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Aktie: Wind 7 AG, vorbörsliche Beteiligung

Vorstellung: 14.01.2001, Letzter Update: 29.04.2002 Aktienkategorie: ++

Das Unternehmen

Die Wind 7 AG stellt einen Zusammenschluss von 7 Unternehmen dar, die Erfahrung in der Projektierung von Windparks vorweisen können. Die Wind 7 AG erstellt jedoch keine Windparks, sondern kauft fertige Projekte ein und ist somit ein Öko-Stromerzeuger und -verkäufer. Folgende Vorteile und Chancen bietet die Wind 7 AG:


  1. als gemeinsame Betreibergesellschaft von sieben führenden Unternehmen aus dem Windenergiebereich (u. a. die beiden am Neuen Markt notierten Gesellschaften Umweltkontor Renewable Energy AG und P&T Technology AG) wird eine einmalige Kompetenzbündelung in einem boomenden Zukunftsmarkt) erreicht

  2. in Deutschland garantiert das EEG über einen Zeitraum von 20 Jahren gesicherte Einnahmen

  3. durch die Möglichkeit, jederzeit Windparks auch aus dem großen Projektpool der Gründer und Partnerunternehmen zu erwerben, erreicht die wind 7 eine überragende Marktposition – verbindlich festgesetzte Kriterien und bankgeprüfte Wirtschaftlichkeitsanalysen sichern den Einkauf ausschließlich hochlukrativer Projekte

  4. die für Windkraftbeteiligungen neuartige Investmentart auf Aktienbasis ermöglicht niedrige Einstiegspreise bei gleichzeitig freier Veräußerbarkeit

  5. die Rechtsform der Aktiengesellschaft gewährleistet volle Transparenz und Managementkontrolle – Grundbedingung für den Erfolg, auch auf internationalen Kapitalmärkten

  6. durch eine breite Risikostreuung wird eine gesteigerte Investitionssicherheit gegenüber den bisher üblichen Windparkbeteiligungsmodellen erreicht

  7. erwartete Rendite von mindestens 10% bis 15% p.a.

Die Wind 7 AG hat - wie jeder Erzeuger von Windstrom - mit folgenden Risiken fertigzuwerden:
  1. Politische und rechtliche Risiken: Die Windkraft ist aufgrund der verzerrten Marktsituation im Vergleich zur hochsubventionierten Kohle- und Atomenergie kurzfristig betrachtet noch nicht wettbewerbsfähig. Aus diesem Grunde ist die Branche auf entsprechende politische und rechtliche Rahmenbedingungen angewiesen. Das aktuell verabschiedete Erneuerbare Energien Gesetz (EEG) sichert die Einspeisevergütung in Deutschland für einen Zeitraum von 20 Jahren.
    Die am Gesetzentwurf beteiligten Bundesorgane und -gremien sind der Meinung, dass das EEG einer Überprüfung an bestehenden EU-rechtlichen Bestimmungen mit hoher Wahrscheinlichkeit standhalten wird (Quelle: Begründung zum EEG). Entsprechende Änderungsvorgaben, beispielsweise von Seiten der EU-Kommission oder des Europäischen Gerichtshofes, mit Auswirkungen auf die Rentabilität sind jedoch nicht ganz auszuschließen. Denkbar ist dabei, dass es insbesondere im Zuge der fortschreitenden Binnenmarktrealisierung von Seiten der EU zu Eingriffen in die Regelungen des EEG kommen könnte, die schlimmstenfalls sogar das EEG in seinem Bestand an sich betreffen. Bei Wegfall der Einspeisevergütung in der jetzigen Form kann nicht ausgeschlossen werden, dass die wirtschaftliche Basis der wind 7 Aktiengesellschaft und der gesamten Branche völlig zusammen bricht. Ein Totalverlust der Kapitalbeteiligung der Aktionäre wäre dann nicht auszuschließen.
    Erhebliche Änderungen der politischen und rechtlichen Rahmenbedingungen sind jedoch nicht zu erwarten. Die EU-Kommission hat eindeutige Ziele zur Förderung der regenerativen Energien und deren Notwendigkeit in Anbetracht der globalen Klimaveränderungen vorgegeben. Darauf aufbauend hat die EU-Kommission auch am 10. Mai 2000 einen Richtlinienvorschlag beschlossen, der die EU-Staaten verbindlich verpflichten soll, regenerative Energien zu fördern. Das Europaparlament hatte bereits im Frühjahr 2000 eine entsprechende Empfehlung an die EU-Kommission gerichtet, so dass es wahrscheinlich erscheint, dass es die Richtlinie auch dem Vorschlag entsprechend verabschieden wird. Dennoch ist nicht auszuschließen, dass von Seiten der EU Vorgaben ergehen, die die Geschäftstätigkeit der wind 7 Aktiengesellschaft negativ beeinflussen könnten.

  2. Risikofaktor Wind: Nicht nur innerhalb eines Jahres, sondern auch über mehrere Jahre hinweg können erfahrungsgemäß die durchschnittlichen Windgeschwindigkeiten sehr stark schwanken. Auch bei Standorten, die anhand von Gutachten hochqualifizierter Sachverständiger bewertet wurden, ist nicht auszuschließen, dass über mehrere Jahre hinweg unterdurchschnittliche Windgeschwindigkeiten vorherrschen. Dies würde zu einer Minderung der Stromproduktion und geringeren Einnahmen der wind 7 Aktiengesellschaft führen.

  3. Technische Risiken: Aufgrund der rasanten technischen Entwicklung der Windkraftbranche in den letzten 10 Jahren mit immer größeren Anlagen muss festgestellt werden, dass die heute gängigen Größenordnungen noch nicht in allen Details ausgereift sind.
    Die Anlagen werden konstruiert für eine Lebensdauer von mindestens 20 Jahren. Tatsächlich liegen allerdings für Anlagen der 250-kW-Klasse erst Erfahrungen über rund 10 Jahre vor. Die Erfahrungen mit größeren Anlagen - insbesondere in der Megawatt-Klasse - sind erheblich geringer. Insofern ist nicht auszuschließen, dass in den nächsten Jahren noch unerwartete technische Probleme entstehen. Vorzeitige Reparaturen bzw. der Austausch von Komponenten können zu unerwartet hohen Kosten führen.


Aktieninformationen

Gewinnreihe:
Gj Umsatz Mio. Euro Vorsteuergewinn Mio. Euro
2001 1,59 0,8


Trotz der oben genannten Vorteile wird nach Planung der Wind 7 AG erst in einigen Jahren die Gewinnschwelle erreicht. Nichtsdestotrotz notiert die Aktie der Wind 7 AG bei dem Handelshaus Valora für vorbörslichen Aktienhandel bei etwa 13 Euro, also ca. 2 Euro über dem Ausgabepreis.


Homepage von Wind 7 AG


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