch essen müssen. Legehennen werden so eng gehalten, dass sie sich gegenseitig zu Tode hacken würden, wenn man ihnen nicht vorsorglich die Schnäbel abschneiden würde. Eine äußerst grausame Maßnahme, da dieses Gewebe etwa so empfindlich ist wie beim Menschen das Fleisch unter dem Fingernagel (siehe ebenfalls in den Büchern von Christian Opitz). Ein Mitte 1999 bekanntgewordenes Gerichtsurteil, das Legehennen mehr Raum zuspricht, gilt nur für neu zu bauende Hühnerfarmen. Mit anderen Worten, das Leid der Legehennen wurde zwar gehört, aber die Verbesserung ihrer Lebensbedingungen ist für die meisten von ihnen in eine ungewissen Zukunft verschoben worden.

Das Futter von Legehennen enthält zerstückelte Hühnerleichen (von den Tieren, die die übliche Behandlung der Legehennen nicht überlebt haben), Zement, Fischmehl, Antibiotika und andere Medikamente. Für die Herstellung von Kraftfutter für Geflügel, Schweine und Fische wird heute auch Tiermehl verwendet, auch im Futter von Haustieren wie Hunde und Katzen wird laut einer Aussage von August Wiedmann von der Landesanstalt für Ernährung in München solches Tiermehl gefunden. Mag die Beimischung von Abwässern und Klärschlamm, die beispielsweise bei der Reinigung von Fahrzeugen und Maschinen anfallen (und damit mit Sicherheit unter anderem Altöl enthalten, ein Produkt, das nur wenige Menschen freiwillig in ihren täglichen Speiseplan aufnehmen würden), "nur" gesundheitlich äußerst bedenklich (aber gesetzlich erlaubt) sein, so ist für viele Menschen die Ekelschwelle deutlich überschritten, wenn - wie in einem Bericht der "Augsburger Allgemeine" vom August 1999 - nach entsprechenden Recherchen festgestellt wird, dass auch menschliche Fäkalien in Tiermehl beigemischt werden. Während die Pflanze genetisch darauf ausgerichtet ist, mit solchen Bestandteilen der Bodenschicht hochwertige Zellen aufzubauen, darf bezweifelt werden, dass das typischerweise pflanzenfressende Tier mit Tiermehl (einem Fleischprodukt) sowie seinen unnatürlichen Beimischungen in der Lage ist, einen gesunden Körper aufzubauen. BSE und Schweinepest sprechen hier eine deutliche Sprache!

"Wer die Opfer nicht schreien hören kann, nicht zucken sehen kann, dem es aber, sobald er außer Seh- und Hörweite ist, gleichgültig ist, dass es schreit und dass es zuckt, der hat wohl Nerven, aber - Herz hat er nicht."
Bertha von Suttner

Es ist wohl kein Zufall, dass wir heute von Seuchen wie Rinderwahnsinn (BSE) und Schweinepest geplagt werden. Dies sollte uns doch sehr zu denken geben! Bertha von Suttner sagt es jedenfalls deutlich, indem Sie zum Vegetarier werden, tun Sie etwas für Ihr Herz - und für Ihre Seele. Denn wenn für Ihr Leben andere Ihr Leben geben müssen, wie kann daraus etwas Positives entstehen?

Vielen mag eine Übersicht der Anzahl der Fäulnisbakterien in jeweils einem Gramm verschiedener Fleischsorten im Vergleich mit Kalbs-, Pferde- und Ziegenmist die Einsicht bringen, der es bedarf, um sich Gedanken über zukünftigen Fleischverzehr zu machen. Diese demonstriert doch recht deutlich, wie wenig der Mythos vom "gesunden Fleisch" gerechtfertigt ist (entnommen aus einem Buch von Gregor Wilz). Was wir essen, wenn wir Fleisch essen, ist eben kein "hochwertiges Eiweiß", sondern einfach Aas. Wem es nach dem Lesen dieser Aufstellung immer noch schmeckt, den kann wohl kein Nahrungsmittel, auch wenn es diesem Namen keineswegs gerecht wird, mehr schrecken.

