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Aktien

Die Aktienanlage als langfristige Anlage für Geld, das nicht benötigt wird, hat sich in der Vergangenheit als äussert lukrativ erwiesen. Renditen von 10 - 15 % können ab einem Zeitraum von 10 Jahren fast(!) als sicher gelten. Auch mit Aktienfonds können ähnliche Renditen erzielt werden, bei deutlich geringerem Risiko als mit einzelnen Aktien. Da bei jeder Online-Bank und div. anderen Web-Seiten Fondsvergleiche abgerufen werden, konzentrieren wir uns hier auf die Anlage in einzelnen, evtl. auch unbekannten bzw. ungewöhnlichen Aktien. Dabei stellen die hier vorgestellten Aktien KEINE Kauf- oder Verkaufsempfehlung dar, es wird auch keinerlei Haftung für die hier veröffentlichten Informationen übernommen. Der Anleger muss sich selbst eine Meinung bilden, aufgrund anderer Meinungen und Informationsquellen.

Eine Aktienart, in die ich selbst sehr gerne investiere, ist die "grüne Aktie", also Aktien von Firmen, die ökologische Produkte herstellen, bestehende Produktionsprozesse in umweltpolitischer Hinsicht verbessern, und/oder hohe ethische Grundsätze einhalten.
Der Begriff der "grünen Aktie" ist jedoch etwas irreführend, suggeriert er dem Anleger doch, mit dem Kauf etwas für die Umwelt zu tun. Der einzige, der in ein "grünes Unternehmen" investiert, ist jedoch der Erstzeichner. Also darf auch nur dieser für sich beanspruchen, ein umweltfreundliches Unternehmen zu unterstützen.
Ich möchte nicht bestreiten, daß auch nachfolgende Käufer eine "grüne Orientierung" haben, jedoch ist es ein Trugschluß, wer annimmt, damit das Unternehmen zu unterstützen. Sind die Aktien einmal auf dem Markt, geht es nur noch um den maximalen Profit, um sonst nichts. Jeder verkauft Aktien, wenn er glaubt, dass sie nicht mehr steigen oder er andere, bessere Anlagen zu haben glaubt. Der Käufer kauft diese Aktien, weil er glaubt, dass der Verkäufer sie "zu billig hergibt", er glaubt also daran, dass sie eine hohe Wertsteigerung aufweisen werden. Geld sehen zu diesem Zeitpunkt nur noch die Verkäufer, nicht mehr die "grüne Firma".
Trotzdem bin auch ich kräftig "grün" investiert, aus moralischen und monitären Gründen, doch bin ich mir o.g. Tatsache bewußt. Als Investor in "grünen Unternehmen" arbeitet die Zeit (und leider auch die Umweltverschmutzung) für uns. Denn irgendwann wird es auch der Dümmste bemerken, dass der Kauf umweltverschmutzender Produkte auch ihn selbst trifft - durch Giftstoffe in der Nahrung, Kleidung, Luft, Wasser, usw.
Zu wissen, daß man z.B. nicht die Aktien einer Rüstungsfirma hält, beruhigt das Gewissen, doch wie gesagt: Nach der Zeichnung gibt es einen moralischen Aspekt nur noch gegenüber dem Verkäufer bzw. Käufer. Die Firma selbst bleibt von diesem Handel völlig unberührt. Meine Sympathie dennoch allen `grün` Investierten; denn was uns verbindet, ist die nachhaltige Lebenseinstellung.


Kategorien

Eine genauere Einteilung von Aktien als lediglich in "grüne" und "nicht grüne" Aktien scheint mir hier nötig (Farben frei gewählt):


  1. --: Aktien, deren Produkte sowohl zur Umwelt- und Gesundheitszerstörung beitragen, als auch einen äussert zweifelhaften oder sogar definitiv negativen Beitrag zum Wohl der Menschen leisten. Als Beispiel seien hier Waffenhersteller, Hersteller von Giftgasen, Insektiziden, Pestiziden, etc. genannt; auch Hersteller von Medikamenten könnten evtl. in diese Kategorie fallen (wenn man weiss, dass die WHO nur ca. 10(!!!) Medikamente als notwendig bzw. sinnvoll einstuft).

  2. -: Aktien, deren Produkte sowohl zur Umwelt- und Gesundheitszerstörung beitragen, als auch einen wenn auch evtl. mit besseren Mitteln erreichbaren Beitrag zum Wohl der Menschen leisten. Als Beispiel seien hier möglicherweise manche KfZ-Hersteller, Energieproduzenten oder Nahrungsmittellieferanten genannt.

  3. o: Aktien, deren Produkte neutral bzgl. Umwelt- und Gesundheitszerstörung sind, und die einen wenn auch evtl. mit besseren Mitteln erreichbaren Beitrag zum Wohl der Menschen leisten. Als Beispiel seien hier möglicherweise Banken, Softwarehersteller, etc. genannt.

  4. +: (grüne) Aktien, deren Produkte die Folgen der Umweltzerstörung für den Menschen mildern oder tilgen (also die negativen Symptome beseitigen), als auch einen Beitrag zum Wohl der Menschen leisten. Als Beispiel seien hier Hersteller von Wasserreinigungsanlagen, möglicherweise auch Müllentsorgungsunternehmen genannt.

  5. ++: (grüne) Aktien, deren Produkte die Ursachen von Umweltzerstörung beseitigen, indem sie stark umweltbelastende Produkte durch weniger oder gar nicht umweltbelastende Produkte ersetzen, biologische Vorgehensweisen fördern, oder eine Vielzahl von Produkten durch einen geringeren Produktionsaufwand ersetzen, als auch einen Beitrag zum Wohl der Menschen leisten. Als Beispiel seien hier Betreiber von Windenergieanlagen, biologisch wirtschaftende Restaurants sowie Firmen die Chemikalien durch andere Stoffe ersetzen genannt.



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