Fleisch- oder Kotart Fäulnisbakterien pro Gramm
Beefsteak 1.500.000
Schweinefleisch 2.900.000
Kalbsmist 15.000.000
Pferdemist 25.000.000
Rinderleber 31.000.000
Ziegenmist 69.000.000
Hamburgerbeef 75.000.000
Schweineleber 95.000.000
Fischfleisch 120.000.000
Eier bis 220.000.000

Sehen wir uns nochmals die Ursachen für den Rinderwahn, der in Großbritannien die Fleischindustrie an den Rande des Kollaps gebracht hat, und seine Ursachen an (Die Information dazu stammen aus dem Artikel "Rinderwahn - und nun?" von Idina Le Geyt, der am 26.02.99 in einer Internet-Seite von SHARE INTERNATIONAL veröffentlicht wurde.). Schon 1923 fragte der Begründer der Anthroposophie, Rudolf Steiner, bei einem Gespräch in Dornach: "Was würde geschehen, wenn der Ochse Fleisch, anstatt Pflanzen fressen müßte?" Ob Rudolf Steiner seherische Qualitäten hatte, ob schon damals vereinzelt Tiermehl zur Fütterung verwendet wurde, oder ob er schlicht die Skrupellosigkeit mancher Menschen und deren negative Folgen logisch voraussah, kann man heute nicht mehr nachvollziehen. Fakt ist, dass seine Theorie genau zutraf. Denn der Schluß seiner Theorie war die Aussage "müßte der Ochse direkt Fleisch aufnehmen, würde er verrückt werden" (Anm. des Autors: Die Frage bleibt, ob die zunehmende "Verrücktheit" der normalen menschlichen Gesellschaft eine Folge der direkten Fleischaufnahme durch den Pflanzenfresser Mensch ist?)

"Das BSE-Desaster ist der Preis dafür, dass Lebensmittel um des Profits willen - und nicht um der Menschen willen - produziert werden" meint Professor Colin Tudge. Die Fleischindustrie paßt sich, ebenso wie der Rest der Lebensmittelindustrie, unseren Gepflogenheiten in der Wirtschaft an - Gewinnmaximierung um (fast) jeden Preis. Um welche Details es bei dieser Gewinnmaximierung in der Fleischproduktion ging, zeigt die Tatsache, dass schon lange Zeit vor dem Auftreten der ersten BSE-Fälle Tiermehl an Pflanzenfresser verfüttert wurde. Trotzdem wurde die Krankheit BSE erst 1986 entdeckt. Eine der möglichen Ursachen ist die Tatsache, dass man aus Kostengründen Mitte der achtziger Jahre die Verarbeitungstemperatur von Fleisch- und Knochenmehlkonzentraten gesenkt hatte, und so die Scrapie-Erreger nicht mehr vernichtet wurden. Scrapie, eine endemische Seuche bei Schafen, wird als vermutliche Ursache von BSE angesehen. Der Erzeuger habe in Rinderfutter aus Schafhirn überlebt und so sei die Artenbarriere durchbrochen worden. (Eine andere mögliche Erklärung wäre vielleicht die Frage, ob es BSE nicht schon seit Einführung der Fütterung von Tierkörpermehl gibt und dies nur bis 1986 verschwiegen wurden? Die möglichen Folgen auf breite Schichten der Bevölkerung, die über Jahrzehnte möglicherweise das Fleisch erkrankter Tiere verzehrt hat, kann man sich kaum vorstellen!)

1996 glaubte man in zehn Fällen von Creutzfeld-Jakob-Erkrankungen eine neue Variante von BSE entdeckt zu haben, die jüngere Menschen befällt. Sollte sich diese Theorie bestätigen, so kann man gespannt sein, wie sich der übermäßige Fleischverzehr auf die nächste Generation auswirken wird - denn man rechnet mit einer Inkubationszeit bis zum Ausbrechen der Krankheit von 5 bis 30 Jahren.

Die Auswirkungen der "Rindfleischkultur" werden von Jeremy Rifkin in seinem Buch "Beyond Beef" , auf deutsch "Das Imperium der Rinder" anschaulich dargestellt. Für ihn ist das Verspeisen von Rindern das "Kalte Böse" , weil heimlich aufgezwungen. (Anders ausgedrückt: Der Verbraucher bemerkt oft gar nicht, wie automatisch er der haarsträubenden Werbung und Propaganda der Industrie folgt, das Verzehren von Fleisch wird - durch eingängige Slogans unterstützt - zur Normalität.) "Das kalte Böse wird von Institutionen und Individuen (Anm. des Autors: Diese Individuen werden in ihrer Funktion als "Rädchen im Herstellungsprozeß" selbst oft so entmenschlicht, dass ihnen jegliches abstoßende, menschliche Gefühl für die von ihnen laut Arbeitsvertrag auszuführenden Arbeiten genommen wird.), vereinnahmt von rationalen Organisationsprinzipien, ständig fortgeführt, und allein die Marktkräfte und reine Nützlichkeitsüberlegungen (Anm. des Autors: Nützlich bedeutet in diesem Zusammenhang bezüglich der Maximierung des Unternehmensgewinnes. Dass unter Umständen 1 Mark Unternehmensgewinn ein Vielfaches an Ausgaben für die Wiederherstellung zerstörter Umwelt, die psychologische Betreuung der mit den widerwärtigsten Arbeiten betrauten Mitarbeitern und nicht zuletzt mit hohen Ausgaben für die Wiederherstellung der Gesundheit der "Opfer" , die von solchermaßen produziertem Fleisch gegessen haben, bedeuten kann, fällt unter den Tisch. Die Gewinne streichen die Konzerne ein, die Ausgaben trägt die Allgemeinheit, der Staat und damit schließlich jeder einzelne Mensch.) bestimmen ihre Entscheidungen. Eine solche Welt bietet kaum noch die Möglichkeit, die Schöpfung zu würdigen, für unsere Mitgeschöpfe Mitgefühl zu entwickeln, die Umwelt zu hegen und die Rechte der zukünftigen Generationen zu schützen."

Jeremy Rifkin sieht eine der Hauptursachen der Umweltzerstörung in der Dritten Welt in dem Wirken der Rinderindustrie. Diese Umweltzerstörung ist es, die dort millionenfachen Hungertod nach sich zieht. Die Nutzung von Land als Weideland und vorwiegend zur Produktion von Viehfutter - und nicht von menschlichen Lebensmitteln - hat zur Vernichtung von Regenwäldern geführt, zur Vertreibung der Indianer und der Büffel aus ihren angestammten Gebieten und zur Entstehung von Wüsten in weiten Teilen Afrikas.

"Während die Reichen an den Folgen des Überflusses sterben, sehnen sich die Armen nach den nackten Lebensgrundlagen. Die von der Proteinwirtschaft des 20. Jahrhunderts der Welt aufgezwungene Ungerechtigkeit ist bisher beispiellos: eine Milliarde Menschen fressen sich voll, nehmen Abführmittel und sitzen in der Verfettungsfalle fest, während eine weitere Milliarde dahinsiecht, ohne jegliche Chance auf ein Ernährungsminimum, das sie gesund leben lassen könnte. Der Rest der Menschheit, etwa 3,5 Milliarden, schwankt zwischen Hoffnung und Verzweiflung, hofft den Eiweißberg ebenfalls zu erklimmen, was zum sicheren Ergebnis haben wird, dass der erfolgreiche Gipfelbezwinger den Absturz eines anderen auslöst, auf den dann schon Mangelernährung und Hungertod warten. ... In einer elektronifizierten Welt, in der Zeit auf eine Fast-Simultaneität komprimiert wird und Raum zur "Virtual Reality" schrumpft, in der Grenzen ausradiert werden, um Platz für den globalen Markt und das globale Einkaufszentrum zu machen, hat es die Menschheit versäumt, die bedeutungsschwerste aller Grenzen aufzulösen, die Grenze zwischen den Besitzenden und den Habenichtsen, den Essenden und den Verhungernden."

Diese äußere Grenze entspricht der inneren Grenze, die wir versäumt haben aufzulösen: Der Grenze zwischen dem Ego, das selbstsüchtig unsere Wünsche und Launen verfolgt, und dem wahren Ich, das mit der göttlichen Energie und damit mit allen Lebewesen verbunden ist. Wer diese Stufe erreicht hat, für den stellt sich die Frage nach dem fragwürdigen "Genuß" von Fleisch nicht mehr, er sieht vor seinem geistigen Auge das leidverursachende Prinzip, das hinter der Erfüllung solch (selbst)süchtiger Ernährungsgewohnheiten liegt und entscheidet sich natürlicherweise für eine Ernährung, die den Einklang von Körper, Geist und Seele in höchstem Maße fördert.









Weiter bei: Lichtnahrung.
Zurück zu Home